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Thomas Kraft gab gegen den VfL Wolfsburg sein Bundesligadebüt © getty

Nach bestandener Feuerprobe in Wolfsburg spricht Thomas Kraft im Interview über sein Debüt und die Unterstützung der Mannschaft.

Aus Wolfsburg berichtet Mathias Frohnapfel

Wolfsburgs - Jahrelang hat er von diesem einen großen Tag geträumt. Seiner Premiere in der Bundesliga. 337098(DIASHOW: Der 18. Spieltag)

Und das 1:1 zum Rückrundenauftakt beim VfL Wolfsburg bot für Thomas Kraft alles, um sich als Bayern-Keeper auszuzeichnen.

Der 22-Jährige agierte ohne groß sichtbare Nervosität, parierte Fernschüsse und Kopfbälle aus nächster Distanz und zeigte sich perfekt als mitpielender Torhüter, als er die Münchner Führung einleitete. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Sein langer Abschlag landete beim Torschützen Thomas Müller.

Gehaltener Elfmeter als Sahnehäubchen

Dass Kraft obendrein noch einen Elfmeter von Grafite an die Latte lenkte, hätte das Sahnehäubchen des Debüttages sein können.

"Er hat ein gutes Spiel gemacht", lobte denn auch FCB-Coach Louis van Gaal.

Doch das alles reichte nicht zum Sieg, da Wolfsburg durch Sascha Riether noch zum späten Ausgleich kam.

Entsprechend frustriert über den verpassten Starterfolg war Kraft nach Spielschluss. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Was geschrieben wird, interessiert mich nicht"

Unruhige Nerven hatte Kraft, Spitzname "Protz", vor seinem großen Auftritt nicht.

"Nervös war ich nicht. Ich mache mir keinen Kopf darüber, was geschrieben, was gesagt wird, das interessiert mich nicht", erklärte er auf SPORT1-Nachfrage.

Im Interview spricht Kraft über seinen ersten Bundesliga-Einsatz, Grafites Elfer und das Verhältnis zu Mannschaftskapitän Mark van Bommel.

Frage: Herr Kraft, wie hat sich Ihr Bundesliga-Debüt angefühlt?

Thomas Kraft: Ich habe mich natürlich sehr darauf gefreut, dieses Spiel zu machen. Dann ist es sehr ärgerlich, wenn man das Spiel nicht gewinnt. Der Ärger überwiegt, dass wir keine drei Punkte mitgenommen haben.

Frage: Sie haben den Elfmeter von Grafite spektakulär gehalten. Was haben Sie vor dem Schuss gedacht?

Kraft: Wir analysieren vor dem Spiel die Schützen der gegnerischen Mannschaft. Daher wusste ich im Prinzip, dass er dahin schießt. Dann ist auch ein bisschen Glück dabei.

Frage: Sind Sie jetzt der neue Elfmeter-Töter?

Kraft: Ein Elfmeter-Töter bin ich nicht. Voriges Jahr habe ich bei den Bayern-Amateuren aber schon einmal in Regensburg einen Elfmeter gehalten

Frage: In der zweiten Halbzeit haben Sie weiter gut pariert, am Ende fiel aber doch der Ausgleich. War dann alles umsonst?

Kraft: Was heißt umsonst? Natürlich ärgert man sich, vor allem wenn man weiß, dass wir die Chancen vorher besser nutzen müssen. Falls wir höher geführt hätten, wäre das Tor egal gewesen. So ist ein 1:1 natürlich Mist.

Frage: Bastian Schweinsteiger hat Marcel Schäfer die Flanke vor dem Ausgleich geben lassen. Wurde darüber in der Kabine gesprochen?

Kraft: Nein, wir haben nicht darüber gesprochen, so etwas passiert eben.

[kaltura id="0_lc3755ou" class="full_size" title="Kraft Mutige Entscheidung "]

Frage: Haben die Kollegen Ihnen gratuliert zu dem guten Spiel?

Kraft: Natürlich haben sie gratuliert, aber da gab es sonst nichts Besonderes.

Frage: Wie war die Nervosität vor dem Spiel?

Kraft: Ich habe vor jedem Spiel eine gewisse Anspannung, das ist egal, ob ich in der ersten Mannschaft spiele, in der zweiten oder früher in der A-Jugend. Nervös war ich nicht. Ich mache mir keinen Kopf darüber, was geschrieben, was gesagt wird, das interessiert mich nicht. Ich versuche mein Ding zu machen.

Frage: Mark van Bommel hat Ihnen vor der Partie Mut zugesprochen, Sie in den Arm genommen. Ist das ein besonderes Verhältnis zwischen Ihnen und dem Kapitän?

Kraft: Wir verstehen uns gut, haben ein gutes Verhältnis.

Frage: Was hat er gesagt?

Kraft: Nichts Besonderes. Die Mannschaft hat nicht groß auf mich eingesprochen. Ich denke, das Team vertraut mir, es wurden daher keine großen Reden geschwungen.

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