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Edin Dzeko wechselte 2007 von FK Teplice zu den "Wölfen" © getty

Nach langem Hickhack ist der Wechsel von Wolfsburg in die Premier League in trockenen Tüchern: Dzeko erwartet ein Mega-Salär.

München - Nach monatelangem Hickhack ist das Wechsel-Theater um Edin Dzeko beendet.

Der Stürmer geht vom VfL Wolfsburg für eine Rekord-Ablösesumme zwischen 31 und 35 Millionen Euro zu Manchester City in die Premier League und hat bei den "Citizens" einen Vertrag bis 2015 unterschrieben.

Das teilten die Engländer am späten Freitagabend mit. Das Ringen um den 24-Jährigen hatte täglich für Schlagzeilen gesorgt.

Bis zuletzt herrschte Uneinigkeit über die Ratenzahlung für die Ablösesumme sowie über das Gehalt des Bosniers, das zwischen sieben und zehn Millionen Euro brutto pro Jahr liegen soll.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Citizens" rüsten sich für den Titel

City strebt mit Dzeko zu hohen Zielen. Dank der Millionen von Scheich Mansour bin Zayed al-Nahyan ist in diesem Jahr sogar der erste Meistertitel seit 1968 möglich.

Als Tabellenzweiter mit zwei Punkten Rückstand auf Stadtrivale ManU liegt ManCity aussichtsreich im Rennen.

Zuvor hatte der Klub bereits Top-Spieler wie Carlos Tevez sowie Nigel de Jong und Jerome Boateng vom Hamburger SV eingekauft.

Der Kapitän geht von Bord

Dzeko hatte seit Monaten seinen Abschied aus Wolfsburg betrieben. Spätestens nach dem Abgang von Spielmacher Zvjezdan Misimovic Ende August 2010 war der Stürmer aus Sarajewo unzufrieden und teilte das auch regelmäßig mit.

Neben City waren Real Madrid und Juventus Turin lange interessiert. Im vergangenen Sommer hätte Dzeko für eine festgeschriebene Ablösesumme von 40 Millionen Euro wechseln können.

Obwohl Dzeko zu Saisonbeginn von Manager Dieter Hoeneß zum Kapitän ernannt wurde, konnte der Bosnier die sportliche Talfahrt der "Wölfe" nicht bremsen.

Dzeko geht, McClaren bleibt

Nach einer verkorksten Hinrunde steht der Werksklub nur auf Rang 13. Das peinliche Aus im DFB-Pokal kurz vor Weihnachten gegen Zweitligist Energie Cottbus war der vorläufige sportliche Tiefpunkt.

Der Klub musste handeln. Trainer Steve McClaren erhielt das Vertrauen. Dafür trennte man sich nun von Dzeko und leitete damit den erforderlichen Neuanfang ein.

Trotz der vielen Probleme in den letzten Monaten hat Dzeko beim VfL seinen Platz in den Annalen sicher.

Vom Nobody zum Superstar

Zwei Jahre, nachdem er 2007 aus Teplice für 2,5 Millionen Euro Ablöse als Nobody in Wolfsburg anheuerte, führte er den VfL 2009 an der Seite seines damals kongenialen Sturmkollegen Grafite zum Meistertitel.

In der vergangenen Saison wurde der Bosnier Torschützenkönig (22 Tore) und ist mit 66 Toren in 111 Bundesliga-Spielen Rekordtorschütze der Niedersachsen.

[kaltura id="0_3j0ep2y7" class="full_size" title="Barzagli vor Abschied"]

Unklar ist nun, wie der ambitionierte Werksklub von Europas größtem Autobauer den Verlust kompensieren und die riesige Summe investieren will.

VfL sucht Verstärkungen

"Wir werden in diesem Winter nicht mit dem Kescher losziehen und Spieler kaufen", sagte Hoeneß.

In Kontakt sollen die Wolfsburger mit Eljero Elia (Hamburger SV), Marko Arnautovic (Werder Bremen) und Srdjan Lakic (1. FC Kaiserslautern) stehen.

Auch Verstärkungen für das defensive Mittelfeld sind offenbar vorgesehen. Dafür stehen angeblich Mark van Bommel (Bayern München) und Mohamed Sissoko (Juventus Turin) auf dem Wunschzettel.

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