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Am Grübeln: Ryan Babel wechselte 2007 von Ajax Amsterdam zu Liverpool © getty

Liverpools Stürmer war zwar beim Medizincheck. Doch noch ist sein Wechsel zu 1899 nicht fix. Offenbar will der Niederländer zu Ajax.

Von Maik Rosner

München - Eigentlich schien schon alles klar zu sein. Am Dienstag weilte Ryan Babel noch bei 1899 Hoffenheim.

Der Niederländer absolvierte den Medizincheck und ließ sich von Manager Ernst Tanner das Trainingszentrum und das Stadion in Sinsheim zeigen.

Doch nachdem der 24-Jährige am Abend wieder zurück nach Liverpool geflogen war, war der Transfer plötzlich wieder fraglich.

Denn offenbar will sich Babel lieber an seinen Ex-Klub Ajax Amsterdam ausleihen lassen, von dem er 2007 für 17 Millionen Euro nach Liverpool gewechselt war.

"Wenn Liverpool und Ajax eine Einigung finden, werde ich dort sicher hingehen", wurde Babel von der "Daily Mail" zitiert.

Und sein Berater Winnie Haatrecht sagte der Zeitung "De Telegraaf": "Ein Halbjahr in Amsterdam ziehen wir vor. Hoffenheim wird nur eine Option, wenn Ryan nicht auf Leihbasis zu Ajax gehen darf oder sie ihn nicht wollen."

Aus Amsterdam hieß es, bei Ajax sei man an Babel ebenfalls interessiert. "Vielleicht tut sich etwas im Laufe der Woche", zitierte die Zeitung eine nicht näher genannte "Ajax-Quelle".

Liverpool vermeldet Einigung

Ob das Interesse konkreter wird, hängt wohl von Uruguays Nationalstürmer Luis Suarez ab, der wiederum bei Liverpool im Gespräch ist (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News).

Für Hoffenheim bedeutet das: Das Transfer-Theater um den 40-maligen Nationalspieler Babel könnte sich hinziehen.

"Eine Entscheidung erwarte ich auf keinen Fall noch in dieser Woche", sagte 1899-Manager Ernst Tanner am Mittwoch.

Die Kraichgauer wären nur der "Notnagel" für Babel. Und das, obwohl Liverpool schon Einigung mit 1899 vermeldet hatte. Auch wenn das später von Tanner dementiert wurde.

Sieben Millionen Euro soll 1899 bereit sein, für den Ersatz für Demba Ba zu zahlen.

"Einer der Wunschkandidaten"

"Durch den Abgang von Ba und die Verletzung von Obasi waren wir in einer Notsituation. Babel war einer der Wunschkandidaten, von denen unser Manager Ernst Tanner am meisten überzeugt war", hatte Mäzen Dietmar Hopp der "Bild" erklärt.

Doch nun steht die Verpflichtung wieder stark in Frage.

Babel, der als schwieriger Typ gilt und zuletzt mit einer Schiedsrichter-Beleidigung via Twitter für Aufregung gesorgt hatte, ist allerdings nicht das einzige Objekt der Begierde.

Weitere Transfers geplant

"Wir brauchen auf der linken Abwehrseite noch einen Linksfuß, da Christian Eichner uns verlassen hat. Wir schauen uns im zentralen Mittelfeld um, und wir versuchen in der Offensive noch den ein oder anderen Spieler zu holen", sagte Trainer Marco Pezzaiuoli.

Das sieht auch Tanner so: "Wir haben viel Qualität abgegeben. Wir müssen noch etwas Qualität dazu holen, um den Weg fortsetzen zu können."

Bisher wurde David Alaba von Bayern München ausgeliehen und der junge Brasilianer Roberto Firmino verpflichtet.

Luiz Gustavo (Bayern) und Eichner (1. FC Köln) hatten den Klub verlassen.

Ba, der seinen Abschied mit einem Trainingsstreik erzwungen hatte, hat noch keinen neuen Verein gefunden. Bei Stoke City fiel der Senegalese jüngst im Medizincheck durch.

Geht auch Tagoe?

Zudem könnte auch noch Prince Tagoe Hoffenheim verlassen. Der Klub würde ihn freigeben.

"Sollte sich Prince dazu entschließen zu gehen, dann müssten wir noch was machen", sagte Tanner.

Zumal Chinedu Obasi vorerst verletzt ausfällt.

Viel wird nun spekuliert, wen Hoffenheim holen könnte.

Unter anderem wird weiterhin Raul Bobadilla vom Liga-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach als möglicher Zugang gehandelt.

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