Huub Stevens kann in seiner Kolumne die von Matthias Sammer genannten Gründe für seine Absage beim HSV nicht nachvollziehen.

Hallo Fußball-Freunde,

Wenn die Zusammenarbeit zwischen Matthias Sammer und dem Hamburger SV deshalb nicht zustrande gekommen ist, weil etwas zu schnell an die Öffentlichkeit gegangen ist, dann ist das natürlich schade.

Es ist schade, weil ich denke, dass Sammer zum HSV gepasst hätte.

Ich selbst habe aus privaten Gründen die Zusammenarbeit mit dem HSV beendet. In Köln waren es auch persönliche Gründe. So etwa muss man aber vorher besprechen. Wenn man in die Gespräche mit einem Verein geht, dann muss man das wissen.

Ein Krankheitsfall in der Familie ist etwas anderes als wenn man seine Kinder von einer Schule nehmen muss. So etwas gehört zum Fußballgeschäft. Das weiß man. Solche Sachen kann man sich vorher überlegen.

Ich finde nicht, dass so etwas im Nachhinein die Begründung sein kann. Ich denke schon eher, dass es die Tatsache war, dass Dinge zu früh an die Öffentlichkeit gegangen sind, die Sammers Entscheidung beeinflusst hat.

Die ganze Aufregung um Sammer hat aber nichts mit der Qualität der Hamburger Mannschaft zu tun. Sie hat die Qualität um ganz oben mitzumischen. Sie steht nur sechs Punkte hinter Platz zwei und drei Punkte hinter Bayern.

Für Ruud van Nistelrooy habe ich Verständnis. Er kann zu Real Madrid zurückkehren. Das ist nicht irgendein Verein. Sie spielen um die Champions League, die spanische Meisterschaft und den Pokal. Wenn so ein Verein dich haben will, dann ehrt dich das.

Aber: Er hat einen Vertrag in Hamburg unterschrieben. Man muss die Sache von beiden Seiten betrachten. Ruud ist ein anständiger Kerl, der seine Leistung bringt. Aber wenn Real Madrid kommt, dann kommt ein Spieler ins Grübeln.

Dass Dortmund nach dem 1:1 gegen Stuttgart ins Straucheln kommt, glaube ich nicht. Sie haben immer noch elf Punkte Vorsprung auf Leverkusen und 14 auf die Bayern und müssten schön ziemlich blöd sein, um das noch zu verspielen. Trotzdem darf man die Bayern nicht abschreiben.

Was Arjen Robbens Comeback angeht: Man weiß doch, welche Qualitäten er hat. Ich hoffe, dass er fit bleibt und an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen kann. Wenn er das schafft, wird Bayern sicher Platz am Ende Platz zwei belegen. Vielleicht sogar doch noch Platz eins.

Michael Ballack hat in Mönchengladbach sein Comeback für Leverkusen gegeben. 34 Minuten sind ein guter Anfang. Er braucht aber seine Zeit, um in seinen Rhythmus zu kommen.

Jede Minute, die er an Spielpraxis sammeln kann, ist gut für ihn. Jupp Heynckes sieht aber auch, wie die anderen Spieler drauf sind. Wenn die einen frischeren Eindruck hinterlassen, ist es das Recht des Trainers, sich für diese Spieler zu entscheiden.

Ansonsten ist diese Saison so komisch, da kann noch alles passieren.

Ich würde es Schalke wünschen und habe noch immer das Vertrauen, dass sie noch einen Platz für das internationale Geschäft erreichen.

Kölns Sieg gegen Bremen war wichtig. Wenn Lukas Podolski und die Mannschaft weiter so auftreten wie am Samstag, kommt Köln auch unten raus.

Für Bremen wird es ganz schwer. Die Spieler müssen endlich mal zeigen, was sie draufhaben. Mit so einer Leistung wie in Köln könnte Werder auch ganz unten reinrutschen und dort nicht mehr wegkommen.

Bis dahin,Euer Huub Stevens

[kaltura id="0_6vwyk9qv" class="full_size" title=" HSV hat sich nichts vorzuwerfen "]

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