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Werder-Torjäger Claudio Pizarro (r.) kommt gegen Marvin Compper zu spät © getty

Der Bremer trifft in der Nachspielzeit gegen Hoffenheim und stoppt den Abwärtstrend. 1899 ist seit fünf Spielen sieglos.

Bremen - Das Bundesliga-Debüt ist misslungen - auch mit dem neuen Cheftrainer Marco Pezzaiuoli hat 1899 Hoffenheim nicht an sportliche bessere Zeiten anknüpfen können.

Die Kraichgauer verloren bei Werder Bremen mit 1:2 (0:1) und halfen damit gleichzeitig den schwächelnden Hanseaten wieder auf die Beine. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Für die Gäste war es bereits das fünfte Spiel hintereinander ohne Sieg.337098(DIASHOW: Der 18. Spieltag)

Vor 34.274 Zuschauern im Weserstadion gelang dem Peruaner Claudio Pizarro in der 36. Minute die Führung.

Der Südamerikaner traf für die bis dahin eher mittelmäßigen Norddeutschen mit einem unhaltbaren Flachschuss.

Die Vorarbeit leistete mit einem präzisen Pass der österreichische Nationalspieler Marko Arnautovic.

Für den Ausgleich sorgte Boris Vukcevic (87.), bevor Torsten Frings (90.+2) in letzter Sekunde der Siegtreffer gelang.

200. Sieg für Schaaf

In einer insgesamt eher durchschnittlichen Partie war der "Dreier" für die Platzherren - gleichzeitig der 200. Sieg für Werder-Coach Thomas Schaaf - aber letztlich verdient.

"Die Mannschaft hat diesmal viele Dinge richtig gemacht. Es war klar, dass wir keinen Zauberfußball bieten konnten. Man hat gesehen, dass man mit Einsatz sehr viel verbessern kann", sagte der Jubilar nach der Partie.

Pezzaiuoli macht Mannschaft "keine Vorwürfe"

Sein Gegenüber Pezzaiuoli wollte nach dem verpatzten Debüt nicht den Stab über seine Elf brechen: "Trotz der Niederlage kann ich meiner Mannschaft keine Vorwürfe machen. Lediglich nach dem 0:1-Rückstand waren wir in einigen Szenen zu passiv. Wir hatten unsere Tormöglichkeiten, haben daraus aber leider zu wenig Kapital geschlagen."

Die Grün-Weißen knüpften zwar spielerisch an das graue Mittelmaß der Vorrunde an, konnten aber zumindest kämpferisch überzeugen.

In einer insbesondere in der ersten Halbzeit über weite Strecken zerfahrenen Begegnung mit viel Geplänkel im Mittelfeld gab es in den ersten 25 Minuten nur eine nennenswerte Torgelegenheit.

Prödl trifft die Latte

Bremens Innenverteidiger Sebastian Prödl traf in der zehnten Minute mit einem Kopfball aus sechs Metern Entfernung nur die Latte. In der 27. Minute rettete der Bremer Philipp Bargfrede nach einem Flachschuss von Vedad Ibisevic auf der Linie.

Einen zweiten Gegentreffer verhinderte Hoffenheims Torhüter Tom Starke mit einer Glanzparade gegen Arnautovic (65.), auch Clemens Fritz scheiterte mit einem Distanzschuss an dem Keeper (74.).

Kroos läuft für Marin auf

Schaaf hatte auf die schwachen Leistungen von Marko Marin während der Vorbereitung auf die Rückrunde reagiert und den Nationalspieler auf die Auswechselbank beordert.

Dafür stand der etatmäßige Bremer Drittliga-Akteur Felix Kroos in der Startformation der Hanseaten und machte seine Sache gar nicht schlecht.

Auch der Franzose Mikael Silvestre, im Herbst wochenlang total außer Form, zeigte sich verbessert.

Hoffenheim mit vielen Abspielfehlern

Hoffenheim stand in der Defensive zwar weitgehend sicher, doch in der Vorwärtsbewegung unterliefen den Gästen immer wieder Abspielfehler, die im Ansatz gute Spielzüge wieder zunichte machten.

Pezzaiuoli sprang mehrfach verärgert von der Bank auf, wenn seine Schützlinge wieder einmal einen Pass ins Leere gespielt hatten.

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