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Mario Gomez wurde mit Stuttgart 2007 und mit dem FC Bayern 2010 Deutscher Meister © getty

Bayerns Torjäger hat derzeit einen Lauf. Im Gespräch mit SPORT1 gibt er sich optimistisch für die nächsten Wochen.

Von Christian Stüwe und Mathias Frohnapfel

München - Für einen echten Torjäger gibt es nur schwarz oder weiß, gut oder schlecht, entweder er trifft, oder er trifft nicht.

So gesehen ist die Welt für Mario Gomez beim FC Bayern seit Oktober 2010 wieder in Ordnung.

Bis zum 8. Spieltag der laufenden Saison blieb Gomez ohne Liga-Treffer im Trikot der Bayern.

In den vergangenen zwölf Partien traf er dafür gleich 15-mal und steht damit gemeinsam mit Freiburgs Papiss Demba Cisse an der Spitze der Bundesliga-Torschützenliste. 340258(DIASHOW: Der 19. Spieltag)

"Das ist mein Job", sagte Gomez im Gespräch mit SPORT1: "Ich habe auch schon in der Winterpause gesagt, dass ich hier gut zurechtkomme und weiß, was von mir verlangt wird."

Kritik von van Gaal

Gut eineinhalb Jahre nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zum Rekordmeister sind vergangene Flautephasen und die zwischenzeitliche Verbannung auf die Bank vergessen.

Der Nationalspieler ist in München endgültig angekommen. Auch wenn Trainer Louis van Gaal trotz dreier Gomez-Tore beim 5:1-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht zufrieden war.

"Mario musste vor der Pause seine Chancen nutzen. Da war es wichtig. Tor Nummer vier und fünf sind nicht mehr wichtig", motzte van Gaal.

Letzte Saison häufig nur Joker

Gomez wird die Kritik verkraften, hat er in München doch schon deutlich schwerere Zeiten durchgemacht. Der 30-Millionen-Euro-Stürmer fand nach seinem Wechsel im Sommer 2009 nicht zu seiner Gefährlichkeit aus VfB-Zeiten.

Immer häufiger saß Gomez auf der Bank, bei seinen Joker-Einsätzen verpasste er beste Chancen. Doch in den letzten Monaten ist das anders, das alte Selbstvertrauen ist wieder da.

Die Kampfansage von Sturmpartner Mirolav Klose wird ihm momentan keine Angst machen.

"Er weiß, was er kann und ist für mich ein ganz hervorragender Spieler. Jetzt hat er die Sicherheit und macht die Tore, die er als es noch nicht so lief, nicht gemacht hat", lobte SPORT1-Experte Udo Lattek im Doppelpass.

"Bin für die nächsten Wochen optimistisch"

Gegen Lautern lief es in der ersten Halbzeit nicht gut für Gomez. In der zweiten Hälfte schlug "Super-Mario" dann zu und erzielte schon seinen dritten Pflichtspiel-Dreierpack der Saison.

"Es kann natürlich auch mal so laufen, wie in der ersten Halbzeit, wo ich in der Luft hänge und das Spiel an mir vorbeiläuft", erklärte Gomez.

"Dann ruhig zu bleiben und abzuwarten kann man, wenn man eine erfolgreiche Phase hatte", so Gomez: "Und die hatte ich, deswegen bin ich auch für die nächsten Wochen optimistisch."

Torjägerkanone fehlt noch

Dann könnte Gomez ein ganz persönliches Ziel in Angriff nehmen.

Denn obwohl der 25-Jährige in bislang 167 Bundesligaspielen stolze 88 Tore erzielt hat, fehlt dem Fußballer des Jahres 2007 die Torjägerkanone noch im Trophäenschrank.

"Natürlich habe ich dieses Ziel, aber es für mich auch kein Beinbruch wenn ich es nicht werde", zeigte sich Gomez aber bescheiden: "Das Wichtigste ist der Erfolg der Mannschaft, davon will ich ein Teil sein."

Konzentration auf Platz zwei

Erfolg, das bedeutet für die Bayern nach offizieller Lesart in dieser Saison Platz zwei - ungeachtet des Dortmunder Remis gegen Stuttgart und "nur" noch 14 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir müssen uns Platz zwei sichern, da sind wir auch einem guten Weg", bestätigte Gomez: "Unsere anderen Konkurrenten haben verloren. Leverkusen sehe ich als unseren stärksten Rivalen."

Bayer steht nach dem 3:1 am Sonntag in Mönchengladbach auf jenem umkämpften zweiten Platz.

Kleine Meister-Hintertür

Was Dortmund mache, könne man ohnehin nicht beeinflussen, erklärte Gomez, hat aber augenscheinlich noch nicht ganz aufgegeben:

"Wir sollten noch mal zehn Spieltage abwarten und dann schauen wir mal."

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