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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Thomas Kraft wechselte 2004 von der SG 06 Betzdorf zum FC Bayern © getty

Louis van Gaal ist "heiß", seine junge Abwehr steht in Wolfsburg vor der ersten großen Probe. Die Fakten zu den Samstagsspielen.

Von Jakob Gajdzik

München - Es brennt in München, allerdings nicht im negativen Sinne.

"Die Spieler sind sehr heiß und sie haben mich gefragt, ob ich auch heiß bin", berichtete Bayern-Trainer Louis van Gaal.

Die Antwort: "Ja ich bin auch heiß!"

In Wolfsburg (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) soll der Startschuss zur großen Aufholjagd des Rekordmeisters folgen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Ein Sieg ist Pflicht, sonst ist die Jagd vorbei, bevor sie begonnen hat.

Denn nach dem Sieg in Leverkusen hat Herbstmeister Borussia Dortmund schon 17 Punkte Vorsprung auf die Münchner.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Kinderriegel" vor Debüt

Die wohl größte Frage ist, wie sich Bayerns "Kinderriegel" in der Abwehr, mit Holger Badstuber und Breno (beide 21) in der Innenverteidigung sowie Bundesliga-Debütant Thomas Kraft (22) im Tor in der VW-Stadt schlägt.

Superstar Arjen Robben wird wohl erstmal von der Bank aus zuschauen.

Van Gaal ist dafür bekannt, seine Rekonvaleszenten nicht sofort ins kalte Wasser zu werfen. Robben selbst gibt sich entspannt:

"Ich finde es schon super, dass ich überhaupt wieder dabei bin. Ich glaube auch, dass ich spielen werde. Vielleicht von Anfang an, vielleicht erst in der zweiten Halbzeit."

Auch Neuzugang Luiz Gustavo dürfte erstmal zuschauen, als linker Verteidiger soll Danijel Pranjic beginnen.

Dzeko-Abgang als Chance

Für den VfL Wolfsburg ist es dagegen das erste Spiel nach Edin Dzeko.

Der zu Manchester City transferierte Bosnier wird im Sturmzentrum von Grafite vertreten, der im SPORT1-Interview trotz des Weggangs des Torschützenkönigs Optimismus versprühte.

"Wölfe"-Trainer Steve McClaren sieht im Verlust Dzekos auch eine Chance für seine Mannschaft:

[kaltura id="0_lc3755ou" class="full_size" title="Kraft: Mutige Entscheidung!"]

"Es ist ein wichtiger Moment, um zu beweisen, dass wir eine Einheit sind und eine bessere zweite Saisonhälfte spielen werden", meinte der Engländer.

"Gegen Bayern haben wir nichts zu verlieren. Wir sind gut vorbereitet und werden angreifen."

Der Trainer kann gegen die Münchner auch auf die zuletzt angeschlagenen Marcel Schäfer und Diego zählen. Der Linksverteidiger wurde von McClaren zudem zum neuen Kapitän ernannt.

SPORT1 hat die Fakten zu den weiteren Samstagspielen (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER):

1899 Hoffenheim - Werder Bremen

In Hoffenheim ist es das erste Spiel nach dem Wintertheater um Luiz Gustavo und Demba Ba und der Entlassung von Trainer Ralf Rangnick.

Neu-Trainer Marco Pezzaiuoli muss bei seinem Debüt weiterhin auf Chinedu Obasi und den gelbgeperrten Sejad Salihovic verzichten.

Zudem ist der Einsatz von Linksverteidiger Andreas Ibertsberger wegen eine Muskelverhärtung fraglich.

Offen ist ebenfalls die Torhüterfrage. Pezzaiuoli muss sich zwischen dem wiedergenesenen Tom Starke und dessen Vertreter Daniel Haas entscheiden.

Die Bremer müssen indes neben den Langzeitverletzten Naldo und Wesley im Abschlusstraining zwei weitere Rückschläge hinnehmen.

Neben Daniel Jensen fällt auch Linksverteidiger Dominik Schmidt aus, Tim Borowski ist mit Knöchelproblemen fraglich.

Von den letzten acht Bundesligaspielen konnten die Hanseaten lediglich eins gewinnen, das Hinspiel verlor man 1:4.

VfB Stuttgart - FSV Mainz 05

Nach Adduktorenproblemen ist Sturmführer Cacau ebenso wieder fit wie Ciprian Marica, Martin Harnik und Stefano Celozzi.

Gute Chancen auf einen Startelfeinsatz hat auch Timo Gebhart nach überstandenem Bänderriss.

In der Liga warten die Schwaben seit sechs Partien auf einen Sieg, kassierten dabei 18 Gegentore. Mit nur zwölf Punkten aus der Hinrunde ist ein Sieg gegen die Mainzer fast schon Pflicht für den VfB.

Beim Tabellenzweiten muss Trainer Thomas Tuchel noch entscheiden ob Heinz Müller oder Christian Wetklo das Tor hüten. Der verletzte Innenverteidiger Bo Svensson wird durch Niko Bungert ersetzt.

Das Hinspiel gewannen die Mainzer 2:0.

1. FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach

Club-Trainer Dieter Hecking muss nach einer Mittelfußquetschung auf seinen Mittelfeld-Lenker Ilkay Gündogan verzichten, für ihn könnte der Slowake Robert Mak beginnen.

Per Nilsson wird in der Verteidigung weiterhin von Youngster Philipp Wollscheid vertreten.

Gladbach muss nach dem erneuten Ausfall von Roel Brouwers in der Innenverteidigung auf die beiden Neuzugänge Havard Nordveit und Martin Stranzl bauen.

Auch Sturm-Neuzugang Mike Hanke steht vor seinem Startelf-Debüt.

Die Frontzeck-Elf verlor die letzten fünf Spiele in Serie. Beide Teams spielten diese Saison bislang nur einmal zu Null, im Hinspiel trennte man sich mit 1:1.

FC. St. Pauli - SC Freiburg

Die Hamburger stellen mit 16 Treffern den schwächsten Sturm aller Bundesligisten, trafen in den letzten neun Partien nur fünfmal. Für Kapitän Fabio Morena kehrt wieder die Schalker Leihgabe Carlos Zambrano in die Innenverteidigung zurück.

Bei Freiburg kehrt Torjäger Papiss Cisse nach seiner Gelbsperre in die Mannschaft zurück. Sturmkollege Stefan Reisinger fällt dagegen nach einem doppelten Bruch des Unterkiefers aus.

Das 3:1 der Hamburger im Hinspiel war der bislang höchste Saisonsieg des Aufsteigers.

Schalke 04 - Hamburger SV

(ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER)

Schalke muss mit Hao Junmin und Atsuto Uchida wegen des Asien-Cups auf zwei Spieler verzichten.

Benedikt Höwedes steht nach einem Bänderriss dagegen vor einem Blitz-Comeback in der Innenverteidigung, auch Jefferson Farfan ist nach einer Erkältung wieder fit.

Die Königsblauen haben nur eine der letzten sieben Partien verloren.

Wie Schalke musste auch der HSV mit Heung-Min Son einen Spieler zum Asien-Cup abstellen.

Für den immer noch verletzten Abwehrchef Joris Mathijsen wird wohl Gojko Kacar in der Innenverteidigung auflaufen. Änis Ben-Hatira steht nach überzeugender Vorbereitung vor seinem Startelfdebüt in dieser Saison.

Im Hinspiel gewannen die Hamburger mit 2:1.

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