Der Spieltags-Kommentar: Schwarz-Gelb dominiert die Liga auch weiterhin, der FC Bayern ist hoffnungslos im Hintertreffen.

Etliche Jahre an der Spitze haben den FC Bayern gestählt.

Der stetige Erfolgsdruck, das Gefühl, gejagt zu werden, dann wieder selbst zu jagen, in den entscheidenden Momenten voll da zu sein - das zeichnet den Verein seit jeher aus.

Doch in dieser Saison hat es Borussia Dortmund zum Rückrundenauftakt (337098DIASHOW: Der 18. Spieltag) endgültig geschafft, ihm so weit zu enteilen, dass die in München immerwährende Hoffnung auf die Meisterschaft, auf ein verschwindendes Nichts zusammengeschrumpft ist.

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Allein für die 16 Punkte Vorsprung auf die Mannschaft von Louis van Gaal, auf 13 Punkte Vorsprung auf die ersten Verfolger Mainz und Leverkusen: Glückwunsch, BVB!

In Wolfsburg setzt Lahm seinen Elfmeter an den Pfosten zu einem Zeitpunkt, als er eine Vorentscheidung hätte erzielen können und der sonst so ballsichere Schweinsteiger erzielt mit einem Dribbling im eigenen Strafraum in der 86. Minute quasi ein Eigentor. Das ist Nervenflattern.

Der Druck, den die Borussia mit ihrem gewaltigen Punktepolster aufgebaut hat, ist selbst für Bayern zu hoch. Für den Rekordmeister geht es definitiv nur noch um Platz zwei.

Es wäre ein Wunder, sollte der BVB die Meisterschaft noch aus der Hand geben. Aber wer sollte nach der eindrucksvollen Vorstellung beim 3:1 in Leverkusen auch noch Zweifel hegen?

Klopp meidet das M-Wort zwar nach wie vor. Insgeheim wird aber auch bei ihm langsam der Traum von der Meisterfeier mit der Schale auf dem Borsigplatz konkretere Formen annehmen.

Deutlich wurde so oder so: Sein Team ist kompakt, hat Substanz und begeistert mit Phantasie auf dem Feld. Die Schwarz-Gelben sind momentan zu stabil, oder schlicht zu stark für die Konkurrenz. Auch einen herzlichen Glückwunsch dazu.

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