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Lukas Podolski kehrte 2009 von Bayern München zum 1. FC Köln zurück © getty

Der Stürmer begrüßt die Verpflichtung Finkes und das Festhalten an Schaefer. Die Hinrunde will Podolski aber "nicht schönreden".

Von Christian Stüwe

München - Noch im Herbst hatte sich Lukas Podolski sehr kritisch über den 1. FC Köln geäußert und für eine Menge Ärger am Geißbockheim gesorgt.

Damals bemängelte der Stürmer Stillstand im Verein, eine fehlende Strategie und vor allem die Einkaufspolitik des FC.

Viel hat sich seitdem in Köln getan. Trainer Zvonimir Soldo und Manager Michael Meier mussten gehen und wurden durch Frank Schaefer und Volker Finke ersetzt.

Nun meldet sich Podolski wieder zu Wort - und der Nationalstürmer ist mit den jüngsten Entwicklungen offenbar hochzufrieden.

"Die Verantwortlichen um Claus Horstmann, Wolfgang Overath und Jürgen Glowacz haben aus meiner Sicht in der letzten Zeit positive Dinge auf den Weg gebracht", sagte der 25-Jährige dem "Express".

Dass der Klub an Trainer Schaefer, der Podolski bereits in der Jugend trainierte, festhielt, überzeugte Podolski ebenso wie die Verpflichtung des neuen Sportdirektors Finke.

"Diesen Weg müssen wir gemeinsam mit den Fans gehen", erklärte Podolski und forderte eine Rückkehr zu alten Werten beim Traditionsklub.

"Meine Vision ist, dass wir wieder eine Truppe mit dem Geist von früher bekommen", sagte der Angreifer: "Den ein Icke Häßler, Toni Schumacher, Dirk Lottner oder andere Jungs vorgelebt haben. Diese Spieler haben für den FC alles getan."

"Spiele, die man nicht schönreden kann"

Denn trotz der für Podolski positiven Anzeichen schwebt der FC in akuter Abstiegsgefahr und belegt derzeit den Relegationsrang vor dem VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach.

Im DFB-Pokal mussten die Kölner im Achtelfinale die Segel gegen den Zweitligisten MSV Duisburg streichen.

Dass die Hinrunde alles andere als erfolgreich verlief, versucht Podolski auch gar nicht zu bestreiten.

"Es gab in der Hinrunde Spiele, die man natürlich nicht schönreden kann und darf", erklärte Podolski.

Vier Neue beim FC

Damit dies in der Rückrunde besser wird, schlug der FC in der Winterpause auf dem Transfermarkt kräftig zu.

Mit Torwart Michael Rensing, Christian Eichner, Tomoaki Makino und Slawomir Peszko wurden gleich vier neue Spieler verpflichtet.

Vor allem bei Ex-Bayern-Keeper Rensing und dem Polen Peszko hatte "Poldi" offenbar ein Wörtchen mitzureden.

"Zu beiden Jungs habe ich meine Meinung gesagt und deutlich gemacht, wie sehr und warum ich sie schätze", erklärte der Publikumsliebling des FC.

Probleme mit dem rechten Fuß

Zuletzt konnte Podolski allerdings nicht mit seinen Kollegen im Trainingslager in Belek trainieren.

Der Angreifer verspürte Schmerzen im Fuß und musste mit dem Training aussetzen.

Eine klare Diagnose gibt es noch nicht, die medizinische Abteilung gab sich abwartend.

Nun drückt ganz Köln die Daumen, dass der "Prinz" bald wieder trainieren kann, um zum Rückrundenstart am 16. Januar bei Aufsteiger Kaiserslautern in Bestform zu sein.

Kapitänsbinde für Podolski?

Dort könnte Podolski schon als neuer Kapitän des FC auflaufen. Im Trainingslager will Schaefer entscheiden, ob "Poldi" Youssef Mohamad in dieser Funktion beerben wird.

Podolski selber gibt sich aber ganz bescheiden.

"Natürlich wäre es eine Ehre für mich, Kapitän des 1. FC Köln zu sein", sagte er:

"Damit beschäftige ich mich derzeit aber nicht. Entscheidend ist doch, dass jeder einzelne auf dem Platz Verantwortung übernehmen muss - unabhängig von der Kapitänsbinde."

Podolski versucht, den von ihm eingeforderten Teamgeist vorzuleben.

Die unruhigen Tage in der Domstadt sollen endlich ein Ende haben.

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