vergrößernverkleinern
Stürmer Lukas Podolski (r.) spielt seit 2009 wieder beim 1. FC Köln © getty

Nach 2005 ist Lukas Podolski wieder Kapitän des 1. FC Köln. Trainer Frank Schaefer lobt den Nationalspieler überschwänglich.

Köln - Der Kapitän saß auf dem Trockenen.

Die erste Begegnung als offizieller Spielführer des 1. FC Köln erlebte Lukas Podolski auf der Bank.

Milivoje Novakovic trug am Donnerstagabend beim Antalya-Cup in der Türkei (das Video) die Binde, die künftig Podolski beflügeln soll.

"Prinz Poldi" hat beim 1. FC Köln das Zepter übernommen.

"Es ist eine große Ehre für mich, das Amt des Kapitäns zu übernehmen. Es ist eine große Herausforderung für mich, diesen Verein und diese Mannschaft jetzt als Kapitän zu führen", sagte Podolski, der seine zweite Amtszeit antritt.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

2005/06 trug er vor seinem Wechsel zum FC Bayern die Kapitänsbinde - mit sehr mäßigem Erfolg: Der FC stieg ab.

Mit Erfahrung den Klassenerhalt schaffen

Diesmal soll alles besser werden. Heinz Flohe war FC-Kapitän, Toni Schumacher, Klaus Allofs. Nun ist es Lukas Podolski.

"Mit ihm haben wir die ideale Lösung gefunden, Das ist der nächste Schritt für ihn", sagte Trainer Frank Schaefer, der Youssef Mohamad das Amt entziehen musste. "Dodo hat ganz professionell reagiert", berichtet Schaefer.

Podolski soll mit seiner Erfahrung aus 83 Länderspielen ein runderneuertes Team zum Klassenerhalt führen. "Er hat vier Turniere gespielt. Lukas bringt mit seiner Kraft und der Erfahrung, die er schon hat, großes Potenzial für dieses Amt mit", sagte Schaefer.

[kaltura id="0_ejue6ucr" class="full_size" title=" Lukas ist der richtige Mann "]

"Wir brauchen Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe"

Das Profil hat der Trainer klar vorgegeben. "Beim Amt des Kapitäns geht es darum, eine Mannschaft zu führen und erste Anlaufstelle für das Trainerteam zu sein."

Eine Anlaufstelle, ein einigendes Element hat der dreimalige deutsche Meister auch bitter nötig, war der FC doch in der Hinrunde alles andere als eine Einheit.

Die Alleingänge von Spielern wie Faryd Mondragon und Adil Chihi, die Trennung von Trainer Zvonimir Soldo, die öffentliche Kritik Podolskis. "Was wir jetzt brauchen, ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe", polterte Präsident Wolfgang Overath.

Drei Neue in der Startelf

Für die soll nun das sportliche Aushängeschild sorgen. Podolski muss schnellstens handeln, um aus dem Kölner Ego-Ensemble eine eingespielte und eingeschworene Einheit zu formen.

Gleich drei neue Spieler dürften zum Auftakt in der Startelf stehen: Torhüter Michael Rensing, Linksverteidiger Christian Eichner und Mittelfeldmann Slawomir Peszko. Nach dem Asien-Cup kommt in Tomoaki Makino wohl ein vierter hinzu.

Einen erneuten Abstieg kann sich der FC kaum leisten, wirtschaftlich wie sportlich. "Der Erhalt der Erstliga-Zugehörigkeit hat absolute Priorität", mahnt der neue Sportdirektor Volker Finke.

Und "Käpt'n Poldi" soll es richten.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel