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Demba Ba wechselte 2007 nach Hoffenheim und erzielte in 67 Ligaspielen 25 Tore © getty

Der Stürmer weigert sich ins Trainingslager zu fliegen, Tanner kündigt Konsequenzen an. Ex-Spieler Eduardo kritisiert Rangnick.

Hoffenheim - Der Ausverkauf der Starspieler bei 1899 Hoffenheim könnte nach dem Wechsel von Luiz Gustavo zum FC Bayern weitergehen.

Demba Ba hat ein Angebot vom englischen Premier-League-Klub West Ham United vorliegen.

Wegen der Unruhe bei den Kraichgauern nach der Entlassung von Trainer Ralf Rangnick ist Ba offenbar zu einem Wechsel bereit und anscheinend in den Streik getreten.

Der 25-Jährige verweigert seit Montag wegen verschiedener Angebote aus der Premier League die Reise nach Spanien ins Trainingslager, West Ham soll rund sieben Millionen Euro Ablöse bieten.

"Demba würde gern in die Premier League wechseln"

"Demba würde natürlich gerne in die Premier League wechseln, das ist kein Geheimnis", sagte Bas Berater Ran Ronen am Dienstag dem Internetportal "1899aktuell.de".

Am Montag habe es verschiedene Andeutungen gegeben, dass der Wechsel klappt.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Innerhalb von 20 Minuten ging es hin und her. Die Mannschaft ist dann ins Trainingslager geflogen und wir haben entschieden, dass Demba noch hier bleibt, um den Tag abzuwarten", so Ronen weiter.

Ba bleibt stur

Auch am Dienstag reiste Ba nicht ins Trainingslager der Hoffenheimer nach La Manga nach.

"Er hat sich trotz Aufforderung von mir und der Geschäftsführung geweigert mitzufliegen", sagte 1899-Manager Ernst Tanner der "Bild". Der Senegalese will so offensichtlich seine Freigabe für einen Wechsel erzwingen.

Auch Tottenham Hotspur und Europa-League-Finalist FC Fulham sollen Interesse signalisiert haben.

Bas Berater bleibt aber skeptisch. Im Moment sehe es nicht nach einem Wechsel aus. "West Ham hat zwar ein Angebot gemacht, aber es ist nicht so, dass Hoffenheim darauf im Moment eingehen kann und wird", sagt Ronen.

Manager kündigt Konsequenzen an

Bereits im Sommer 2009 hatte Ba versucht, einen Wechsel zum VfB Stuttgart zu provozieren.

"Die Art und Weise, wie der Spieler nun zum zweiten Mal versucht, Druck auf seinen Arbeitgeber auszuüben, ist wohl einmalig in der Bundesliga", kritisiert Manager Ernst Tanner den Stürmer.

Er kündigt rechtliche Konsequenzen an: "Ich habe ihm gesagt, dass er mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Dass er eine Geldstrafe oder fristlose Kündigung bekommt, ohne aber für einen anderen Verein spielen zu dürfen." Sein Verhalten sei gegenüber seinem Arbeitgeber und seinen Mannschaftskollegen nicht zu tolerieren.

Eduardo kritisiert Rangnick

Die Unruhe in Hoffenheim wird zudem noch durch Carlos Eduardo gesteigert. Denn der frühere Hoffenheimer wirft seinem Ex-Trainer Ralf Rangnick Feigheit vor.

Der Brasilianer war vor der Saison für rund 20 Millionen Euro zum russischen Meister Rubin Kasan gewechselt.

"Es war unfair von einigen in Hoffenheim, mich nach meinem Wechsel in so einem negativen Licht stehen zu lassen", sagte Eduardo der "Sport Bild".

"Ich habe nie jemandem etwas getan un dalles gegeben. Doch keiner wollte mir etwas ins Gesicht sagen, stattdessen redeten sie nur hintenherum über mich."

"Beck war nur das Sprachrohr von Ralf Rangnick

Auch an Hoffenheims Kapitän Andreas Beck, der damals ebenso wie Ralf Rangnick Kritik am Mittelfeldspieler geübt hatten, ließ er kein gutes Haar.

"Andreas Beck war nur das Sprachrohr von Ralf Rangnick. Ich bin von ihm, ein paar anderen und dem Trainer enttäuscht."

Seiner Ansicht nach habe Rangnick ein Problem mit Profis, die eine eigene Meinung haben. "Er liebt Ja-Sager", behauptet Eduardo.

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