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Klaus Allofs schoss in 424 Bundesligaspielen 177 Tore © imago

Nach der Testspiel-Klatsche gegen Duisburg fordert Sportchef Allofs mehr Einsatz. Frings warnt vor dem drohenden Abstiegskampf.

Belek - Neues Jahr, alte Probleme: Eine Woche vor dem Rückrundenstart ist Werder Bremen von einer erfolgreichen Krisenbewältigung weiter entfernt denn je.

Die 1:4-Pleite bei einem Testspiel im türkischen Belek gegen den MSV Duisburg brachte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs mächtig in Rage: "Was die Mannschaft gezeigt hat, war zu wenig, damit kann man nicht zufrieden sein. Es ist das Mindeste, sich zu wehren."

Dass gegen Duisburg vor 200 Zuschauern im IC Santai-Sportpark mit Kapitän Torsten Frings sowie den Nationalspielern Per Mertesacker, Marko Marin, Claudio Pizarro und Marko Arnautovic gleich fünf Stammkräfte geschont wurden, ließ Allofs dabei als Entschuldigung nicht gelten.

"Auch die Akteure, die auf dem Platz standen, sind Spieler, die Ansprüche stellen", verdeutlichte der Bremer Sportdirektor.

Avdic ohne nennenswerte Aktion

Niemand aus dem B-Team konnte sich für die Stammformation empfehlen.

Es war bezeichnend, dass ausgerechnet dem nahezu ausgemusterten Ergänzungsspieler Said Husejinovic in der 60. Minute der einzige Treffer für den Bundesliga-14. gelang.(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Ohne jede Durchschlagskraft agierte auch der für den zu Besiktas Istanbul transferierten Portugiesen Hugo Almeida an die Weser geholte Denni Avdic.(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Der Schwede hatte gegen den Zweitliga-Fünften in der ersten Halbzeit keine nennenswerte Aktion und blieb nach dem Seitenwechsel in der Kabine.

Über den 22-Jährigen mochte Allofs aber nicht den Stab brechen: "Wir haben ihn ja nicht als Heilsbringer verpflichtet. Er hatte es schwer, in dieser Mannschaft gut zur Geltung zu kommen."

[kaltura id="0_4ohdg65d" class="full_size" title="Allofs Wir m ssen den Kopf hoch nehmen "]

Borowski sammelt Spielpraxis

Zumindest erste Spielpraxis sammelte im Mittelfeld der lange verletzte Ex-Nationalspieler Tim Borowski.

Andere bewährte Profis werden Trainer Thomas Schaaf auch beim Auftaktspiel der Rückserie am Samstag (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) gegen 1899 Hoffenheim noch fehlen.

Innenverteidiger Naldo (Knieprobleme) droht ein Ausfall bis zum Saisonende, sein brasilianischer Landsmann Wesley steht verletzungsbedingt ebenfalls noch nicht zur Verfügung. Gleiches gilt für Außenverteidiger Sebastian Boenisch (Knie-OP).

Frings betont Ernst der Lage

Angesichts der aktuellen Misere warnte Kapitän Frings davor, die Abstiegsgefahr zu unterschätzen: "Wir sind in einer Situation, die man nicht zu locker nehmen darf."

Die Mannschaft habe in der Hinrunde nicht ihr Potenzial abgerufen. "Wer das jetzt nicht verstanden hat, den wollen wir hier nicht mehr haben."

Das Trainigslager stimmte Frings aber positiv: "Wir arbeiten hier sehr intensiv und konzentriert. Keiner ist nach Bremen gekommen, um hier um Platz 14 zu spielen."

Über seine eigene Zukunft hat der ehemalige Nationalspieler noch nicht entschieden: "Ich habe keinen Druck, der Verein hat keinen Druck. Wichtiger ist erstmal, dass Bremen wieder Erfolg hat."

Letzter Test am Montag

Eine Chance haben die Norddeutschen noch, ihr Trainingslager mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen.

Am Montag steht eine letzte Vorbereitungspartie gegen Eskisehirspor auf dem Programm, dafür will Trainer Thomas Schaaf seine bestmögliche Formation aufbieten.

In der vergangenen Woche hatte man sich an gleicher Stelle von Trabzonspor 1:1 getrennt.

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