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Ruud van Nistelrooy (r.) wird heftig von Real Madrid umworben © getty

Lange tut sich der HSV gegen verletzungsgeplagte Frankfurter schwer. Ein Edeljoker sorgt für einen versöhnlichen Tagesabschluss.

Hamburg - Erst die Niederlage am Verhandlungstisch, dann die Trotzreaktion auf dem Spielfeld.

Wenige Stunden nach der unerwarteten Absage von Matthias Sammer für den Posten des Sportdirektors hat der Hamburger SV eine sportliche Enttäuschung gerade noch einmal vermieden.

Dank eines Tores von Mladen Petric in der 65. Minute kam der HSV vor 50.239 Zuschauern gegen Eintracht Frankfurt zu einem hochverdienten 1:0 (0:0)-Sieg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Gegen einen stark ersatzgeschwächten Gegner nutzte der HSV damit die Chance, den Abstand zu den Europacup-Plätzen weiter zu verringern 340258(DIASHOW: Der 19. Spieltag).

Petric mit gutem Näschen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt, reagierte Petric bei seinem Treffer nach einer Hereingabe von Änis Ben-Hatira schneller als die Frankfurter Hintermannschaft.

Der ansonsten gute Eintracht-Torhüter Oka Nikolov machte in dieser entscheidenden Szene einen desorientierten Eindruck und konnte nicht mehr verhindern, dass der Kroate den Ball aus kurzer Distanz über die Linie schob.

Van Nistelrooy von Fans gefeiert

Die Feldüberlegenheit der Norddeutschen war zwar eindeutig, doch hochkarätige Torchancen blieben zunächst Mangelmare, weil die Mannschaft von Trainer Armin Veh ihre Aktionen zu berechenbar anlegte und damit die Gäste kaum überraschte.

Die beste Einschussmöglichkeit in der ersten Halbzeit hatte noch in der achten Minute Ben-Hatira, doch Nikolov verkürzte rechtzeitig den Winkel.

Torjäger Ruud van Nistelrooy wird der Flirt mit Real Madrid von den Hamburger Fans ganz offensichtlich nicht übel genommen.

Bei der Vorstellung des Niederländers gab es keinerlei Pfiffe und auch die üblichen "Ruud, Ruud"-Rufe hallten durch die WM-Arena.

Noch ist nicht endgültig geklärt, ob der 34-Jährige bis zum Saisonende beim HSV bleibt.

Skibbe verlängert

Auf eine Verlängerung seines Vertrages bis 2012 hat sich hingegen Eintracht-Coach Michael Skibbe festgelegt.

"Es ist noch nichts unterschrieben, aber Heribert Bruchhagen und ich haben uns die Hand darauf gegeben", sagte Skibbe kurz vor dem Anpfiff von FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Ergolding.

Blutiges Kopfballduell

Nach einem blutigen Kopfballduell mussten sowohl Gojko Kacar vom HSV als auch der Frankfurter Alexander Meier kurz vor der Pause ausgewechselt werden.

Für Kacar kam Tomas Rincon aufs Feld, Caio ersetzte Meier.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste beim HSV auch Jonathan Pitroipa das Feld verlassen, für den Profi aus Burkina Faso kam der spätere Torschütze Petric ins Team.

Frankfurt nach vorne zu schwach

Drei Minuten nach Wiederbeginn hatte Eljero Elia die Chance zum Führungstreffer, scheiterte jedoch mit einem Schuss am reaktionsschnellen Nikolov.

Die Dominanz der Platzherren hielt unvermindert an, doch die Frankfurter wehrten sich lange tapfer, konnten aber nur selten Entlastungsangriffe starten.

Es dauerte bis zur 63. Minute, ehe sie überhaupt zu ihrem ersten Eckball kamen.

Aushilfs-Vverteidiger stark

Torschütze Petric und der Brasilianer Ze Roberto waren die stärksten HSV-Akteure.

Aus dem Team der Eintracht ragten die in vielen Situationen gut disponierten Abwehrspieler Sebastian Jung und Ricardo Clark heraus.

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