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Schwieriges Verhältnis: Bayern-Coach Jürgen Klinsmann (r) und Lukas Podolski © imago

Bayern-Coach Klinsmann streicht Lukas Podolski fürs Gladbach-Spiel - und lehnt einen Wechsel des Frust-Stürmers dennoch ab.

München - Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann hat versucht, dem Wirbel um "Poldi" einen Riegel vorzuschieben - und den medialen Wirbel mit der Ausbootung von Lukas Podolski für das kommende Bundesliga-Spiel trotzdem selbst neu entfacht.

Hinsichtlich möglicher Abgänge zum Hinrundenende erklärte Klinsmann nun, Podolski werde mindestens bis zum Saisonende bei Rekordmeister Bayern München bleiben:

"Wir werden im Winter die Situation diskutieren. Aber Stand heute lassen wir keinen gehen. Dafür gibt es auch keinen Anlass."

Konkret zu Podolski meinte der Bayern-Coach: "Lukas bestimmt, wohin sein Weg geht. Ich wünsche mir, dass er sich dem Wettbewerb bei uns stellt. Im Moment kommt er an Luca Toni und Miroslav Klose nicht vorbei, obwohl er sich alle Mühe gibt. Ich weiß, was er kann, aber er muss es auch abrufen."

Aus dem Kader gestrichen

Im Moment gibt es dazu keine Gelegenheit. Mehr noch: Für das Spiel am Samstag bei Borussia Mönchengladbach (Sa., ab 15 Uhr LIVE) ist der frühere Kölner, der zuletzt immer wieder seine Unzufriedenheit über seine Reservistenrolle geäußert und damit Spekulationen über einen möglichen Abschied genährt hatte, gar aus dem Kader gestrichen worden.

Pikant: Podolski selbst, den zuletzt Rückenschmerzen plagten, sagte: "Ich habe wieder schmerzfrei trainiert, bin somit bereit für das Gladbach-Spiel. Ich kann wieder voll angreifen." Klinsmann sieht das offenbar anders, ließ Podolski zusammen mit Rekonvaleszent Hamit Altintop nur ein Einzeltraining abspulen.

Dennoch soll Podolski bleiben - obwohl sich die Bayern bereits um Stürmer Mario Gomez vom VfB Stuttgart als Alternative zu Podolski bemühten, der noch bis Sommer 2010 an den Meister gebunden ist.

Auch Breno soll bleiben

Das Nein zu einem Wechsel gelte für alle Spieler und damit auch für Verteidiger Breno, ergänzte Klinsmann. Der Brasilianer wird angeblich vom italienischen Spitzenklub AC Mailand umworben. "Breno bleibt bei uns", stellte Klinsmann unmissverständlich fest.

Eine weitere Personalie soll in Kürze geklärt werden, wenn die Münchner mit Kapitän Mark van Bommel (Spielerporträt) über eine mögliche Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrages des Niederländers sprechen werden.

"Ende November, Anfang Dezember" werde es soweit sein, sagte van Bommel, der gerne in München bleiben würde. "Ich fühle mich hier zu Hause", sagte er. Auch mit Trainer Klinsmann, der ihn immer mal wieder auf die Bank gesetzt hatte, gebe es "keine Probleme".

Was wird mit van Bommel?

In Gladbach wird van Bommel wohl wieder in der Startelf stehen. Podolski dagegen steht laut Klinsmann erst wieder beim Länderspiel am Mittwoch in Berlin gegen England zur Verfügung. Zurück auf dem Platz erwartet werden am Samstag zudem die Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (Risswunde am Schienbein) und Philipp Lahm (Fußwurzelknochenbruch).

Beide haben nach Verletzungen zu Wochenbeginn mit der Mannschaft trainiert und geben grünes Licht für einen Einsatz.

"Philipp wird spielen und auch Bastian ist voll einsatzfähig", sagte Klinsmann.

Altintop und Sagnol malade

Damit fehlen den Münchnern nur noch die Rekonvaleszenten Hamit Altintop und Willy Sagnol. "Hamit ist schon wieder beschwerdefrei und wird in der kommenden Woche das Balltraining aufnehmen. Bei Willy dauert es dagegen noch etwas länger", sagte Klinsmann.

Der Coach erhofft sich im Borussia-Park eine Fortsetzung der Siegesserie (alle Spieltage) mit zuletzt fünf Liga-Dreiern in Folge. "Wir wollen uns einfach weiter nach oben arbeiten, in Gladbach gewinnen und in den nächsten Wochen Tabellenführer werden."

Auch ohne Podolski.

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