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Julian Schieder (M.) traf für Nürnberg zum Ausgleich beim SC Freiburg © getty

Dank einer Leistungssteigerung holt der Club bei personalgeplagten Freiburgern einen Punkt. Der SC baut in Hälfte zwei ab.

Freiburg - Der 1. FC Nürnberg hat den Schwung aus dem DFB-Pokal zumindest teilweise mit in die Bundesliga gebracht und einen wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg geholt.

Drei Tage nach dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale in Offenbach kamen die Franken am 19. Spieltag trotz eines Rückstands zu einem 1:1 (0:1) beim stark ersatzgeschwächten SC Freiburg. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Julian Schieber (56.) erzielte den Treffer für den Club, der seit sechs Jahren auf einen Sieg in Freiburg wartet. Johannes Flum hatte die Freiburger in Führung gebracht (32.) und das 500. Bundesliga-Tor des SC erzielt.

Freiburg seit fünf Partien unbesiegt

Die Breisgauer, die neben Toptorjäger Papiss Cisse (Muskelfaserriss) auf zehn weitere Profis verzichten mussten, sind seit mittlerweile fünf Spielen ungeschlagen.

"Dafür, dass so viele gefehlt haben, hat es die Mannsschaft in der ersten Hälfte gut gemacht. Der Spielaufbau hat funktioniert, nur der letzte Querpass hat nicht geklappt. Am Ende ist das Unentschieden gerecht", sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt.

"Gerechtes Unentschieden"

Sein Gegenüber Dieter Hecking war der gleichen Meinung: "In der ersten Halbzeit war das Spiel nicht der große Knaller. In der zweiten Halbzeit haben wir einen Gang hochgeschaltet und lange auf Sieg gespielt. Unter dem Strich steht ein gerechtes Unentschieden."

Die 20.000 Zuschauer sahen in der Anfangsphase ein zerfahrenes Spiel. Die Profis auf beiden Seiten leisteten sich zahlreiche Fehler im Offensivspiel, die Abwehrreihen hatten keine große Mühe.

Unauffälliges Jendrisek-Debüt

Bei den Freiburgern machte sich das Fehlen Cisses bemerkbar. Der Senegalese wurde von Neuzugang Erik Jendrisek ersetzt. Der slowakische Nationalstürmer war unter der Woche vom Vizemeister Schalke 04 nach Freiburg gewechselt. Jendrisek agierte zunächst unauffällig. 340258(DIASHOW: Der 19. Spieltag)

Der Slowake war allerdings nicht der Einzige, der sich nicht in Szene setzen konnten. Beide Teams zeigten eine schwache Leistung. Erst in der 18. Minute erarbeiteten sich die Gäste, die ohne Mike Frantz, Ilkay Gündogan und Albert Bunjaku auskommen mussten, die erste Chance der Partie.

Der Kopfball von Innenverteidiger Philipp Wollscheid ging allerdings über das Tor. Die Freiburger brachten in der Offensive nahezu gar nichts zustande.

Flums Führung aus dem Nichts

Lediglich ein Freistoß des Kroaten Mensur Mujdza sorgte für einen Hauch von Gefahr (26). Um so überraschender war das erste Saisontor Flums, bei dem die Nürnberger Abwehr nicht gut aussah.

Nach dem Rückstand wirkten die Gäste schockiert, Freiburg übernahm bis zur Pause das Kommando. Gute Möglichkeiten sprangen dabei aber nicht mehr heraus.

Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Franken ihre Bemühungen und wurden rasch durch den sehenswerten Treffer Schiebers belohnt. Nur vier Minuten später traf der Nürnberger Christian Eigler die Latte.

Steigerung in der zweiten Hälfte

Da auch die Freiburger mehr für die Offensive taten, sahen die Zuschauer insgesamt eine weitaus bessere Partie als im ersten Abschnitt. In der 63. Minute war das schwache Debüt Jendriseks im Dress der Breisgauer beendet. Der Angreifer machte dem Japaner Kisho Yano Platz.

Beste Spieler aufseiten der Gastgeber waren Spielmacher Jan Rosenthal und Außenverteidiger Felix Bastians. Bei den Gästen konnten vor allem Schieber und Wollscheid überzeugen.

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