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Vedad Ibisevic sorgte für die Hoffenheimer Führung © getty

Der Aufsteiger lässt sich von der jüngsten Niederlage in Berlin nicht beirren und feiert gegen Wolfsburg den nächsten Heimerfolg.

Mannheim - Überraschungs-Aufsteiger 1899 Hoffenheim hat den Rückschlag vom vergangenen Sonntag gut verkraftet und sorgt weiter für Furore in der Bundesliga.

Sechs Tage nach der 0:1-Niederlage bei Hertha BSC Berlin setzte sich der Neuling am 13. Spieltag 3:2 (2:2) gegen den auswärts weiter sieglosen VfL Wolfsburg durch und feierte damit den fünften Heimsieg in Serie.

Top-Torjäger Vedad Ibisevic (23.), Spielmacher Carlos Eduardo (37.) und Chinedu Obasi (69.) trafen für Hoffenheim, das Rang zwei hinter Bayer Leverkusen erfolgreich verteidigte. Der Brasilianer Grafite (27.) und Edin Dzeko (41.) waren für die Gäste erfolgreich.

Magath: "Haben unseren Beitrag geleistet"

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick zeigte sich hinterher eleichtert: "Der Sieg war sicher ein bisschen glücklich. Es war ein spannendes und packendes Spiel, das von beiden Seiten mit viel Engagement geführt wurde und bis zur letzten Sekunde auf Messers Schneide stand."

Auch Felix Magath betonte die Attraktivität des Spiels trotz des negativen Ende für sein Wolfsburger Team: "Wir haben unseren Beitrag zu einem hochinteressanten Spiel geleistet. Wir waren gute Gäste und haben uns ordentlich verkauft. Hoffenheim war aber die etwas aktivere Mannschaft und hat deshalb nicht unverdient gewonnen."

Hoffenheim tonangebend

Vor 26.300 Zuschauern im zum siebten Mal in Folge ausverkauften Mannheimer Carl-Benz-Stadion waren die Gastgeber in den ersten Minuten klar tonangebend und hatten bereits nach sieben Minuten die erste gute Gelegenheit, die Ibisevic aber nicht verwerten konnte.

Kurz darauf war es erneut der Bosnier, der nach einer gelungenen Kombination der Hoffenheimer die Führung auf dem Fuß hatte (15.).

Fünfer-Abwehrkette bei den Wölfen

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der seine neuen Schützlinge Marvin Compper, Tobias Weis (beide Hoffenheim) und Marcel Schäfer (Wolfsburg) unter die Lupe nahm, war von den Gästen zunächst kaum etwas zu sehen.

Wesentlichen Anteil am defensiven Auftritt der Gäste hatte Trainer Felix Magath, der eine fünf Mann starke Abwerkette auflaufen ließ, um die Hoffenheimer Tormaschine zu stoppen.

Ibisevic trifft zum 14. Mal

Die Strategie Magaths blieb allerdings ohne Erfolg, da sich Ibisevic die dritte Chance nicht nehmen ließ und sein 14. Saisontor erzielte. Nur drei Minuten später vergab der Angreifer allerdings die Möglichkeit zum Ausbau der Führung (26.).

Diese Nachlässigkeit und eine Unachtsamkeit der Hoffenheimer Abwehr bestrafte Grafite mit seinem neunten Saisontreffer.

Torwartfehler von Haas

Die Platzherren waren vom überraschenden Ausgleich der Wolfsburger aber nur kurz geschockt und gingen durch einen verwandelten Freistoß von Eduardo wieder in Führung. Die Antwort der Gäste ließ wiederum nicht lange auf sich warten.

Dzeko nutzte die zweite Chance der effizienten Wölfe zum zweiten Tor.

Der Bosnier profitierte bei seinem Treffer von einem Fehler des Hoffenheimer Torwarts Daniel Haas.

Carlos Eduardo stark

Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Hoffenheimer zwar um die erneute Führung, große Chancen konnten sich die Kraichgauer aber zunächst nicht erarbeiten. Die Wolfsburger konzentrierten sich weiter auf die Abwehrarbeit und lauerten auf Konter.

Den Treffer erzielten aber die Hoffenheimer.

Beste Spieler auf Seiten der Gastgeber waren der agile Eduardo und der Nigerianer Obasi. Auf Seiten der Wolfsburger konnten vor allem Spielmacher Zvjezdan Misimovic und der Japaner Makoto Hasebe überzeugen.

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