vergrößernverkleinern
Lukas Podolski kehrte 2009 vom FC Bayern München zu 1. FC Köln zurück © imago

Der Nationalstürmer soll neuer Anführer der Geißböcke werden und ist bereit. Ein Hoffenheimer soll die Baustelle hinten links schließen.

München/Köln - Der Prinz wird Kapitän.

Lukas Podolski soll beim strauchelnden Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln als neuer Spielführer noch mehr Verantwortung im Abstiegskampf übernehmen.

"Wenn der Trainer auf mich zukommt und mir das Vertrauen ausspricht, übernehme ich gerne Verantwortung. Ich bin bereit für das Amt. Aber nur, wenn Trainer, Verein und Mannschaft davon überzeugt sind", sagte Podolski der "Bild"-Zeitung.

Der bisherige Kapitän Youssef Mohamad ist einigen Spielern auf dem Platz zu leise. Zudem hatte der Verteidiger aus dem Libanon in der Hinrunde mit Leistungsschwankungen zu kämpfen.

Auch dass zwischen den Spielern und dem Klub immer noch keine Prämien ausgehandelt wurden, wird Mohamad intern angelastet.

Mohamad mit Entscheidung einverstanden

Mohamad, der derzeit im Urlaub in Beirut weilt, klebt offenbar nicht an seinem Amt. "Ich habe immer gesagt, dass nicht ich oder die Medien entscheiden, wer Kapitän ist, sondern der Verein. Wenn man auf mich zukommt und sagt, dass es besser für das Team ist, dass Poldi die Binde bekommt, dann kann er sie haben", sagte er dem "Express".

FC-Trainer Frank Schaefer hält sich in der K-Frage derzeit noch bedeckt. "Dazu möchte ich nichts sagen", meinte Schaefer. Erst zu Beginn des wichtigen Trainingslagers ab dem 2. Januar in Belek will er das Thema mit der Mannschaft besprechen.

Neuer Impuls für die Geißböcke

Bereits bei seinem Amtsantritt hatte sich Schaefer Gedanken über Podolski als Kapitän gemacht, diese Idee dann aber zunächst verworfen.

Mit der Maßnahme will Schaefer nun aber offenbar die gesamte Mannschaft noch einmal neu motivieren. Schaefers Vorgänger Zvonimir Soldo war indes immer gegen Podolski als Kapitän gewesen.

Eichner-Wechsel fix

Unterdessen haben die Rheinländer eine Baustelle bereits geschlossen. Die Kölner verpflichteten Abwehrspieler Christian Eichner vom Liga-Rivalen 1899 Hoffenheim.

Der 28-Jährige erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011. Der FC hatte zuvor bereits Torhüter Michael Rensing geholt.

"Christian war unser Wunschkandidat für den linken Abwehrbereich", sagte FC-Geschäftsführer Claus Horstmann. Zudem ist die Verpflichtung des polnischen Nationalspielers Slawomir Peszko von Lech Posen angeblich in trockenen Tüchern.

Peszko und Makino auf dem Sprung

Obwohl die Bekanntgabe noch aussteht, bezeichnete Trainer Schaefer Peszko bereits als "zusätzliche Option für unsere Außenbahnen".

Zudem steht auch der japanische Verteidiger Tomoaki Makino von Sanfrecce Hiroshima aus der J-League vor einem Wechsel nach Köln. Der neue FC-Sportdirektor Volker Finke hatte bereits erklärt, dass Neuzugänge aus Japan möglich seien.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel