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Robert Kovac (l.) und BVB-Geschäftsführer Hans Joachim Watzke bei der Verhandlung © getty

Nach Schiri-Beleidigung: 15.000 Euro Geldstrafe und zwei Spiele Sperre für Kovac. Marin soll in Gladbach bleiben. Die Splitter:

München - Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Sperre von Robert Kovac von Borussia Dortmund von ursprünglich drei auf zwei Spiele reduziert.

Das war das Ergebnis der mündlichen Verhandlung am Freitag in Frankfurt. Durch die Verkürzung der Sperre muss der Kroate allerdings nun auch eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro zahlen.

"Während der Verhandlung haben sich drei Strafmilderungsgründe herauskristallisiert", erklärte Hans E. Lorenz, der die Verhandlung als Vorsitzender leitete:

"Zum einen ist Robert Kovac in seiner langen Karriere nahezu nie mit dem Sportgericht in Berührung gekommen, zum anderen hat sein Trainer Jürgen Klopp durch sein Verhalten praktisch die Tür für seinen Spieler aufgestoßen. Und als letztes hat sich Herr Kovac in der Verhandlung öffentlich bei Schiedsrichter Dr. Jochen Drees entschuldigt."

Rote Karte nach Schlusspfiff

Der Abwehrspieler hatte nach dem Schlusspfiff der Bundesliga-Partie beim Hamburger SV (1:2) am vergangenen Samstag von Schiedsrichter Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) die Rote Karte gesehen.

Sport1.de hat weitere Bundesliga-Splitter vor dem 13. Spieltag zusammengefasst.

UEFA-Cup? Daum nervt's nur noch

Einst hat er selbst offensiv seine Ziele in die Öffentlichkeit getragen. Mittlerweile nervt Trainer Christoph Daum das Gerede vom internationalen Geschäft beim 1. FC Köln.

"Wir haben eine Kampf- und Laufkultur, aber keine Ankündigungskultur", sagte der Coach. Mit 19 Punkten liegt Köln auf dem siebten Tabellenplatz und hat nur einen Zähler Rückstand auf Rang fünf.

"Was soll ich jetzt eine Hochrechnung bis zur Winterpause machen? Wenn wir nicht aufpassen, stehen wir mit leeren Händen da, und dann kannst du alles in den Kamin schmeißen", sagte Daum vor dem Punktspiel bei Werder Bremen (So., ab 16.30 Uhr LIVE).

Gladbach will Marin langfristig halten

Borussia Mönchengladbach will seinen 19 Jahre alten Nationalspieler Marko Marin langfristig halten.

"Marko hat eine enge Bindung zu Borussia. Er wird ein Großer werden, denn er hat die gewisse Extraqualität", sagte Sportdirektor Max Eberl der "Rheinischen Post".

Beim 2:0 zuletzt in Bielefeld hatte der Dribbelkünstler seine ersten beiden Bundesliga-Tore erzielt.

Tarnat vorm Comeback, Ismael vorm Aus

Michael Tarnat ist nach monatelanger Zwangspause in das Mannschaftstraining bei Hannover 96 zurückgekehrt. Nun möchte der älteste Feldspieler der Bundesliga möglichst noch vor Weihnachten ein Comeback feiern.

"Ein oder zwei Einsätze in der Hinrunde, davon gehe ich aus", sagte der 39 Jahre alte Abwehrspieler, der sein bisher letztes von 356 Bundesliga-Spielen am 9. März in Leverkusen absolvierte, ehe ein Sehnenanriss im linken Oberschenkel und ein nachfolgender Muskelbündelriss Tarnat aus der Bahn warf.

Derweil droht Teamkollege Valerien Ismael das Ende der Karriere, die in den letzten zwei Jahren von einer Reihe schwerer Verletzungen überschattet war. Aktuell macht dem 33-Jährigen ein Knochenödem im Knie zu schaffen. Die Entscheidung über die Fortsetzung der Laufbahn soll in der Winterpause fallen.

Schalke möchte nachbessern

Schalke 04 will in der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden und einen Kreativspieler für das Mittelfeld verpflichten.

"Wenn wir jemanden finden, der reinpasst, werden wir noch einmal nachladen", sagte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies. "Wir können bis auf fünf Millionen aufstocken." Hinzu kämen eventuelle Einnahmen aus Spielerverkäufen, die Manager Andreas Müller realisieren kann.

Als Kandidaten gelten Albert Streit, der unter anderem bei seinem Ex-Klub 1. FC Köln im Gespräch ist, der Brasilianer Ze Roberto, der in seine Heimat zurück will, der suspendierte Uruguayer Carlos Grossmüller und der Däne Peter Lövenkrands.

HSV-Chaos mit Strafanzeige

Beim Hamburger SV schlägt der Machtkampf in der Klubführung immer höhere Wellen. Laut "Hamburger Morgenpost" wurde gegen Vorstandsmitglied Oliver Scheel Anzeige wegen Nötigung erstattet.

Angeblich soll der frühere Abteilungsleiter des Supporters Clubs im Zusammenhang mit der umstrittenen Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann (bis 2011) im Dezember 2007 Druck auf die Aufsichtsräte des HSV ausgeübt haben. Scheel gilt als scharfer Kritiker des Klubchefs.

Scholl trainiert Bayern-Jugend

Mehmet Scholl ist zum FC Bayern zurückgekehrt - als Trainer der U13-Junioren. Der frühere Nationalspieler steht seit kurzem dreimal in der Woche mit den Nachwuchsspielern auf dem Platz, zu denen auch Scholls Sohn gehört.

"Der Jürgen Klinsmann muss also aufpassen, denn in ein paar Jahren übernehme ich die erste Mannschaft", witzelte der 38-Jährige, der für seinen Trainerjob nach eigenen Angaben monatlich 500 Euro bekommt.

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