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Christian Schulz erzielt per Kopf das zweite Tor für die Hannoveraner © imago

Die Niedersachsen gewinnen auswärts deutlich gegen Frankfurt und rücken in neue Höhen vor. Ein Neuer im Tor trägt dazu bei.

Frankfurt/Main - Hannover 96 ist trotz der Unruhe um Trainer Mirko Slomka auf Platz zwei gestürmt.

Die Niedersachsen gewannen zum Rückrunden-Auftakt 3:0 (2:0) bei Eintracht Frankfurt und können immer mehr von der Qualifikation für die Champions League träumen.

Die Eintracht dagegen hat auf Rang acht den Kontakt zum Vorderfeld etwas verloren (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Mohamed Abdellaoue (15.) mit seinem fünften Saisontor, Christian Schulz (21.) und Didier Ya Konan mit seinem zehnten Saisontreffer (89.) erzielten vor 39.300 Zuschauern die Tore für Hannover 337098(DIASHOW: Der 18. Spieltag).

Zieler statt Fromlowitz

Die Gäste, bei denen Slomka im Tor dem 21-Jährigen Ron-Robert Zieler überraschend den Vorzug vor Florian Fromlowitz gab, überzeugten wie in der Vorrunde durch Abgeklärtheit in der Defensive und Effizienz im Angriff.

Abdellaoue brachte Hannover mit einem Konter in Führung. Nach einem Fehlpass von Eintracht-Mittelfeldspieler Benjamin Köhler reagierte Sergio Pinto schnell und setzte Abdellaoue mustergültig in Szene.

Nur sechs Minuten später erhöhte Schulz per Kopfball nach einer Ecke von Konstantin Rausch auf 2:0.

Gekas kaum in Szene

Bei Frankfurt sah der Schweizer Nationalspieler Pirmin Schwegler zu allem Überfluss die fünfte gelbe Karte und ist im Auswärtsspiel am Freitag beim Hamburger SV gesperrt.

Zwar war die Eintracht lange die spielbestimmende Mannschaft, doch die Hessen sorgten nur selten für Gefahr.

Zieler wurde bei seinem Bundesliga-Debüt lange nicht ernsthaft geprüft. Ein Distanzschuss von Köhler (19.) strich über das Tor. Auch Top-Torjäger Theofanis Gekas konnte sich kaum in Szene setzen.

Not-Abwehr bei Frankfurt

Bei Frankfurt kehrte Stammtorhüter Oka Nikolov nach überstandener Verletzung zwischen die Pfosten zurück.

In der Not-Abwehr, in der die angeschlagenen Maik Franz, Marco Russ, Kapitän Chris und Alexander Vasoski ausfielen, kam der 18-jährige Kevin Kraus neben dem Amerikaner Ricardo Clark - kein gelernter Innenverteidiger - zu seinem ersten Einsatz.

Während Kraus ein überzeugendes Debüt hinlegte, hatte Clark seine Schwierigkeiten auf der ungewohnten Position und war bei den letzten zwei Gegentoren Mitverursacher.

Zieler rettet dreimal

Eintracht-Trainer Michael Skibbe reagierte in der Pause und brachte in Martin Fenin einen zweiten Stürmer, doch viel besser wurde das Spiel der Hessen nicht.

Hannover hatte auch nach dem Seitenwechsel die besseren Möglichkeiten. Pinto (53.) traf aus 18 Metern den Pfosten.

Bessere Gelegenheiten für Frankfurt ergaben sich erst am Ende: Zieler rettete jedoch gegen den eingewechselten Ioannis Amanatidis (76.) und den von dem Griechen angeköpften Caio (85.).

Zum Schluss rundete Zieler das geglückte Debüt ab, indem er noch einen Freistoß des ebenfalls eingewechselten Brasilianers parierte.

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