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Kaiserslauterns Ivo Ilicevic (l.) hat schon fünf Saisontore auf dem Konto © getty

Trotz 50 Minuten mit einem Mann mehr bringt Köln seinen knappen Vorsprung in Kaiserslautern nicht über die Zeit.

Kaiserslautern - Die Schweinegripppe und ein wütender Angstgegner waren zu viel für den 1. FC Köln.

Trotz einer 50-minütigen Überzahl und einer 1:0-Führung reichte es für die in der Winterpause runderneuerten "Geißböcke" nur zu einem 1:1 (1:0) beim Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern 337098(DIASHOW: Der 18. Spieltag).

Damit verpassten die Rheinländer, bei denen sich fünf Profis mit dem H1N1-Virus infiziert haben, zum Rückrundenauftakt den erhofften Erfolg beim Start in die "Mission Klassenerhalt".

Der neue Kapitän Lukas Podolski (29.) erzielte den Treffer für die mit drei Neuzugängen aufgelaufenen Gäste, die seit dem 16. Dezember 1989 auf einen Sieg gegen die "Roten Teufel" warten und auf dem drittletzten Tabellenplatz bleiben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

FCK legt gut los

Obwohl der FCK zehn Minuten nach dem Rückstand Torjäger Srdjan Lakic durch einen umstrittenen Platzverweis verlor, kamen die dadurch angestachelten Pfälzer nach der Pause zum 1:1 durch Jan Moravek (51.).

Lakic wurde nach einem angedeuteten Schlag in Richtung seines Gegenspielers Christian Eichner von Schiedsrichter Guido Winkmann des Feldes verwiesen.

Vor 42.295 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion dominierten die Gastgeber die Anfangsphase.

Köln mit drei Neuzugängen

Die Pfälzer überzeugten in den ersten Minuten vor allem mit ihrer hohen Laufbereitschaft und starkem Zweikampfverhalten.

Die Gäste wurden weitgehend in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Bei den Kölnern standen mit Ausnahme des verletzten Japaners Tomoaki Makino alle Neuzugänge in der Anfangsformation.

Michael Rensing im Tor, Eichner auf der linken Abwehrseite und im Mittelfeld der Pole Slawomir Peszko.

Pfälzer stecken Ausfälle weg

Dagegen fehlten die an der Schweinegrippe erkrankten Mato Jajalo, Youssef Mohamad, Kevin McKenna, Konstantinos Giannoulis und Miso Brecko. Zudem stand der verletzte Christopher Schorch nicht zur Verfügung.

Die Gastgeber, deren Trainer Marco Kurz trotz seines hohen Fiebers an den vergangenen Tagen an der Seitenlinie stand, mussten ohne die gesperrten Christian Tiffert und Alexander Bugera sowie Ilijan Micanski, Clemens Walch, Stiven Rivic und Jan Simunek auskommen.

Die personellen Probleme waren dem FCK zunächst weit weniger anzumerken als den Kölnern.

Kurioses Tor

Die Rheinländer waren fast ausschließlich mit der Abwehrarbeit beschäftigt und brachten in der Offensive kaum etwas zustande.

Allerdings machten auch die Lauterer zu wenig aus ihrer Feldüberlegenheit. In der 29. Minute bestraften sich die "Roten Teufel" selbst für ihre Harmlosigkeit im Angriff.

Einen völlig verunglückte Rückgabe des Brasilianers Rodnei landete am Pfosten, Podolski nutzte den Abpraller zur Führung. Wenige Sekunden zuvor hatte der Nationalspieler per Freistoß die Latte getroffen.

FCK macht Druck

Nach dem Rückstand waren die zuvor überlegenen Gastgeber völlig verunsichert. Der umstrittene Platzverweis für Lakic passte in dieser Phase ins Bild.

Nach dem Seitenwechsel drängte der FCK trotz der Unterzahl auf den Ausgleich. Die Bemühungen der Lauterer wurden durch das dritte Saisontor Moraveks rasch belohnt.

Kurz darauf vergab der eingwechselte Adam Nemec die Chance zur Führung (59.). Nur zwei Minuten später traf Florian Dick die Latte.

Packende Schlussphase

In der turbulenten Schlussphase kamen die Kölner zu zwei Großchancen.

Einen Heber von Podolski klärte Leon Jessen kurz vor der Linie (84.), kurz darauf schoss Geromel aus zwei Metern über das Tor (85.).

Auf der Gegenseite rettete Rensing in höchster Not gegen Ivo Ilicevic (87.).

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