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Armin Veh betonte zuletzt, der HSV sei seine letzte Trainerstation in Deutschland © getty

Das erst für Neujahr anberaumte Meeting zwischen dem Coach und Hoffmann hat bereits stattgefunden - und lässt viele Fragen offen.

Von Philipp Langer

München - Sportliches Tief, Schuldenberg und Trainerdiskussion: Schon die vorweihnachtliche Zeit beim Hamburger SV war alles andere als besinnlich.

Bei einem ursprünglich für den Neujahrstag anberaumten Gipfeltreffen wollten Trainer Armin Veh und HSV-Boss Bernd Hoffmann danach zumindest ein Problemfeld bearbeiten.

Jetzt kam heraus, dass das Treffen, das über die Zukunft Vehs entscheiden sollte, geheimerweise bereits abgehalten wurde.

Das Resultat ist allerdings wenig aufschlussreich. Mehr: Es gibt kein wirkliches Ergebnis.

HSV will keinen unnötigen Druck

"Wir sind uns darüber einig, dass wir jetzt erstmal die Rückserie so erfolgreich wie möglich bestreiten wollen", erklärte Veh auf der Internet-Seite des HSV nach dem Treffen.

Der 49-Jährige ließ sich auch danach nicht in die Karten schauen: "Alles Weitere werden wir dann besprechen, wir müssen uns da keinen unnötigen Druck aufbauen."

Am 2. Januar fliegt Veh mit seiner Mannschaft ins Trainingslager nach Dubai.

"Die Arbeit macht unheimlich Spaß"

Der ehemalige Stuttgarter Meister-Trainer ist noch bis zum 30. Juni 2012 an den HSV gebunden.

Doch sowohl der Trainer als auch der Verein verfügen über eine Option zur Kündigung des Kontraktes zum 31. Mai 2011.

Glaubt man Veh, denkt dieser keinesfalls an ein vorzeitges Ende. "Die Arbeit hier im Verein macht mir unheimlich viel Spaß, und ich freue mich auf die Rückserie, die wir alle gemeinsam mit sehr viel Elan und Freude angehen."

Immer wieder Ärger

Viel Freude hatte es beim HSV aber eben zuletzt nicht gegeben.

Unter anderem heizte Carsten Kober, der für einen Posten im Aufsichtsrat kandidiert, die Diskussion um Vehs Zukunft an.

Zuletzt war Klubchef Hoffmann von seinen Vorgängern Uwe Seeler und Wolfgang Klein für die Transferpolitik und das bekanntgewordene 20-Millionen-Euro-Schuldenloch scharf kritisiert worden.

Hoffmann: HSV-Boss "bis zur Rente"

Hoffmann erklärte derweil, noch viele Jahre Vorsitzender des Hamburger SV bleiben zu wollen.

"Ich kann mir gut vorstellen, bis zur Rente HSV-Vorsitzender zu sein", erklärt der 47-Jährige im "Bild"-Interview: "Auch wenn es sich für einige als Drohung anhören könnte."

Die ständige Kritik an seiner Amtsführung schreckt Hoffmann nicht: "Ein gesundes Maß an Kritik finde ich sogar hilfreich, das ist mir Ansporn."

Keine Sorge vor Mitgliederversammlung

Vor der Mitgliederversammlung am 9. Januar hat Hoffmann nach eigenen Angaben keine Angst: "Die Mitgliederversammlung ist eine jährliche Aussprache. Und unter anderen werden vier von zwölf Räten neu gewählt. Aber es ist keine Bernd-Hoffmann-Wahl."

Dass Veh zwischenzeitlich sein weiteres Engagement in Frage stellte, sieht Hoffmann ebenfalls in mildem Licht: "Er war vielleicht nur ein wenig erschöpft nach einer schwierigen Hinrunde."

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