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Louis van Gaal ist seit 2009 Trainer des FC Bayern © getty

Der Bayern-Trainer kontert die Kritik der Ex-Profis Scholl und Kahn, auch Präsident Uli Hoeneß bekommt eine Spitze ab.

Vom FC Bayern berichten Mathias Frohnapfel und Christian Ortlepp

München - Deutlicher hätte Louis van Gaal nicht sagen können, wie viel ihn die Meinung von Oliver Kahn und Mehmet Scholl interessiert.

In zwei Worten: überhaupt nicht.

"Das ist Papageienmusik", stellte der Bayern-Trainer am Freitagvormittag fest. Die beiden Vereinsikonen hatten den Niederländer scharf angegriffen.

Scholl, der bis zum Sommer 2010 die zweite Mannschaft betreute, hatte geschimpft: "Der Mann geht seinen Weg, links und rechts fällt einer um, - aber ob das gut ist, das muss man abwarten."

Oliver Kahn hat dem FCB-Coach zudem "Entscheidungen im stillen Kämmerlein" vorgeworfen.

"Mit Kahn nie gesprochen"

"Mit Kahn habe ich nie gesprochen", entgegnete van Gaal. Und mit Scholl habe er nur wenig Kontakt gehabt.

Eine interessante Aussage, schließlich sind die beiden sich fast täglich bei ihrer gemeinsamen Arbeit für die Roten über den Weg gelaufen.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Scholl war bei mir, ich habe ihn aber nicht so viel gesprochen", meinte van Gaal.

Scholl: "Van Gaal hat Recht"

Hermann Gerland löste Scholl nach der Saison 2009/2010 als Verantwortlicher der Drittliga-Mannschaft wieder ab.

Nach offizieller Lesart wollte Scholl sich auf seine Arbeit als TV-Experte konzentrieren.

Scholl reagierte gegenüber Bundesliga aktuell (ab 18.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) humorvoll. "Ja ich gebe van Gaal Recht. Mehmet Scholl ist ein komischer Vogel", sagte er.

Streit mit Hoeneß geht weiter

Weit mehr als die Kritik der Altvorderen beschäftigen van Gaal aber die jüngsten Aussagen von Uli Hoeneß.

Der Bayern-Präsident charakterisierte den Coach als jemanden, der eben lieber mit dem Kopf "durch die Wand" als außen herum gehe.

"Der Präsident hat Kritik geäußert, das ist okay so", sagte van Gaal jetzt. Und erinnerte, das sei "vor drei Monate" genauso gewesen.

Hoeneß "nicht immer an der Säbener Staße"

Doch die Wirkung auf Bayerns Chefstrategen scheint überschaubar. "Wenn eine Person das macht...", sagte der Niederländer und stieß dazu einen geräuschvollen Seufzer aus.

Dann schob er vielsagend hinterher: "Diese Person ist nicht immer an der Säbener Straße, das kann ich erzählen."

Nach einem Einlenken hörte sich das nicht an, eher nach der nächsten Runde im Dauerstreit mit dem mächtigen Ex-Manager.

Van Gaal ist es ohnehin wichtiger, dass die Zusammenarbeit mit dem FCB-Vorstand um Boss Karl-Heinz Rummenigge gut funktioniert.

"Ich habe nur mit meinem Vorstand zu tun. Und der unterstützt mich, genauso wie meine Mannschaft und mein Stab. Ich fühle mich sehr wohl."

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