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Arjen Robben spielt seit September 2009 für den FC Bayern © getty

Ajren Robben zählt die Stunden bis zum Start in Wolfsburg, will unbedingt spielen. Zu den "Wölfen" hat er eine besondere Beziehung.

Vom FC Bayern berichtet Mathias Frohnapfel

München - Gegen Arjen Robben ist beim VfL Wolfsburg kein Kraut gewachsen.

Zweimal ließ der Bayern-Dribbler die "Wölfe" böse aufheulen, schenkte in der ersten Partie dem VfL zwei Gegentore ein und traf auch beim zweiten Mal.

Man darf von einem Lieblingsgegner des pfeilschnellen Niederländers sprechen.

Zumal der sein Bundesliga-Debüt 2009 gegen eben jene Wolfsburger feierte.

Und wenn jetzt sein Liga-Comeback nach sechs Monaten Verletzungspause ansteht (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER), lässt sich das schon beinahe als Vergnügungsfahrt für den 26-Jährigen werten.

Ein erster Appetithappen zum Neustart, quasi. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Muss wieder ein Tor schießen"

"Wenn das so weiter geht, muss ich gegen sie wieder ein Tor schießen", warnte Robben am Donnerstagnachmittag auf SPORT1-Nachfrage seine Wolfsburger Freunde vor.

Ein kurzes Grinsen huschte dabei über sein Gesicht.

Dass es in den Runden mit den Medien nicht mehr über seinen Krankheitsstand, sondern endlich über seine Fitness geht, tut ihm wohl.

Robben als Joker?

Auf einen Einsatz von Anfang drängt er gewiss nicht. Eher könnte van Gaal Robben als Joker ziehen, nachdem der ja beim Test im Wüstenstaat Doha wieder erste Spielpraxis sammelte.

"Wichtig ist, dass ich mich gut fühle, Spaß habe und wieder Teil der Mannschaft bin", sagte Robben.

Wie große Hoffnungen auf ihm liegen, weiß der Edeltechniker selbst am besten.

Schließlich hat er in der Vorsaison nicht nur entscheidend zum Beutezug der Bayern durch die Wettbewerbe mitgeholfen. Es gab auch seit Dezember wohl keinen Bayern-Spieler oder -Verantwortlichen, der nicht zigfach auf die glückselige Wirkung von Robbens Rückkehr hingewiesen hat.

[kaltura id="0_ktvqqlbs" class="full_size" title=" Es ist kein Risiko "]

Robben stärkt Kapitän

Eine Erwartungshaltung, zu der der Fußballästhet nur sagt: "Ich laufe nicht weg davor, aber ich denke, dass ich auf jeden Fall Zeit brauchen werde."

Das Ziel, möglichst schnell "für die Mannschaft wichtig zu sein", treibt Robben an, weshalb er sich in den vergangenen Wochen und Monaten der Reha quälte wie ein Marathonläufer auf den letzten Kilometern.

Im Team warten sie mit Vorfreude auf Robben, der am Donnerstag Kapitän Mark van Bommel den Rücken stärkte. "Er ist ein guter Freund, hat viel Erfahrung und kann uns weiterhelfen - diese, aber auch nächste Saison."

Nerlinger "droht" Dortmund

Besonders für die "Balance" im Team sei der Niederländer sehr wichtig. Van Bommel kann allerdings immer noch in der Wintertransferperiode den Klub wechseln, der AC Milan zählt zu den interessierten Kandidaten.

Für Christian Nerlinger wäre es auf jeden Fall ein gutes Zeichen, könnte der FCB auf van Bommel als Stütze in der Rückrunde bauen.

Die Meisterschaft hat Bayerns Sportdirektor trotz 14 Punkten Rückstand auf Dortmund nicht abgeschrieben. "Wenn sie Schwächen zeigen, werden wir da sein", schoss er einen Pfeil Richtung BVB.

"Der Glaube ist da"

FCB-Coach Louis van Gaal hatte schon zuvor kundgetan, "dass der Glaube an die Meisterschaft da ist".

Und das selbsternannte Feierbiest tönte, er wolle "alles gewinnen".

Genauso wie Nerlinger: "Ich habe nie die Deutsche Meisterschaft ausgeschlossen, wenn ich gesagt habe, dass wir uns auf Platz zwei konzentrieren müssen."

Die Münchner denken eben vielschichtig.

Drang statt Druck

Auch der Torwartwechsel hin zu Jungspund Thomas Kraft lässt Nerlinger mittlerweile kühl, zumindest kommuniziert er das so.

Mit dem Coach sei "über diese Personalie" gesprochen worden und fertig.

Die Klettertour im neuen Jahr soll nun gelingen - mit Robben als Helfer. Druck empfindet der laut Nerlinger eh keinen. "Er spürt nur den Drang, die Spiele zu gewinnen."

Gegen Robbens Lieblingsgegner Wolfsburg dürfte das zweifellos so sein.

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