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Abwehrspieler Neven Subotic wechselte 2008 vom FSV Mainz 05 zu Borussia Dortmund © getty

Neven Subotic spricht im SPORT1-Interview über den Dortmunder Teamgeist, die Gefahr von Einzelinteressen und das Umfeld.

Von Mathias Frohnapfel

Leverkusen/München - Gerade einmal elf Gegentore hat Borussia Dortmund in den ersten 18 Liga-Spielen hinnehmen müssen.

Der unumstrittene Tabellenführer hat damit die beste Defensive der Liga. Eine Tatsache, die in der Begeisterung über den Offensivwirbel des BVB gerne untergeht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Innenverteidiger Neven Subotic ist dabei einer der Garantieträger, dass die Viererkette nicht ins Straucheln gerät.

So klärte er beim 3:1-Erfolg in Leverkusen beim Stand von 0:0 gekonnt gegen den heranstürmenden Stefan Kießling im Strafraum per Tackling. 337098(DIASHOW: Der 18. Spieltag)

Im SPORT1-Interview spricht Subotic über den Meisterkurs der Borussia, das Teamgefüge und die überbordenden Erwartungen im Umfeld.

SPORT1: Herr Subotic, was waren aus Ihrer Sicht die entscheidenden Gründe für den erfolgreichen Rückrunden-Auftakt in Leverkusen?

Neven Subotic: Wir haben das Spiel kontrolliert von der ersten Minute an und nicht leicht den Ball weggegeben. In der zweiten Halbzeit haben wir es gegen Bayer überragend gemacht. In sechs Minuten drei Tore gegen Leverkusen, das schaffen nicht so viele Mannschaften. Das hat gezeigt, dass wir auch offensiv die Qualität haben.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

SPORT1: Wie gut tut dieser Sieg dem Selbstvertrauen?

Subotic: Sehr gut. Wenn wir mal 0:2 zurückliegen sollten, können wir sagen, wir haben auch schon in sechs Minuten drei Tore geschossen.

[kaltura id="0_x6huh1pp" class="full_size" title="Gl ckwunsch zur Meisterschaft"]

SPORT1: Ist Dortmund jetzt auf dem Weg zur Meisterschaft?

Subotic: Das war ein sehr wichtiges Spiel. Wir wissen, wir sind ganz vorne in der Tabelle, das war schon ein Sechs-Punkte-Spiel.

SPORT1: Das Umfeld tobt. Wie gehen Sie mit der Euphorie um?

Subotic: Das tobt schon seit der Hinrunde (lacht), jetzt glüht es. Doch wir sind bisher damit ganz gut klar gekommen, dass wird sich auch nicht ändern.

SPORT1: War dem Team schon vorher klar, dass die Niederlage gegen Frankfurt keine Spuren hinterlassen würde?

Subotic: Uns war vorher klar, dass wir negative Erlebnisse mit etwas Positivem beantworten wollen. Und wir haben nach einer Niederlage immer eine Serie gestartet, hoffentlich machen wir das jetzt auch wieder.

SPORT1: In Leverkusen fehlten Shinji Kagawa und Lucas Barrios war nur Joker, dafür spielten Mario Götze und Robert Lewandowski. Ist dies auch eine Stärke des BVB, dass die Spieler, die reinkommen, gleich einen guten Job machen?

Subotic: Auf jeden Fall, das gehört zu einer guten Mannschaft. Es geht nicht nur um die elf, die spielen, sondern um das ganze Team. Im Training muss jeder gepusht werden. Und jeder, der eingewechselt wird, hat sich gleich beworben. Das zeichnet eine gute Mannschaft aus, dass die Pflichten auf die ganze Mannschaft verteilt sind.

SPORT1: Besteht nun die Gefahr, dass angesichts der tollen Ausgangslage sich der Einzelne in den Vordergrund stellen möchte, selbst das Tor erzielen möchte?

Subotic: Wir sind schon seit dem fünften, sechsten Spieltag vorne mit dabei, seitdem gab es kein Anzeichen, dass einer sich über die Mannschaft stellt. Wir wissen, nur gemeinsam sind wir stark.

SPORT1: Bei den Gefahren, die auf Dortmund lauern könnten, wird auch immer das sehr laufintensive Spiel erwähnt. Es könnte zu viel Kraft kosten. Wie sehen Sie das?

Subotic: Die Leute sollen sich mal reinziehen, wie viele Spiele wir in der Hinrunde gemacht haben. Das waren mehr als 25. Jetzt haben wir nur noch 16 Spiele in der gleichen Zeit. Wenn, dann werden wir nur noch spritziger.

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