Dortmunds 1:1 gegen Stuttgart sollte nicht überbewertet werden - genauso wie der hohe Sieg Bayern-Sieg. Der Einwurf zum 19. Spieltag.

Dortmunds Unentschieden gegen Stuttgart ist für den BVB kein Beinbruch.

Von einer so jungen Mannschaft kann niemand erwarten, dass sie jeden Gegner beherrscht und Woche für Woche nach Belieben trifft.

Dass es einmal mit der Chancenverwertung nicht klappt, passiert auch wesentlich erfahreneren Mannschaften. Man denke nur an die Auswärtsspiele der Bayern in dieser Saison.

Dass auch ein souveräner Tabellenführer einmal einen schlechteren Tag erwischt, ist völlig normal.

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Der Punktverlust gegen den VfB wird in Dortmund nicht für Panik sorgen. Das "M-Wort" hätte auch bei einem weiteren Sieg keiner in den Mund genommen.

Dass der Vorsprung auf Platz zwei durch Hannovers Niederlage gegen Schalke sogar noch gewachsen ist, lässt sich zwar nicht von der Hand weisen, spielt aber überhaupt keine Rolle.

Denn weder 96 noch Mainz können dem BVB gefährlich werden.

Für Hannover wäre schon das Erreichen eines Europapokalplatzes ein enormer Erfolg, Mainz droht nach der erneuten Niederlage sogar Gefahr, nach unten durchgereicht zu werden.

Der FC Bayern, der gegen Kaiserslautern trotz des hohen Siegs nicht voll überzeugt hat, ist zwar momentan nur Vierter, aber dennoch der heißeste Anwärter auf den zweiten Platz, der zur direkten Teilnahme an der Champions League berechtigt. Nicht mehr, nicht weniger.

Für Leverkusen, das mit dem 3:1 in Mönchengladbach auf Platz zwei und bis auf elf Punkte an Dortmund herangerückt ist, wäre am Ende der dritte Platz schon ein großer Erfolg.

Der HSV, dessen Spieler sich von der eklatanten Führungsschwäche ihres Vereins nicht beeindrucken lassen, ist im Aufwind und auch Schalke kommt nach katasprophalem Saisonstart allmählich in Fahrt.

Die üblichen Verdächtigen - von desolaten Bremern abgesehen - werden die internationalen Plätze unter sich ausmachen. Mit dem kleinen Unterschied, dass die Bayern dieses Mal nicht die Gejagten, sondern die Jäger sind.

Um Dortmund wirklich gefährlich zu werden, müssen sie aber erst einmal selbst Woche für Woche überzeugen. Das haben sie bisher nicht getan.

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