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Edin Dzeko war 2007 von FK Teplice nach Wolfsburg gewechselt © getty

Der "Wölfe"-Manager beklagt sich über die Einstellung des Ex-Kapitäns. Zudem verteidigt er den Zeitpunkt des Wechsel zu ManCity.

München - Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß hat nach dem zu Manchester City gewechselten Edin Dzeko eine Spitze hinterhergeschickt.

"Edin ist ein herausragender Spieler, einer der besten Stürmer überhaupt. Er hat das Zeug dazu, ein Weltstar zu werden", sagte Hoeneß in einem Interview auf der Internetseite des VfL Wolfsburg.

Dabei schränkte er aber ein: "Dazu muss er aber auch ganz bei der Sache sein. Und das war er zuletzt bei uns nicht."

"Er selbst hat in einem Interview gesagt, dass er mit seiner Saisonleistung in der ersten Hälfte überhaupt nicht zufrieden war, und zwar trotz seiner zehn Tore. Einsatz, Laufleistung, Körpersprache stimmten nicht mehr", analysierte Hoeneß (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Zeitpunkt des Wechsel richtig"

Gleichzeitig verteidigte Hoeneß den Zeitpunkt des Wechsels.

"Im Sommer wäre Edin ohnehin spätestens weg gewesen. Noch einmal darauf zu hoffen, dass kein der Klausel entsprechendes Angebot eingehen würde, wäre blauäugig und riskant gewesen", erklärte er.

"Am Ende haben die Gründe, die für einen Verkauf genau zu diesem Zeitpunkt sprachen, deutlich überwogen", bekräftigte der VfL-Manager.

Im Sommer hätte der bosnische Nationalstürmer für eine festgeschriebene Ablösesumme von 40 Millionen Euro wechseln können.

Hoeneß' Freude über Mehreinnahmen

Am Dienstag wird der Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison bei den "Citizens" offiziell vorgestellt. Die Ablöse soll 34 Millionen betragen haben.

Hoeneß wies zudem darauf hin, dass der deutsche Meister von 2009 mit der gefundenen Regelung mehr Geld eingenommen habe, als dies bei einem Wechsel im Sommer möglich gewesen wäre.

Bei einem Transfer für die festgeschriebene Summe "hätten wir laut Vertrag einen erheblichen Teil an Edin und seine Berater weiterreichen müssen. Jetzt war das nicht der Fall."

Wichtiges Zeichen ans Team

Insgesamt sei der Verkauf auch ein wichtiges Zeichen für die Mannschaft.

"Ein Vorwand für schlechte Leistungen, hinter dem sich die Mannschaft hätte verstecken können, ist weg. Ich bin jetzt ein Jahr beim VfL Wolfsburg, und das Thema Edin Dzeko hat seitdem alles andere überlagert", sagte Hoeneß.

Übereilten Transfers erteilte er allerdings eine Absage: "Wir werden jetzt auf keinen Fall mit dem Kescher durch Europa laufen. Wir machen nur Dinge, von denen wir zu 100 Prozent überzeugt sind."

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