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Sven Bender (l.) absolviert in der Vorrunde für den BVB 16 Spiele, Lars 14 für Bayer © imago

Sven Bender ist Leistungsträger beim BVB, Bruder Lars rückt bei Bayer Ballack auf die Pelle. Nun steht das nächste Bruderduell an.

Von Nikolai Kube und Thorsten Mesch

München - Viel Zeit zum Durchschnaufen blieb nicht.

Nach der überragenden Vorrunde mit dem BVB ging es für Sven Bender nach Rosenheim - in seine bayerische Heimat. Dort entspannte der 21-Jährige mit seiner Familie und Freunden. Zwillingsbruder Lars war natürlich auch dabei.

Am 2. Januar trennten sich die Wege der beiden wieder: Sven machte sich auf den Weg nach Dortmund, Lars nach Leverkusen (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News).

Am heutigen Abend kommt es zum Wiedersehen. Lars empfängt mit Bayer zum Rückrunden-Auftakt Tabellenführer Borussia Dortmund (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER), bei denen Sven weiterhin den verletzten Kapitän Sebastian Kehl auf der Sechser-Position vertritt.

"Es ist immer noch etwas Besonderes gegen meinen Bruder zu spielen", sagt Lars zu SPORT1, "allein deshalb, weil wir noch nicht allzu lange sportlich getrennte Wege gehen und bis dahin immer alles zusammen gemacht haben".

Und Sven verrät gegenüber "bundesliga.de": "Wir sprechen regelmäßig ganz normal bayerisch am Telefon miteinander und freuen uns auf das Spiel."

Viertes Bruderduell steht an

2009 verließen die Bender-Zwillinge ihren Ausbildungsverein 1860 München, suchten eine neue Herausforderung. Damals waren sie Leistungsträger bei den "Löwen", allerdings in der Zweiten Liga.

Dass es den beiden so schnell gelingen würde, in der Bundesliga Fuß zu fassen, war nicht zu erahnen.

[kaltura id="0_8fubxpj7" class="full_size" title="Bayer will BVB d pieren"]

Dreimal trafen die Zwillinge mit ihren Klubs in der Bundesliga bislang aufeinander. Den letzten Vergleich am ersten Spieltag der Vorrunde entschied Bayer mit 2:0 im Signal-Iduna-Park für sich - es blieb Dortmunds bislang einzige Heimniederlage (DATENCENTER: Bundesliga).

Keine Angst vor Ballack

Ein Bruderduell war dies allerdings nur bedingt. Während Lars in der 74. Minute eingewechselt wurde, kam Sven erst gar nicht zum Einsatz.

"Klar ist, dass wir die Dortmunder schlagen können. Das haben wir in dieser Saison ja schon getan", sagt Lars, dessen Chancen auf einen Einsatz nicht schlecht stehen.

Und das, obwohl Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack nach seiner Verletzung wieder in die Mannschaft drängt. "Ich weiß, was ich kann und muss nicht verstecken", sagt Lars. Selbstbewusste Worte.

Der perfekte Kehl-Ersatz

Schon einen Schritt weiter ist Sven bei der Borussia. Der langfristige Ausfall von Kapitän Kehl spielte ihm in die Karten.

Trainer Jürgen Klopp schenkte Sven das Vertrauen - und der dankte es mit teils überragenden Leistungen im Mittelfeld neben Nuri Sahin.

"Nuri und ich ergänzen uns einfach sehr gut, wissen immer, was der andere auf dem Platz tut und dass sich einer auf den anderen verlassen kann", sagt Sven.

In Dortmund fühlt er sich pudelwohl. Bender: "Der BVB hat die größte und geilste Fangemeinde und mit dem Signal Iduna Park das beste Stadion."

"Noch etwas gutzumachen"

Nun hat Sven ein großes Ziel: Den Meistertitel mit der Borussia. Bei zehn Punkten Vorsprung auf den Zweiten Mainz könnten die Aussichten besser nicht sein.

Ein Sieg in Leverkusen wäre ein wichtiger Schritt und ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz.

Doch Sven ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst. "Bayer ist sehr stark. Sie haben einen ausgezeichneten Kader, sind auf allen Positionen gut besetzt, oft sogar doppelt und dreifach", sagt Bender.

An Selbstbewusstsein fehlt es dem Youngster aber ebenfalls nicht. "Wir haben noch etwas gutzumachen."

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