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Simon Kjaer erzielte gegen Mainz sein erstes Bundesliga-Tor © getty

Der Verteidiger beendet die Wolfsburger Remis-Serie. Für Mainz setzt es die zweite Niederlage im zweiten Rückrundenspiel.

Mainz - Der VfL Wolfsburg ist erlöst. Nach sieben Unentschieden in Serie gewann der Deutsche Meister von 2009 beim FSV Mainz 05 1:0 (0:0) und nahm seinen Trainer Steve McClaren damit zumindest vorerst aus der Schusslinie.

Der Däne Simon Kjaer (82.) sicherte den Sieg mit seinem ersten Bundesliga-Tor. 340258(DIASHOW: Der 19. Spieltag)

Mainz bleibt trotz der Niederlage in der Spitzengruppe, machte aber den Fehlstart in die Rückrunde mit der zweiten 0:1-Niederlage perfekt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Unentschieden wäre verdient

"Wir haben ganz schön Glück gehabt. Das war fußballerisch sicherlich nicht das Beste. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen", schätzte Arne Friedrich die Leistung selbstkritisch ein.

Auch der Mainzer Eugen Polanski übte Selbstkritik: "Wir müssen cleverer spielen. Wenn wir merken, dass wir aus Unvermögen kein Tor schießen oder weil wir kein Glück haben, dann müssen wir auch mal das 0:0 halten. Und uns so ein bisschen Selbstvertrauen zurückholen."

Löw beobachtet Schürrle

Der FSV begann offensiv und setzte Wolfsburg gleich unter Druck. Einen Schuss des Jung-Nationalspielers Andre Schürrle (3.) blockte Sascha Riether unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw in höchster Not ab.

Sami Allagui (22.) verfehlte aus 20 Metern das Tor.

Riether muss früh runter

Im Anschluss kamen die Gäste etwas besser ins Spiel. Diego war bemüht, das Offensivspiel zu ordnen, Torchancen blieben aber Mangelware. Der Brasilianer Grafite war im Sturm zumeist auf sich allein gestellt.

Bei Wolfsburg hatte McClaren nach dem 1:1 zum Rückrundenauftakt gegen den Deutschen Meister Bayern München eine Änderung vorgenommen.

Tolga Cigerci rückte für den Brasilianer Cicero ins Mittelfeld. Riether musste nach 34 Minuten mit Knieproblemen ausgewechselt werden.

Holtby zu Beginn auf der Bank

Bei Mainz saß Mittelfeldregisseur Lewis Holtby nach seiner Gehirnerschütterung bei der 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart bis zur 63. Minute auf der Bank.

FSV-Coach Thomas Tuchel setzte auf eine offensive Aufstellung. Die Stürmer Adam Szalai und Allagui rückten in die Startelf.

Mäßiges Niveau

Doch auch nach dem Seitenwechsel sahen die etwa 20.000 Zuschauer im Bruchwegstadion eine Begegnung auf mäßigem Niveau. Beide Mannschaften konnten kaum spielerische Akzente setzen.

Mainz wurde noch einmal etwas stärker, ohne Wolfsburg aber in große Bedrängnis zu bringen. Die beste Gelegenheit hatte noch Szalai (66.) mit einem Hackentrick.

Fehler von Müller ermöglicht Tor

Auf der Gegenseite scheiterte Grafite (75.) an FSV-Torhüter Heinz Müller. Dann schlug Kjaer nach einer Freistoßflanke von Diego per Kopf zu. Keeper Müller machte dabei allerdings keine gute Figur. Er flog an der Flanke vorbei.

Beste Spieler bei Mainz waren Innenverteidiger Niko Bungert und der bemühte Marcel Risse. Bei Wolfsburg überzeugten vor allem Kjaer und Friedrich.

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