vergrößernverkleinern
Arjen Robben (r.) eroberte mit dem Bayern in der Vorsaison das Double © getty

Eine Woche vor dem Rückrundenstart lassen die Münchner gegen Al Wakrah wenig zu wünschen übrig und siegen verdient.

Von Stefan Missy

München/Doha - Der FC Bayern hat sich standesgemäß vom Trainingslager in Katar verabschiedet.

Mit einem verdienten 4:0 (0:0) gegen den zweimaligen Landesmeister Al Wakrah feierten die Münchner eine gelungene Generalprobe für den Rückrundenstart beim VfL Wolfsburg (Samstag, ab 15 Uhr im LIVE-TICKER).

Während Philipp Lahm von Trainer Louis van Gaal eine Pause verordnet bekam, durfte der wiedergenesene Arjen Robben ebenso 45 Minuten Spielpraxis sammeln wie Winter-Neuzugang Luiz Gustavo (334398DIASHOW: Bayern wirbelt in der Wüste).

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Comeback für Robben

Und beide fügten sich bestens ein: Robben war ein Aktivposten auf der rechten Seite, wirkte nach seiner monatelangen Verletzungspause durchaus spritzig und suchte das Dribbling.

Gemeinsam mit seinem Gegenpart auf dem linken Flügel, dem agilen Franck Ribery, sorgte der Niederländer mehrfach für Alarmstimmung im Strafraum der Wüstensöhne.

Nach 231 Tagen gab Robben sein Comeback. Er war zuletzt am 22. Mai 2010 beim 0:2 im Finale der Champions League gegen Inter Mailand für den FCB aufgelaufen, ehe ihn nach der WM eine langwierige Oberschenkelverletzung bremste.

Mit seinem ersten Einsatz nach der langen Pause war der 26-Jährige zufrieden und sagte nach der Partie: "Es war super wieder auf dem Platz zu stehen."

Debüt für Gustavo

Auch Gustavo wusste in seiner Rolle als linker Außenverteidiger zu gefallen, gab sich defensiv gewohnt kompromisslos und legte selbst immer wieder den Vorwärtsgang an.

Schon nach zwölf Minuten versenkte Miroslav Klose eine schöne Flanke des Brasilianers zur vermeintlichen Führung, der der Schiedsrichter aber aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigerte.

Vier Minuten später schloss Ribery ein Solo mit einem satten Linksschuss an den Pfosten ab.

Kraft wenig geprüft

Auf der Gegenseite wurde Thomas Kraft nur selten geprüft. Bei den wenigen Vorstößen von Al Wakrah zeigte sich die neue Nummer eins der Bayern allerdings stets auf der Höhe, musste zur Pause aber dennoch für Jörg Butt weichen.

Trotz guter Ansätze mussten sich die Münchner mit dem ersten Tor jedoch bis nach dem Seitenwechsel gedulden.

Nach 55 Minuten nutzte Thomas Müller, der mit Robben und Ribery immer wieder die Positionen tauschte, dann einen kapitalen Abwehrschnitzer der Hausherren und schob eiskalt zum 1:0 ein.

Kurz danach setzte der Nationalspieler einen Drehschuss aus elf Metern an den linken Innenpfosten.

Müller bricht den Bann

Die Bayern ließen Ball und Gegner nun gut laufen und machten weiter Druck.

[kaltura id="0_8q8mns15" class="full_size" title="Krafts gro e Stunde "]

Im Anschluss an eine Ecke von rechts war Bastian Schweinsteiger zur Stelle und schob zum 2:0 ein (67.)

Kurz darauf setzte Müller den eingewechselten Daniel van Buyten mit einer flachen Hereingabe im Strafraum in Szene und der Belgier musste nur den Fuß hinhalten - das 3:0 (71.).

Positive Eindrücke überwiegen

Der Widerstand der Kataris war spätestens jetzt gebrochen. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff sorgte Hamit Altintop mit einem wuchtigen Rechtsschuss in den Winkel für den Endstand.

Unter dem Strich kann der FCB mit diesem Test zufrieden sein: Robben hat sich zurückgemeldet und Ribery ist in Spiellaune.

Und Kraft kann dem Druck der Torwartdiskussion augenscheinlich standhalten.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel