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Mario Gomez gewann in der Vorsaison mit Bayern das Double © getty

Mario Gomez hat sich viel vorgenommen für die Rückrunde. Bei SPORT1 spricht er über seine Ziele und Titel-Konkurrent Dortmund.

Doha/München - Mario Gomez hat einen bemerkenswerten Herbst hinter sich. Allein in der Bundesliga hat der Nationalstürmer bisher zwölf Tore erzielt.

Auch in der Champions League und im DFB-Pokal half er, die zu Saisonbeginn großen Sturmprobleme der Bayern zu beheben.

Obwohl anfangs nur Ergänzungsspieler, ist der 25-Jährige mittlerweile nicht mehr aus der Mannschaft von Trainer Louis van Gaal wegzudenken.

Im Exklusiv-Interview mit Bundesliga Aktuell-Chefreporter Christian Ortlepp spricht Gomez im Trainingslager in Doha über seinen Gesundheitszustand nach der Wadenverletzung und die Ziele für die Rückrunde.

Zudem geht der Bayern-Stürmer auf die Titelchance ein sowie die Gefahren im Abstiegskampf für seinen ehemaligen Verein VfB Stuttgart.

Mario Gomez über...

seine Verletzung:

"Ich konnte trainieren, allerdings abseits der Mannschaft. Ich konnte aber sehr intensiv und sehr gut trainieren. Ich habe keine Probleme und keine Schmerzen mehr. Aber ich werde jetzt Schritt für Schritt aufgebaut, damit ich in den nächsten Tagen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann."

den Zeitpunkt seiner Rückkehr:

"Einen Plan gibt es nicht. Wenn es gut ist, trainiere ich wieder mit. Wenn ich soweit bin, dass ich wieder alles zu 100 Prozent machen kann, dann trainiere ich wieder mit. Ob das jetzt noch in Doha ist oder erst, wenn wir zurück in München sind, das spielt für mich keine große Rolle. Ich bin da sehr entspannt und will, dass es komplett ausgeheilt ist."

seine Einsatzchance gegen Wolfsburg:

"Die Einstellung vom Trainer ist so, dass jeder Spieler spielfit sein muss, und ich werde schon spielfit sein. Ich war jetzt nicht wochenlang verletzt, sondern hatte eine Woche, in der ich nichts machen konnte ? da war aber sowieso Urlaub. Deswegen war es Glück im Unglück und jetzt bin ich wieder voll im Saft. Ich werde topfit sein, wenn es wieder losgeht."

[kaltura id="0_ddyj1ir4" class="full_size" title="Gomez glaubt an den Titel"]

die Chance, noch Meister zu werden:

"Das ist unser Ziel und das ist die Hoffnung. Auch wenn der Weg sehr weit ist. Wir wissen, wenn Dortmund nicht allzu viel herschenkt, werden sie es machen. Aber es ist nach wie vor theoretisch möglich und solange glauben wir auch daran. Ich persönlich setze mir nie eine Marke, sondern versuche, immer mein bestes zu geben. Wenn ich fit bin und gut spiele und wieder so gut bedient werde wie in der Vorrunde, dann werde ich wieder viele Tore machen. Wie viele es am Ende werden, ist egal, Hauptsache wir holen wieder den ein oder anderen Titel."

van Bommels Optimismus:

"Jetzt muss ich vorsichtig sein. Herr Watzke hat Mark van Bommel ja schon als arrogant abgestempelt, weil der gesagt hat, dass es nur elf Punkte Rückstand sind, da wir ja zuhause gegen Dortmund gewinnen. Soweit bin ich noch nicht ? wir müssen das Spiel erstmal gewinnen. Das wird sehr schwierig, aber wir spielen zuhause und wollen auch diese drei Punkte. Deswegen glaube ich schon, dass es noch möglich ist. Dortmund hat in der Hinserie 14 Punkte mehr als wir geholt, warum sollen wir es nicht schaffen, in der Rückserie 14 Punkte mehr als Dortmund zu holen."

Dortmunds Konstanz:

"Nein, straucheln kann man in jedem Spiel. Es ist in diesem Jahr alles möglich in der Bundesliga. Dortmund war die einzige Mannschaft, die konstant gespielt hat. Es gab in der Hinrunde ja etliche Mannschaften, die Spiele gewonnen haben, die man nicht erwartet hat. Die haben jetzt sehr viele Punkte und vor der Saison hat keiner damit gerechnet. Dortmund war davon nicht betroffen, aber vielleicht werden sie in der Rückrunde das ein oder andere Spiel verlieren ? und dann müssen wir da sein."

das Minimalziel Platz zwei:

"Ja natürlich, aber da ist unser Abstand nicht so groß. Und der Anspruch von Bayern München muss sein, diese Mannschaften einzuholen. Dortmund können wir nur mit Hilfe der anderen einholen, aber die anderen Teams können wir auch aus eigener Kraft noch überholen. Wenn es am Ende Platz Zwei ist und Dortmund so weiterspielt wie in der Hinrunde, dann muss man auch neidlos anerkennen, dass sie die besseren waren. Aber soweit ist es noch lange nicht."

die Aussichten des VfB Stuttgart im Abstiegskampf:

"Ich hoffe es natürlich, auch für meine Freunde im Team. Wir sind in Kontakt und ich wünsche Ihnen natürlich, dass sie den Klassenerhalt schaffen. Sie haben viel Qualität, aber sie müssen natürlich auch aufpassen. Hertha BSC ist am Ende auch abgestiegen, was niemand geglaubt hätte. Das muss ein warnendes Beispiel sein."

die Vergleiche mit Edin Dzeko, der zu Manchester City gewechselt ist:

"Unser Boss hat ja gesagt, dass man gewisse Themen gelassener sehen sollte und nicht immer spekulieren sollte. Es ist bei einem Klub wie Bayern München natürlich so, dass große Spieler immer ins Gespräch gebracht werden. Das ist ganz normal, aber das ist für mich kein Problem. Ich sehe mich auf einer Stufe mit Edin und hätte auch kein Problem damit, wenn er gekommen wäre."

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