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Arjen Robben gewann in der vergangenen Saison mit Bayern das Double © getty

Der Bayern-Star trennt sich vom Physiotherapeuten van Toorn. Vater Hans stichelt. Ein erster Härtetest ist vorgesehen.

Von Mathias Frohnapfel und Christian Ortlepp

München/Doha - In neongelben Fußballschuhen sprintet Arjen Robben in diesen Tagen über das Trainingsgelände in Doha.

Und immer wieder sieht man den Niederländer in die für ihn so typische Schräglage gehen, um seine Flankengeschosse abzufeuern.

Robben scheint bereit für den Wiedereinstieg beim FC Bayern. Das große Ziel: ein Kurzeinsatz beim ersten Rückrundenspiel in Wolfsburg.

Doch die Wunde des fünf Zentimeter tiefen Muskelrisses ist nur äußerlich verheilt, der Ärger über die Verletzung sitzt allem Anschein noch tief.

Vater Robben nennt van Toorn frustriert

Ein halbes Jahr musste er wegen der in Südafrika erlittenen Muskelblessur pausieren. Die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Physiotherapeuten Dick van Toorn, der Robben auf spezielle Weise vor der WM kurierte, ist mittlerweile laut "tz" beendet.

"Man darf seine Sätze nicht ernst nehmen. Van Toorn ist ein frustrierter Mann", erklärte Robbens Vater Hans über den 78-jährigen Wunderheiler.

"Bei Bayern sind alle verrückt"

Nicht ganz zufällig trägt der den Beinamen "Frankenstein Magier" und machte sich vor kurzem über die Klage der Bayern lustig, die so gar nicht einsehen wollten, warum ihr Superstar damals lädiert von der WM zurückkam.

"Bei Bayern sind alle total verrückt", schimpfte van Toorn. Die Anschuldigung, ein "zu aggressives Programm" angewendet zu haben, bezeichnet er aus seiner Sicht folgerichtig als "Blödsinn".

Aktuell liegen mehrere tausend Kilometer zwischen Arjen Robben und van Toorn, der in Rotterdam lebt.

Mit der Konzentration auf seine eigene Arbeit versucht Bayerns Edeltechniker vom Dauerstreit um Grund und Ursache seiner Verletzung abzuschalten.

[kaltura id="0_wbb442ru" class="full_size" title="Das erste Training von Luiz Gustavo"]

Erster Härtetest steht bevor

Am Dienstag trainierte Robben im Wüstenstaat Katar einmal mit der Mannschaft, die zweite Einheit fand zur Stabilisation und zum Aufbau der Muskulatur im Kraftraum statt.

Und sogar das erste Spiel unter echten Bedingungen steht kurz bevor.

Im Test gegen eine lokale Auswahl aus Doha soll der Niederländer am Samstag erstmals in dieser Saison wieder für die Roten auflaufen.

Auch die Teamkollegen freuen sich auf diesen Moment. "Das Wichtigste ist, dass er zu 100 Prozent wird. Er ist schon sehr, sehr weit", berichtet Philipp Lahm in der Medienrunde mit SPORT1.

Bayern hofft auf Robben

Und Thomas Müller bestätigt Robben, zu arbeiten "wie ein Verrückter. Ich hoffe, dass er in naher Zukunft eingreifen kann".

Christian Nerlinger zählt ebenfalls auf Bayerns Spieler mit dem Turboantrieb.

Der FCB-Sportdirektor sieht die Münchner durch den Rückkehrer und Neuzugang Luiz Gustavo wesentlich gestärkt und erwartet einen "sehr viel stärkeren FC Bayern".

Nerlinger hat derweil weitere Neuzugänge ausgeschlossen. "Es wird im Winter nichts mehr passieren", gab er bekannt.

Gomez angeschlagen

Kürzertreten muss in Katar noch Torjäger Mario Gomez.

Der Nationalspieler laboriert an den Folgen eines Muskelfaserrisses in der Wade. Die Verletzung hatte Gomez beim DFB-Pokal-Spiel in Stuttgart (6:3) vor der Winterpause erlitten.

Eigentlich sollte Gomez am Donnerstag wieder ins Training einsteigen, doch nach SPORT1-Informationen wird der 25-Jährige nun die ganze Woche nicht mit der Mannschaft trainieren.

Hamit Altintop hat seine Adduktorenprobleme hingegen überwunden.

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