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Nach dem 0:0 in Bochum und nur 17 Punkten steht Bremen entgültig in der Krise © getty

Nachdem zuletzt kaum noch etwas zu helfen schien, sucht Werder Bremen gegen Köln mit einfachen Mitteln den Weg aus der Krise.

Bremen - Erst mit "Hurra-Fußball" untergegangen, dann mit der Brechstange gescheitert und am Ende auch mit taktischen Umstellungen nicht mehr weiter gekommen:

Nachdem zuletzt kaum noch etwas zu helfen schien, sucht Werder Bremen nun mit einfachen Tugenden den Weg aus der Krise.

Wenn der Vizemeister im einzigen Sonntagsspiel des Spieltages auf den Aufsteiger 1. FC Köln trifft (ab 17 Uhr LIVE), sollen Trainings-Fleiß und mehr Kommunikation zwischen den Spielern endlich den ersehnten Erfolg bringen.

Intensive Gespräche

"Wir haben diese Woche gut genutzt und sehr viel Arbeit hineingepackt. Ich hoffe, dass uns das jetzt weiterbringt", sagt Werder-Coach Thomas Schaaf und baut nicht zuletzt auf die Wirkung intensiver Gespräche aus den vergangenen Tagen.

"Gerade wenn nicht alles so leicht vom Fuß geht, ist es wichtig, sich gegenseitig auch verbal zu helfen. Kommunikation ist ein ganz wichtiger Bestandteil beim Fußball."

Wo sich in den vergangenen Jahren der Erfolg fast von allein einstellte, sind nach der jüngsten Durststrecke von nur einem Sieg aus neun Pflichtspielen auch die Selbstzweifel gewachsen(Ergebnisse und Tabelle).

"Wir sind sehr gespannt, wie wir uns gegen Köln durchsetzen werden. Das ist eine Mannschaft, die bisher jedem Gegner das Leben schwer gemacht hat", meint Schaaf und warnt vor dem immer stärker gewordenen Aufsteiger, der fünf seiner letzten sieben Spiele gewonnen hat.

Bremer Verletzungssorgen

Dabei könnte sich erneut die anfällige Defensive der Hanseaten als Achillesferse erweisen - zumal neben Nationalspieler Clemens Fritz (Muskelfaserriss im Oberschenkel) in Sebastian Boenisch ein weiterer Abwehrspieler kurzfristig ausfällt.

Der Linksverteidiger zog sich im Training am Freitag ebenfalls eine Muskelverletzung zu. Damit sind die gelernten Innenverteidiger Sebastian Prödl und Petri Psasanen die einzigen echten Alternativen für die Außenbahnen.

Ex-Bremer warnt

Ein ehemaliger Bremer auf Seiten der Geißbock-Elf warnt dennoch davor, den kriselnden Gegner zu unterschätzen.

Der Kameruner Pierre Wome will von Werders Krise jedenfalls nichts wissen.

"Die sind stark, auch wenn sie zuletzt einige Probleme hatten. Wir werden uns nicht auf ihren negativen Lauf verlassen, sondern auf unsere eigenen Stärken schauen", so der Abwehrspieler der Rheinländer.

Ähnlich sieht es FC-Trainer Christoph Daum, der der Partie zugleich eine richtungweisende Bedeutung gibt:

"Das wird ein sehr schweres Auswärtsspiel, weil die Bremer zuletzt viel Kritik einstecken mussten. Für uns wird das ein wichtiger Prüfstein für die Entwicklung der Mannschaft."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Bremen: Wiese - Prödl, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Baumann - Frings, Hunt - Diego - Rosenberg, Pizarro

Köln: Mondragon - Brecko, Geromel, Mohamad, Wome - Pezzoni - Petit, Antar - Sanou, Novakovic, Ehret

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