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Während der VfB auf Platz 17 steht, ist Kaiserslautern nach der Hinrunde Zwölfter © getty

Am Mittwoch sind Stuttgart und Kaiserslautern in die Rückrunden-Vorbereitung gestartet - und in den Kampf um den Klassenerhalt.

München - Zwei Klubs, zwei Ausgangspositionen, ein Ziel: Der VfB Stuttgart und der 1. FC Kaiserslautern sind nach einem Mini-Urlaub am Mittwoch in die Mission Klassenerhalt gestartet (DATENCENTER: Bundesliga).

Doch während der FCK mit 21 Punkten die Vorbereitung auf die Rückrunde relativ ruhig angehen kann, steht der Tabellenvorletzte aus Stuttgart unter erheblichem Druck.

"In unserer Situation müssen wir die wenige Zeit intensiv nutzen", sagte der neue VfB-Trainer Bruno Labbadia.

Dessen Profis absolvierten einen zweigeteilten Trainingsauftakt: Zunächst wurde die Fitness der Spieler bei einem Laktattest im Stuttgarter Olympiastützpunkt überprüft.

Dann bat Labbadia, der seine Schützlinge nach dem Pokal-Aus gegen Bayern München (3:6) zwei Tage vor Heiligabend in den Urlaub geschickt hatte, am späten Nachmittag zu einer Einheit auf den Platz.

Labbadias Philosophie verinnerlichen

Bis zum Rückrundenauftakt am 15. Januar gegen den Tabellenzweiten FSV Mainz 05 sollen die VfB-Profis ihre körperliche Verfassung verbessert und die Philosophie Labbadias verinnerlicht haben.

"Wir sind vom Naturell her eine offensiv agierende Mannschaft. Aber wir müssen noch kompakter in der Defensive arbeiten und lernen, das Spiel ohne Hektik und individuelle Fehler zu steuern", sagte der Coach.

Dafür reisen die Labbadia-Schützlinge vom 2. bis 9. Januar ins Trainingslager im türkischen Belek (SERVICE: Die Winterfahrpläne der Bundesligisten).

Vier Neue für den VfB?

Um den Abstieg zu verhindern, soll das Team personell verstärkt werden.

Der isländische Mittelfeldspieler Rurik Gislason (Odense BK), der beim VfL Wolfsburg aussortierte Algerier Karim Ziani, der brasilianische Innenverteidiger Jardel vom portugiesischen Erstligisten Sporting Olhanense und der japanische Nationalstürmer Shinji Okazaki (Shimizu S-Pulse) sind derzeit im Gespräch.

"Wir suchen nach Verstärkungen, aber nicht um jeden Preis", sagte Sportdirektor Fredi Bobic.

Bobic: Keine Abgänge

Spekulationen über mögliche Abgänge von Pavel Pogrebnyak (Lokomotive Moskau), Nationalspieler Cacau (AS Monaco) oder Khalid Boulahrouz (Eintracht Frankfurt) wies Bobic zurück.

"Wir brauchen im Kampf um den Klassenverbleib einen starken Kader, wir wollen keine Spieler abgeben."

FCK ohne Personalsorgen

Der FCK startete die Rückrunden-Vorbereitung ohne Personalsorgen. Alle Profis waren beim ersten Training auf dem vom Schnee geräumten Platz am Fritz-Walter-Stadion an Bord.

"Wenn alle fit sind, haben wir zu Beginn der Rückrunde auch im taktischen Bereich erheblich mehr Alternativen", sagte Trainer Marco Kurz.

Bremen buhlt um Lakic

Im Mittelpunkt des Interesses beim Aufsteiger steht weiterhin Torjäger Srdjan Lakic.

Die Klubführung um Stefan Kuntz will mit dem Kroaten im neuen Jahr erneut über eine Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrags verhandeln.

An Lakic, der in der Hinrunde elf Tore erzielte, soll vor allem der Ligarivale Werder Bremen interessiert sein.

"Ich wünsche mir, hierzubleiben"

"Wir werden von Klubseite alles dafür tun, ihn im Sommer zu halten. Eine Trennung im Winter ist überhaupt kein Thema", sagte Kurz.

Auch Lakic erklärte, grundsätzlich bei den "Roten Teufeln" bleiben zu wollen. "Ich wünsche mir, hierzubleiben. Aber es muss passen", sagte der 27-Jährige.

Neben Lakic soll Torwart Tobias Sippel, dessen Vertrag ebenfalls im Sommer ausläuft, langfristig an den Klub gebunden werden.

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