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Jörg Schmadtke absolvierte in seiner aktiven Karriere 266 Bundesligaspiele © getty

Hannovers Sportdirektor Jörg Schmadtke fordert im SPORT1-Doppelpass ein Ende des Vertragspokers von Trainer Mirko Slomka.

München - Der sportliche Höhenflug ist vorrübergehend gestoppt.

Das 0:1 gegen Schalke 04 war für Hannover 96 die erste Heimniederlage seit November (0:4 gegen Dortmund). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Das Ergebnis gegen die Königsblauen stand am Wochenende aber eher im Hintergrund bei den Niedersachsen.

Denn das Geschacher um die Vertragsverlängerung mit Trainer Mirko Slomka bleibt das dominante Gesprächsthema. 340258(DIASHOW: Der 19. Spieltag)

Erfolgscoach Slomka ziert sich, kündigt eine baldige Entscheidung an.

Sportdirektor Jörg Schmadtke ist das Thema sichtlich leid und drängt als Gast im SPORT1-Doppelpass auf eine schnelle Klärung der Angelegenheit.

SPORT1 hat die wichtigsten Aussagen Schmadtkes im Doppelpass zusammengefasst:

Jörg Schmadtke über...

den Stand der Vertragsverhandlungen mit Trainer Mirko Slomka: "Zugegebenermaßen dauert dieses Gespräch zu lange. Die Dinge sind seit letzter Woche endverhandelt. Er hat jetzt Zeit und wird uns zu Beginn der Woche seine Entscheidung mitteilen."

die Vertragsinhalte: "Wir verhandeln die ganze Zeit über bestimmte Punkte. Es geht nicht um Macht und er hat auch keine utopischen Gehaltsforderungen gestellt. Wir haben ihm einen vernünftigen Vertrag angeboten. Der ist unseren wirtschaftlichen Zwängen geschuldet, er honoriert aber auch die Leistungen, die er bei uns gebracht hat. Und das wird anerkannt in diesem Vertrag. Es hat eben einfach gedauert, aber es war alles sehr konstruktiv. Er muss jetzt eine Entscheidung fällen. Ist er mit dem Vertragsangebot von Hannover 96 zufrieden, ja oder nein? Wir können ja nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag verhandeln. Wo soll das hinführen?"

ein mögliches Ultimatum an Slomka: "Wir arbeiten nicht mit diesen Druckmechanismen. Das ist auch gar nicht notwendig. Es ist alles noch in einem vernünftigen Dialog. Und solange dem so ist, haben wir überhaupt gar keine Probleme. Es wird dann eng, wenn Fronten sich verhärten und man nicht mehr reden kann."

das Erfolgsrezept in dieser Saison: "Der Erfolg basiert darauf, dass wir den Kader umgemodelt haben. Wir haben eine homogene Einheit geschafften, die der Trainer geformt hat. Das Gefüge muss passen. Auch wenn immer erzählt wird, Slomka-Schmadtke das geht gar nicht, doch es geht. Wir haben 34 Punkte, es funktioniert alles. Wir sprechen die wichtigen Dinge ab. Der Trainer trifft seine Entscheidung und weiß auch um die Rückendeckung, die er hat."

die Saisonziele: "Wir sind Zweiter aktuell, aber der Siebte ist nur vier Punkte hinter uns. Die Dinge rutschen gerade deutlich zusammen. Es ist überhaupt nicht nötig ein Saisonziel auszugeben. So wie die Dortmunder nicht von der Meisterschaft reden, wollen wir nicht von mehr reden, als den zu Saisonbeginn ausgegebenen 40 Punkten."

[kaltura id="0_iregfe2l" class="full_size" title="Hannover und sein "Pokerface""]

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