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1899 Hoffenheim ist bisher das Überraschungsteam der Bundesliga © imago

Nach zwölf Spieltagen gibt es so viele Tore, wie lange nicht mehr. Sport1.de nennt die Überraschungen und Mega-Flops.

Von Thorsten Deppe

München - Die Bundesliga-Profis legen in dieser Saison los wie die Feuerwehr: 330 Tore an zwölf Spieltagen. Das ist europaweit Spitze.

Mit 3,06 Toren pro Spiel gibt die Liga ein attraktives Argument für einen gut dotierten TV-Vertrag ab 2009.

So einen hohen Schnitt gab es seit 20 Jahren nicht mehr. Auch die zweite Liga steht dem mit einer bisherigen Quote von 3,00 Toren pro Spiel, bis auf eine Ausnahme 2002, nicht nach.

Im Europa-Vergleich liegt Deutschland sogar vor den Topligen aus Spanien (2,76), England (2,75) und Italien (2,31).

Sport1.de hat die Statistik-Tops und -Flops zusammengefasst.

Die Tops

In der letzen Saison fiel die 300-Tore-Marke erst am 13. Spieltag, während in der aktuellen Spielzeit die Torhüter bereits nach zwölf Spieltagen 330-mal den Ball aus dem eigenen Netz holten (zum Datencenter).

Fast ein Fünftel (18,2 Prozent) der Treffer erzielten die Tormaschinen aus Leverkusen und Hoffenheim.

Alleine Vedad Ibisevic traf 13-mal und das bereits nach elf Spielen. Nur Gerd Müller und Erich Beer waren zu diesem Zeitpunkt besser.

Im Vorjahr reichten Luca Toni 24 Treffer für die Torjägerkanone, doch nach elf Partien bejubelte der Italiener erst acht Tore.

Hoffenheim schießt in zwölf Spieltagen 31 Tore, das ist Ligaspitze. Nur Werder Bremen erzielte in den letzten zehn Jahren mehr Tore bis zum 12. Spieltag, das allerdings gleich zweimal.

Helmes und Kießling top

Das beste deutsche Sturmduo stellt der Tabellenerste Bayer Leverkusen. Seit mehr als dreizehn Jahren gab es keine zwei deutschen Stürmer, die zusammen mehr Tore schossen als Patrick Helmes (9) und Stefan Kießling (5).

Die besten Vorlagenduos stellen Hoffenheim, der FC Bayern und der VfL Wolfsburg.

Mit jeweils sechs Torvorlagen stehen Ibisevic (Spielerportrait ) und Sejad Salihovic, Miroslav Klose und Bastian Schweinsteiger, sowie Zvjezdan Misimovic und Edin Dzeko an der Ligaspitze.

Fairplay-Wertung

Der Tabellenplatz zeigt es, der Blick auf die Foulstatistik macht es noch deutlicher: Hoffenheim ist ein Team von Spitzenqualität und obendrein die fairste Mannschaft der Liga.

Mit 21 Gelben Karten und keiner Roten sowie Gelb-roten Karte liegt 1899 ganz vorne, nur die Hertha befindet sich in Schlagdistanz (22).

Die Berliner gewannen bereits letztes Jahr die Fairplay-Wertung und bekamen deshalb einen Startplatz im UEFA-Cup zugesprochen.

Wer hätte das gedacht?

Wolfsburg, Hoffenheim und Hamburg sind in dieser Saison zu Hause noch ohne Niederlage und haben erst einmal Remis gespielt.

In den letzten drei Spielzeiten war der achte Platz am 12. Spieltag immer von einem Team mit negativem Torverhältnis belegt. Dieses Jahr belegt ihn Köln, die Rheinländer schossen bisher ein Tor weniger, als sie kassierten.

Der HSV liegt nach zwölf Spielen trotz lediglich ausgeglichenem Torverhältnis auf dem vierten Rang. Soweit oben zu stehen, obwohl man nicht mehr Tore geschossen wie bekommen hat, schaffte zuletzt der 1. FC Kaiserslautern vor zehn Jahren, sogar mit minus drei Toren.

Die Flops

Mit bisher 22 Platzverweisen nimmt die Liga Kurs auf hochgerechnet 62 Rote und Gelb-rote Karten zum Saisonende. In der letzen Spielzeit wurden lediglich 50 Spieler des Feldes verwiesen.

Die meisten Platzverweise kassierten die Kellerkinder VfL Bochum (3) und Energie Cottbus (3), während der Aufsteiger 1. FC Köln mit 30 Gelben Karten Ligaspitze ist.

Könige der gelben Karten sind bisher der Hoffenheimer Luiz Gustavo und der Hannoveraner Hanno Balitsch . Beide wurden bisher sechsmal verwarnt (die Kartenstatistik) .

Schwächster Sturm, schwächste Abwehr

Mit nur sechs Treffern ist Energie Cottbus auch nach geschossenen Toren Tabellenletzter. Jede andere Mannschaft traf mindestens doppelt so oft wie die Lausitzer.

In den letzen zehn Jahren waren nur zwei Teams am 12. Spieltag schlechter oder genauso schlecht. Zum einen Cottbus (2003) selbst und zum anderen der 1. FC Nürnberg (2006). Die Franken belegten jedoch am Ende noch den achten Rang.

Werder Bremen schoss die drittmeisten Tore (28) der Liga, kassierte aber zugleich die meisten Gegentreffer (23). Nur der Karlsruher SC holte die Bälle genauso oft aus dem eigenen Netz.

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