Udo Lattek deutet in seiner Kolumne die Interview-Aussagen des Bayern-Präsidenten. Für Matthias Sammer zeigt er Vertständnis.

Hallo Fußball-Freunde,

die Absage von Matthias Sammer an den Hamburger SV war der Aufreger der Woche. Für mich ist sie verständlich.

Sammer hat mir gesagt, dass er sehr zufrieden und glücklich ist. Das Vorgehen des HSV sei ihm zu schnell gegangen und so schnell hätte er sich nicht entscheiden können.

Mit seiner jetzigen Entscheidung kann er sehr gut leben. Die Verhandlungen waren schon sehr weit, der HSV konnte davon ausgehen, dass Sammer kommen würde.

Der stand aber unter Druck und musste sich entscheiden. Dr. Zwanziger hat ihn gebeten zur Präsidiumssitzung zu kommen und eine Entscheidung zu treffen.

Unruhe herrscht trotz des klaren Sieges gegen Kaiserslautern nach Uli Hoeneß' Zeitungsinterview auch beim FC Bayern.

Wenn ich vom Uli etwas lese, versuche ich immer zu überlegen, was er damit bezwecken will. Er sagt nicht immer das, was er wirklich meint, sondern versucht zu initiieren, zu provozieren und Personen aus der Deckung zu locken.

Vielleicht lockt er van Gaal, damit die beiden sich mal zusammensetzen. Bei van Gaal läuft Uli immer noch gegen eine Wand. Die beiden kommen nicht zum Sprechen. Und als sie miteinander gesprochen haben, haben sie sich scheinbar nicht verstanden.

Das muss, aus meiner Sicht, geregelt werden. Es sind zwei erwachsene Leute. Da geht es um den FC Bayern und nicht um Einzelschicksale.

Für Mario Gomez hat sich die Saison mittlerweile zum Guten gewendet. Er hat auch zu Saisonbeginn gar nicht so schlecht gespielt und seine Tore gemacht. Nur ist er da vom Trainer nicht so hofiert worden.

Deshalb hat er eine Unsicherheit ausgestrahlt, die er innerlich gar nicht hatte. Er weiß, was er kann und ist für mich ein ganz hervorragender Spieler.

Jetzt hat er die Sicherheit und macht die Tore, die er als es noch nicht so lief, nicht gemacht hat.

Bis nächste Woche!Euer Udo Lattek

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