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Neven Subotic (r., mit Liberopolous) erzielte gegen Frankfurt seine Saisontreffer 4 und 5 © getty

Der Innenverteidiger trifft gegen überforderte Frankfurter doppelt. Eintracht-Trainer Funkel blickt schon wieder nach vorne.

Dortmund - Als der torgefährlichste Abwehrspieler der Bundesliga nach seinem ersten Doppelpack in den Fokus der Medien rückte, erlaubte er nur einen kurzen Blick in sein Seelenleben.

"Ich bin derzeit glücklich wie noch nie zuvor", sagte Neven Subotic.

Der 19-Jährige hatte schon vor der Halbzeit seines 14. Erstliga-Auftritts mit den Saisontreffern Nummer vier und fünf den Grundstein zum 4:0 (3:0) von Borussia Dortmund über Eintracht Frankfurt gelegt.

Zweimal war der Innenverteidiger per Kopf zur Stelle gewesen (5. und 26.).

Dass ihn die Statistik nach dem zweiten Dortmunder Heim- und höchsten Saisonsieg außerdem als zweikampfstärksten Akteur auf dem Platz auswies, verwunderte niemanden.

"Kopfball ist Willenssache"

Der einstige Mainzer entpuppt sich für den BVB als echtes Juwel. "Kopfball ist Willenssache. Viel zu viele Spieler springen nur als Alibi mit hoch", erklärte Subotic, der auch spielerisch mit klugen und präzisen Pässen zu überzeugen weiß.

Zweimal leistete Tamas Hajnal per Eckball und per Freistoß wesentliche Vorarbeit.

"Wir üben das regelmäßig im Training. Es ist natürlich schön, wenn es im Spiel auch klappt", meinte der Mittelfeldregisseur, der seine starke Vorstellung vor 72.200 begeisterten Zuschauern mit dem Tor zum 2:0 (19.) krönte.

USA oder Serbien?

Voll des Lobes war auch Sportdirektor Michael Zorc über Subotic, bedauerte jedoch, dass der gebürtige Bosnier nicht für die deutsche Nationalmannschaft nomniert werden kann.

"Der Spieler möchte es, auch wir als Klub und der DFB, aber der Weltverband schiebt einen Riegel davor. Das ist bedauerlich und unverständlich", so Zorc.

Denn Subotic (Spielerportrait ) besaß noch keinen deutschen Pass, als er erstmals für die USA international spielte. Bis Weihnachten, so der Youngster mit serbischen Wurzeln, wolle er sich entscheiden, ob er künftig für die US-Auswahl oder Serbien auflaufen wird.

"Luxusproblem" in der Innenverteidigung

Subotic war für den BVB eine gute Investition in die Zukunft wie auch dessen Abwehrkollege Felipe Santana. Der 22 Jahre alte Brasilianer erzielte in seinem dritten Bundesligaspiel - und zweiten von Beginn an - sein drittes Tor (69.).

Zorc lobte: "Unsere Innenverteidiger haben insgesamt schon neun Tore erzielt, alle sind äußerst torgefährlich. Wir haben ein Luxusproblem."

Insgesamt leisteten die beiden Neuzugänge einen wesentlichen Beitrag zu einem gelungenen Auftritt, den Trainer Jürgen Klopp eine Woche nach seiner Schiedsrichter-Schelte in Hamburg (12.000 Euro Geldstrafe) entspannt genießen konnte, zumal der gute Referee Felix Brych (München) ohne Gelbe Karte auskam.

Klopp rundherum zufrieden

"Die Jungs haben den Sieg verdient", meinte der Dortmunder Coach nach zuletzt drei Heimremis und ergänzte: "Wir hatten nie einen Heimkomplex und müssen jetzt auch nicht mehr darüber reden. Jetzt müssen wir allerdings versuchen, am Freitag in Karlsruhe nachzulegen." (Ergebnisse und Tabelle )

Dort hatte Frankfurt einen seiner beiden vorherigen Auswärtssiege gefeiert. "Diesmal wusste ich, dass wir bei Standardsituationen unterlegen sein werden, denn unsere kopfballstärksten Spieler sind verletzt", klagte Trainer Friedhelm Funkel.

Funkel blickt nach vorne

Einen Vorwurf wollte er seiner durch neun Ausfälle stark geschwächten Mannschaft nicht machen. "Sie hat immer versucht, das Spiel offen zu halten. Diese Niederlage wirft uns nicht um. Wir haben auch schon andere Situationen überstanden. Wichtig ist das kommende Heimspiel gegen Hannover."

Dennoch war die Unordnung in der Abwehr beim "schlechtesten Saisonspiel" (Mittelfeldspieler Michael Fink) nicht zu übersehen.

Lediglich Torhüter Oka Nikolov, der beim Dortmunder 1:0 gepatzt hatte, hielt die Niederlage am Ende in erträglichen Grenzen und ließ die Verletzenmisere als Ausrede nicht gelten: "Wir haben einen großen Kader, in dem jeder den Anspruch hat zu spielen. Das ist keine Entschuldigung." (Der Kader )

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