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Der Senegalese Demba Ba spielt seit 2007 bei 1899 Hoffenheim © getty

Hoffenheim Mäzen Hopp könnte sich vorstellen, den meuternden Stürmer bis zum Ende der Vertragslaufzeit versauern zu lassen.

Hoffenheim - Transfer oder Tribüne: Der Streik von Demba Ba könnte für den Stürmer von 1899 Hoffenheim zum Eigentor werden.

Die Chefetage des Klubs erwägt, Ba bis zu dessen Vertragsende 2013 auf der Tribüne schmoren zu lassen, falls kein akzeptables Angebot für den 25-Jährigen eingeht.

"Ich habe gewisse Sympathien für den Gedanken, jetzt bis zur letzten Konsequenz hart zu bleiben. Doch ich überlasse die Entscheidung unserem Manager Ernst Tanner", sagte Mäzen Dietmar Hopp der "Rhein-Neckar-Zeitung".

Tanner will sich alle Optionen offen halten und sieht den Klub am längeren Hebel. "Demba Ba spielt mit seiner Karriere. Er hat uns die Pistole auf die Brust gesetzt. Doch wir bestimmen das Handeln", sagte der Manager.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Babel für Ba?

Das erste Angebot des englischen Premier-League-Letzten West Ham United, zu dem Ba unbedingt wechseln möchte, lehnte Tanner ab. "Sechs, sieben Millionen Euro reichen nicht", sagte der Manager, der bereits "weltweit" einen Ersatz für Ba sucht.

Nach Informationen des niederländischen Fußball-Magazins "Voetbal International" soll Ryan Babel vom englischen Rekordmeister FC Liverpool ein Kandidat sein.

Hoffenheim fordert anscheinend einen zweistelligen Millionenbetrag für Ba. Der russische Meister Rubin Kasan soll im vergangenen Jahr 15 Millionen Euro geboten haben. Sollten die Londoner diese Summe nicht aufbringen, steht Bas Zukunft in den Sternen.

Unbedingt nach London

Schließlich will der Torjäger, der die Reise ins Trainingslager nach La Manga/Spanien seit Montag verweigert, unbedingt in die englische Hauptstadt wechseln. In London lebt die Familie des Spielers, der schon im Sommer 2009 einen Transfer zum VfB Stuttgart provozieren wollte.

Ba, der sich bereits in England aufhält, hatte am Donnerstag erklärt, die Hoffenheimer Verantwortlichen hätten ihm den Wechsel nach London versprochen.

Er streike nur, weil der Klub dieses Versprechen gebrochen habe. Dem hatte Tanner vehement widersprochen.

Hopp bleibt seiner Linie treu

Trotz der Turbulenzen um Ba, dem Verkauf von Luiz Gustavo zu Bayern München und der Trennung von Trainer Ralf Rangnick will Hopp sein Projekt in Hoffenheim voranbingen.

"Ich hege und pflege mein Baby nicht, um es jetzt unattraktiv werden zu lassen", sagte der Milliardär: "Ich werde weiterhin Geld einschießen. Allerdings nur so viel und so lange, wie es den Regeln des Financial Fairplay der UEFA entspricht."

Pezzaiuoli mit Machtwort

Um den Domino-Effekt bei den Abgängen zu stoppen, sprach der neue Coach Marco Pezzaiuoli ein erstes Machtwort. "Wir geben keinen Spieler mehr ab", sagte Rangnicks Nachfolger.

Damit ist ein Wechsel des Innenverteidigers Matthias Jaissle, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, zum Hamburger SV wohl vom Tisch. "Wir wollen mit Matthias verlängern", sagte Pezzaiuoli.

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