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Traumschütze: Bayerns Hamit Altintop schoss für die Türkei das schönste Tor 2010 © getty

Hamit Altintop, Schütze des schönstens Tores 2010, spricht bei SPORT1 über Bayerns Titelchancen, Torwartwechsel und die Zukunft.

Aus Zürich berichtet Martin Volkmar

Zürich - Es war ein schöner Ausflug für Hamit Alintop nach Zürich.

Bei der Rückkehr nach München hatte der Mittelfeldspieler des FC Bayern die "FIFA Puskas-Trophäe" im Gepäck. Damit zeichnete ihn der Weltverband auf seiner Gala im Züricher Kongresshaus am Montagabend für das schönste Tor des Jahres 2010 aus.

Prämiert wurde seine Volleyabnahme von der Strafraumgrenze im EM-Qualifikationsspiel der Türkei gegen Kasachstan (3:0) im Herbst.

Nun gilt allerdings Altintops ganze Konzentration wieder dem Rückrundenstart am Samstag, wo der FCB beim VfL Wolfsburg (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) seine angekündigte Aufholjagd auf die Tabellenspitze beginnen will (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Dabei hofft der 28-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, auf mehr Einsatzzeiten als in der Hinserie.

Im Gespräch mit SPORT1 in Zürich spricht Altintop über die Titelchancen, den geplanten Torwartwechsel zu Thomas Kraft, seine Situation als Reservist und die Gerüchte über einen Wechsel nach Istanbul.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

SPORT1: Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Hamit Altintop: Das ist schon eine interessante Sache, dass mein Tor zum besten Treffer des Jahres weltweit gewählt wurde. Es war zwar nicht das wichtigste, aber sicher das schönste Tor meiner Karriere. Deshalb nehme ich die Trophäe gerne mit nach Hause.

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SPORT1: Können Sie sich noch an das Tor erinnern?

Altintop: Sicher, zumal es bei der türkischen Nationalmannschaft war. Ich höre immer noch den Trainer, der immer gesagt hat: Hamit, nimm den Ball erst an, bevor du aufs Tor schießt. Aber in dem Fall habe ich mal nicht auf den Trainer gehört und den Ball direkt genommen. Hat genau gepasst.

SPORT1: Nun steht der Rückrundenstart an. Wie weit ist der FC Bayern schon?

Altintop: Sehr weit. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gehabt und wissen, was auf dem Spiel steht. So werden wir auch auftreten. Deshalb ist es auch schön, dass wieder alle Mann an Bord sind.

SPORT1: Was sind Ihre persönlichen Ziele?

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Altintop: Ich nehme mir immer viel vor, auch wenn es nicht immer klappt. Ich denke, wenn wir als Mannschaft erfolgreich sind, wird jeder davon profitieren.

SPORT1: Sehen Sie es nach wie vor so, dass bei Louis van Gaal jeder seine Chance bekommt?

Altintop: Das ist auf bestimmten Positionen sicher der Fall. Andererseits hat Luca Toni das Weite gesucht, jetzt hat sich Martin Demichelis für einen anderen Weg entschieden. Aber ich habe einen Vertrag mit dem Klub und ich habe versprochen, gute Arbeit abzuliefern. Und das gilt genauso, wenn ich nicht aufgestellt werde. Wobei mit der Unterstützung eines Trainers immer 20 bis 30 Prozent mehr drin sind.

SPORT1: Was ist an den Gerüchten über einen Wechsel zu Galatasaray oder Besiktas Istanbul?

Altintop: Das sind nicht nur Gerüchte, da ist schon etwas dran. Aber momentan konzentriere ich mich voll auf den FC Bayern.

SPORT1: Wann entscheiden Sie denn über Ihre Zukunft?

Altintop: Da lasse ich mir erstmal Zeit und fokussiere mich auf den Alltag im Verein (316092Diashow: Mögliche Winter-Transfers in der Bundesliga).

SPORT1: Wissen Sie schon, ob Thomas Kraft in Wolfsburg im Tor steht?

Altintop: Nein, das hat der Trainer noch nicht angesprochen. Das Thema haben wir nur in den Medien mitbekommen. Grundsätzlich ist Louis van Gaal einfach ein Coach, der sein Ding macht.

SPORT1: Welche Bedeutung hätte denn ein Wechsel?

Altintop: Ich glaube, dass die Position enorm wichtig ist. Deshalb wird der Coach so entschieden haben, dass es aus seiner Sicht den größten Vorteil fürs Team bringt.

SPORT1: Ist die Meisterschaft noch drin?

Altintop: Es ist enorm wichtig, dass wir gut starten. Deshalb wäre ein Sieg in Wolfsburg sehr, sehr wichtig. Und dann schauen wir mal, was die Dortmunder machen. Ende Februar kommen sie nach München. Wenn wir auch das Spiel gewinnen, bin ich sehr, sehr optimistisch, dass wir dann wieder voll im Rennen sind.

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