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Edin Dzeko wechselte 2007 vom FK Teplice zum VfL Wolfsburg © getty

Der Stürmer verlässt das Wolfsburger Trainingslager und fliegt zum Medizin-Check nach Manchester. Der VfL wiegelt aber noch ab.

Marbella/München - Der Rekordtransfer Edin Dzekos vom VfL Wolfsburg zu Manchester City steht unmittelbar bevor.

Der Torschützenkönig der vergangenen Saison verließ am Mittwochmorgen gegen 6.30 Uhr das Trainingslager der "Wölfe" im spanischen Marbella und machte sich in einem Privat-Jet der "Citizens" auf den Weg nach England.

Dort muss sich der Bosnier noch dem obligatorischen Medizincheck unterziehen, bevor er einen Vertrag bis 2015 unterschreiben kann.

Die Wolfsburger wollen den Transfer zwar noch nicht bestätigen, geben inziwschen aber zumindest zu, dass sich die Vereine grundsätzlich einig sind.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Die Rahmendaten sind mit allen Beteiligten abgesprochen. Es sind aber noch Modalitäten zu klären. Es kann noch etwas dauern", sagte Pressesprecher Gerd Voss.

Rekordablöse für Wolfsburg

Die Ablösesumme soll 35 Millionen Euro betragen und setzt sich angeblich aus einem Fixbetrag von gut 31 Millionen Euro und einer erfolgsabhängigen Zulage von knapp vier Millionen Euro zusammen.

Damit würde der Transfer den Rahmen des bisherigen Bundesliga-Rekordgeschäfts sprengen. Der FC Bayern München hatte für Mario Gomez im Sommer 2009 gut 30 Millionen Euro an den VfB Stuttgart überwiesen.

"Wir haben uns auf eine Ablösesumme verständigt. Edin Dzeko ist ein Spieler, den alle Teams in Europa haben wollen", hatte City-Trainer Roberto Mancini bereits am Dienstag verkündet.

Lediglich über das Gehalt des Spielers sei noch keine Einigung erzielt worden, hieß es. Manchester soll dem Stürmer rund 116.000 Euro pro Woche geboten haben. Dzeko wollte offenbar mehr, die Rede war von zehn Millionen Euro brutto pro Jahr.

McClaren hakt Dzeko bereits ab

Während sich der VfL Wolfsburg bis zum Mittwoch mit Statements zum bevorstehenden Geschäft zurückhielt, äußerte sich Trainer Steve McClaren in der heimischen Presse recht eindeutig zum Abgang seines Top-Stürmers (zehn Saisontore in der Bundesliga).

"Ich wünsche ihm viel Glück und alles Gute und hoffe, dass er sich seinen Traum erfüllen kann. Er ist ein sehr guter Spieler, was sich auch im Preis widerspiegelt", sagte der Coach dem "Daily Mirror".

Mit City-Stürmer Carlos Tevez passe Dzeko hervorragend zusammen, versicherte McClaren, sagte aber auch: "Er ist ein guter Junge, aber er wird in der Premier League härter arbeiten müssen, als er es bisher getan hat."

Dzeko schweigt zur Zukunft

Manager Dieter Hoeneß konnte sich bislang nicht zur Causa äußern - der 58-Jährige ist derzeit erkrankt und deshalb nicht mit ins Trainingslager gereist.

VfL-Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz mauerte bislang: "Der Spieler gehört uns. Wir äußern uns, wenn wir eine Entscheidung getroffen haben und lassen uns nicht unter Druck setzen."

Dzeko selbst hinterließ in Marbella keinen überaus motivierten Eindruck auf dem Trainingsplatz. Am Dienstag brach er die Übungseinheiten wegen eines fiebrigen Infekts ab und trat frühzeitig die Rückreise ins Hotel an.

Real und Juve gehen leer aus

Seit Monaten sorgt das Hickhack um Dzeko beim VfL Wolfsburg für Störfeuer.

Der Bosnier machte spätestens nach Ende der vergangenen Saison keinen Hehl daraus, dass er die "Wölfe" verlassen wolle, um bei einem europäischen Top-Klub zu spielen.

Neben Manchester City hatten auch Real Madrid und Juventus Turin um die Gunst des Stürmers gebuhlt.

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