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Hannovers Innenverteidiger Mario Eggimann (r.) gewinnt das Kopfballduell gegen Miciel © getty

Zwei Torwartfehler führen in einem schwachen Spiel zu einem Remis, dass weder Hannover noch Bochum wirklich weiterhilft.

Hannover - Stillstand im Tabellenkeller: Hannover 96 und der VfL Bochum haben sich zum Auftakt des 13. Spieltages der Bundesliga beim 1:1 (0:0) gegenseitig die Punkte abgenommen und jeweils den Sprung aus der Gefahrenzone verpasst.

Dabei spielten beide Torhüter die unrühmliche Hauptrolle.

Vor dem 1:0 von Jan Schlaudraff (62.) faustete Daniel Fernandes einen Eckball direkt auf den Fuß des Torschützen.

Den Ausgleich besorgte nur drei Minuten später 96-Torwart Florian Fromlowitz mit einem Eigentor. Der Vertreter von Robert Enke lenkte eine Flanke von Paul Freier ins Netz, statt sie abzuwehren.

"Das Tor geht ganz klar auf meine Kappe", erklärte Fromlowitz (Spielerportrait) nach dem Spiel.

"Waren viel zu passiv"

"Wir haben kein gutes Spiel gemacht, waren in der ersten Halbzeit viel zu passiv. Dann kamen wir besser aus der Pause und gingen in Führung. Über den Ausgleich brauchen wir nicht zu reden. Momentan kommt einfach alles zusammen", sagte 96-Trainer Dieter Hecking nach dem am Ende schmeichelhaften Remis.

Auch sein Bochumer Kollege war mit dem Punkt nicht zufrieden. "Wir haben einfach die Tore nicht gemacht, obwohl wir auswärts so viele Chancen wie noch nie in dieser Saison herausgespielt haben. Das ist natürlich ärgerlich", sagte der Schweizer, der von Schiedsrichter Michael Kempter wegen wiederholten Reklamierens in der 82. Minute auf die Tribüne geschickt worden war.

Der mittlerweile neunmal nacheinander sieglose VfL konnte immerhin durch das verdiente vierte Auswärts-Unentschieden vor 30.827 Zuschauern zumindest bis Samstag den Relegationsplatz 16 verlassen (Ergebnisse und Tabelle).

Fans pfeifen 96 aus

Die Gastgeber bleiben durch den verfehlten vierten Heimsieg auf Platz 13 stehen und mussten sich am Ende Pfiffe ihrer enttäuschten Anhänger anhören.

Bei beiden Teams klaffen Anspruch und Wirklichkeit aber weiterhin weit auseinander.

Beide Mannschaften suchten in der wichtigen Partie von Beginn an die Offensive. Auch die Gäste traten mit viel Selbstvertrauen auf.

Fahrenhorst muss früh raus

Die Negativserie war ihnen nicht anzumerken. Die Hintermannschaft der Niedersachsen wirkte keinesfalls sattelfest, zumal bereits in der 18. Minute Innenverteidiger Frank Fahrenhorst mit einer Risswunde am Oberschenkel ausgewechselt werden musste.

Die Personalsorgen von Trainer Dieter Hecking haben sich damit noch weiter vergrößert. Gegen Bochum fehlten bereits sechs verletzte oder gesperrte Stammspieler. (Der Kader)

Gute Gelegenheiten vertändelt

Dennoch dominierten die Gastgeber in der Anfangsphase. Mikael Forssell (10.), der wieder den Vorzug vor Mike Hanke erhielt, und Christian Schulz (12.) vertändelten jedoch gute Gelegenheiten im Strafraum.

Der VfL übernahm nach einer Viertelstunde das Kommando und hatte gute Chancen, in Führung zu gehen.

Zunächst scheiterte Marcin Mieciel mit einem Kopfball an Fromlowitz (27.), anschließend schoss Freier freistehend über das Tor (29.).

Hashemian scheitert an Fromlowitz

Die größte Gelegenheit vergab in der 33. Minute der Ex-Hannoveraner Vahid Hashemian, der nach einem Fehler von Christian Schulz völlig frei zum Schuss kam, aus 12 Metern aber an Fromlowitz scheiterte.

Nach dem Wechsel hatte zunächst Hannover die größte Torchance.

Schlaudraff schoss aus 12 Metern aber freistehend am Tor vorbei.

Überraschende Führung

Die Führung der "Roten" fiel dennoch überraschend, weil der VfL weiterhin sehr gut eingestellt war und insbesondere im Mittelfeld Vorteile hatte.

Nach dem geschenkten Ausgleich waren die Gäste dem Siegtor näher.

Szabolcs Huszti und Schlaudraff gefielen bei der insgesamt enttäuschenden 96-Mannschaft noch am besten. Freier und Christoph Dabrowski ragten beim VfL Bochum heraus.

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