vergrößernverkleinern
Thomas Kraft gab gegen den VfL Wolfsburg sein Bundesligadebüt © imago

Nach der Josue-Attacke leidet der Bayern-Star auch am Tag danach unter starken Schmerzen, ist aber trotzdem erleichtert.

Von Daniel Rathjen und Christian Ortlepp

München - Die Nacht zum Sonntag war schmerzhaft und schlaflos.

Im weiß-blauen Trainingsanzug und Krücken verließ Franck Ribery dann am Morgen die Praxis des "Doc" in der Münchner Innenstadt.

Zum Lachen war ihm nach der Untersuchung von Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth zwar noch nicht wieder zumute, dennoch konnte er aufatmen.

"Ich habe eine Kapselbandzerrung. Ich hoffe, dass ich in zwei Wochen wieder zurück bin", sprach der Franzose ins SPORT1-Mikrofon.

Entgegen erster Befürchtungen hat sich der 27-Jährige also nicht schwer verletzt.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Ribery hatte beim 1:1 zum Rückrundenauftakt beim VfL Wolfsburg337098(DIASHOW: Der 18. Spieltag) nach rund 20 Minuten den Platz verlassen müssen, nachdem er hart von Josue angegangen worden war.

Bayern-Trainer Louis van Gaal kritisierte den "Übeltäter" nur indirekt: "Ich kann nur sagen, dass der Ball bei Josues Einsatz schon lange weg war."

"Glück im Unglück"

Nach Angaben des Vereins muss "König Franck" nur fünf Tage pausieren, ehe er wieder voll ins Mannschaftstraining zurückkehren kann.

Damit verpasst er wohl auch nur das Ligaspiel am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern.

[kaltura id="0_oh46vgqv" class="full_size" title="Zwei Wochen Pause f r Ribery"]

"Das ist Glück im Unglück. Natürlich bin ich einerseits enttäuscht, dass ich jetzt schon wieder verletzt bin. Andererseits bin ich einigermaßen erleichtert, dass es sich nicht um eine schwerwiegende Verletzung handelt", fügte Ribery noch an.

Gegen den FCK wird dann wohl wieder Arjen Robben in die Mannschaft rücken.

Er war auch in der 25. Minute in der Volkswagen-Arena für Ribery eingewechselt worden und hatte somit sein Comeback nach 237 Tagen gefeiert.

Robben glücklich und besorgt

"Es ist etwas Schlimmes, wenn Ribery ausfällt, aber ich bin vielleicht der glücklichste Spieler in der Bundesliga", sagte der 26-Jährige nach seiner Rückkehr.

So richtig geteilt wurde seine Freude im Mannschaftskreis aufgrund der sportlichen Situation aber wohl nicht - die groß angekündigte Aufholjagd der Bayern ist jedenfalls bereits gestoppt, noch ehe sie überhaupt begonnen hat (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Dortmund ist sehr weit weg. Das muss man akzeptieren und respektieren. Die haben einfach gute Leistungen gezeigt, da kann man nur gratulieren", sagte Robben.

"Über Dortmund müssen wir nicht reden", meinte auch Thomas Müller.

Müller hakt Titel ab

Der Nationalspieler hat die Schale offensichtlich abgeschrieben.

Es geht für ihn, es geht für den FC Bayern in der Bundesliga ab sofort nur noch um die Teilnahme an der Champions League in der Saison 2011/2012, an deren Ende das Finale in München stattfindet.

"Wir haben jetzt noch drei Punkte Rückstand auf Platz zwei, daran müssen wir arbeiten", sagte Müller.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel