vergrößernverkleinern
Danijel Pranjic wechselte im August 2009 vom SC Heerenveen zu Bayern München © imago

Danijel Pranjic hat sich einen Platz im Team erkämpft. Bei SPORT1 spricht er über die Ziele des FCB und Konkurrent Luiz Gustavo.

Von Mathias Frohnapfel

München - Das Spiel in Wolfsburg war die große Gelegenheit für Danijel Pranjic, um sich Bayern-Trainer Louis van Gaal anzubieten.

Und der Kroate erledigte seinen Job als Linksverteidiger gut, stand hinten zumeist sicher und bereitete in der Vorwärtsbewegung durch scharfe Hereingaben einige Möglichkeiten vor.

Um so mehr ärgert ihn, dass es für Bayern nur zum 1:1 langte.

Im SPORT1-Interview spricht er über seine Rolle im Team, den Konkurrenzkampf mit Neuzugang Luiz Gustavo und die neuformierte Viererkette.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

SPORT1: Der FC Bayern hat sich für die Rückrunde viel vorgenommen. Wie groß ist die Enttäuschung nach dem 1:1 in Wolfsburg? (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Danijel Pranjic: Groß. Besonders, wenn man auf die erste Hälfe in Wolfsburg zurückschaut. Wir hatten viele Chancen, haben aber nur einmal getroffen. Später haben wir etwas an Konzentration verloren und noch den Ausgleich bekommen. Wir müssen jetzt nach vorne schauen und um den zweiten Platz kämpfen.

SPORT1: Eine Vorgabe der Bayern-Führung lautete auch, sich Führungen nicht mehr aus der Hand nehmen zu lassen. Warum lief es gegen den VfL doch anders und was bedeutet das für das Meisterrennen?

Pranjic: Ich denke, wir waren das bessere Team. Jetzt ist es für uns schwierig, an den Titel zu denken, Dortmund hat in Leverkusen drei Punkte erobert, wir in Wolfsburg nicht.

SPORT1: Hinzu kam der vergebene Elfmeter von Philipp Lahm. 337098(DIASHOW: Der 18. Spieltag)

Pranjic: Philipp hat die Elfmeter immer gut geschossen, auch im Training. Diesmal hatte er mit dem Pfostenschuss einfach Pech. Mit einem 2:0 wäre es für uns leichter geworden, aber okay, so ist die Lage nun mal.

SPORT1: Umgekehrt hat Thomas Kraft den Elfmeter von Grafite abgewehrt. Was ist Ihr Eindruck von Bayerns neuer Nummer 1?

Pranjic: Er ist ein guter Torwart, das habe ich schon vorher gesagt. Auch gegen Wolfsburg hat er sehr gut gespielt und sogar unsere Führung vorbereitet. Er kann als Bayern-Keeper spielen, das ist kein Problem für ihn.

SPORT1: Sie haben aus der Position des Linksverteidigers eine Menge Gelegenheiten vorbereitet. Ärgert es Sie da besonders, dass es nicht zum Sieg reichte?

[kaltura id="0_oh46vgqv" class="full_size" title="Zwei Wochen Pause f r Ribery"]

Pranjic: Ich habe schon gesagt, wenn ich gut spiele, gewinnen wir nicht. Ich sollte lieber schlecht spielen, vielleicht gewinnt das Team dann (schmunzelt). Ich bin zufrieden, wie ich in der ersten Hälfte gespielt habe. Und ohne Trainingslager hätte keiner gedacht, dass ich von Anfang an dabei sein würde. Ich war ebenso überrascht und habe mir gesagt, ich habe auch sehr hart allein an der Säbener Straße trainiert.

SPORT1: Werden Sie Ihren Platz im Team auch gegen Neuzugang Luiz Gustavo verteidigen können?

Pranjic: Das werden wir sehen, ich habe keine Angst vor der Konkurrenz. Ich werde so hart wie möglich trainieren, dann wird der beste Spieler die Chance bekommen.

SPORT1: Die Bayern-Verteidigung ist sehr jung, vor allem Keeper Kraft und die Innenverteidiger Breno und Holger Badstuber. Kann dieses Dreieck zusammen funktionieren?

Pranjic: Wir werden am Ende herausfinden, wie die Ergebnisse sein werden. Das ist immer das Entscheidende. Wir brauchen etwas Zeit, um uns aneinander zu gewöhnen. Es kann eine gute Sache werden. Auch Breno hat gute Qualitäten. Wir müssen eben hart zusammen arbeiten, dann wird es schon klappen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel