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Frankfurt will sich weiter etablieren, um eine konkrete Zielsetzung drücken sich Trainer Funkel und Vorstands-Chef Bruchhagen jedoch herum.

Von Christian Stüwe

Der Beginn der Bundesliga-Saison 2008/2009 rückt immer näher. Sport1.de stellt in der Bundesliga-Vorschau alle 18 Teams vor. Diesmal: Eintracht Frankfurt.

Die Geheimniskrämerei um das Saisonziel gehört in der Ära von Trainer Friedhelm Funkel und dem Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen genauso zur Sommervorbereitung von Eintracht Frankfurt wie die Verletzungssorgen.

"Dieses Mal bleibt alles intern", sagt Funkel, nachdem seiner Mannschaft an Ende der vergangenen Saison ein wenig die Puste ausgegangen war und man dem Ziel "45 + x Punkte" lange hinterherlaufen musste.

Auch Bruchhagen hüllt sich in Schweigen. Doch auch ohne die Aussagen der beiden Frankfurter Macher ist das Saisonziel offensichtlich.

Qualität statt Quantität

Nach dem neunten Platz in der vergangenen Saison und der ersten Saison ohne Abstiegsangst seit dem Wiederaufstieg, kann es nur um die Etablierung im einstelligen Tabellenbereich gehen.

Dafür sprechen auch die Zugänge. Mit Zlatan Bajramovic, Nikos Liberopoulos, Habib Bellaid, Ümit Kormaz, Markus Steinhöfer und Alexander Krük kamen Spieler, die den Kader qualitativ verbessern sollen.

Verletzungspech bleibt Eintracht treu

Die Verpflichtungen sind allerdings auch notwendig, da das fast schon traditionelle Verletzungspech der Eintracht wieder eingesetzt hat.

Korkmaz, Stammtorwart Markus Pröll, Benjamin Köhler, Alexandar Vasoski und Christoph Preuß fallen aus, Bajramovic ist noch nicht fit. Dazu ist der Winterpauseneinkauf Caio wegen Gewichtsproblemen noch weit von Bundesligaform entfernt.

Wer ist neu?

Nach Jahren der Zurückhaltung hat Frankfurt auch vor dieser Saison auf dem Transfermarkt ordentlich zugeschlagen.

Besonders erfreut ist Funkel über die Verplfichtung Bajramovics, den er als "Wunschspieler" bezeichnet.

Auch der griechische Stürmer Liberopoulos hat es dem Trainer angetan. "Auf Grund seiner riesigen Erfahrung bin ich überzeugt, dass er uns weiterhelfen kann", freut sich Funkel.

Dafür hat ein anderer Grieche die Eintracht verlassen: Sotirios Kyrgiakos ist in die Heimat zu AEK Athen zurückgekehrt.

Der Innenverteidiger war bei den Fans wegen seines großen Einsatzes sehr beliebt, allerdings offenbarte der Innenverteidiger auch immer wieder Unsicherheiten und vor allem Schwächen im Aufbauspiel. Seine Rolle soll der junge Franzose Bellaid einnehmen.

Wer ist der Hoffnungsträger?

Star und Kopf der Mannschaft ist Stürmer Ioannis Amanatidis, dessen Saisonziel es ist, wieder zweistellig zu treffen. Als heimlicher Chef im Team gilt der Schweizer Christoph Spycher, große Hoffnungen ruhen aber auf dem Brasilianer Chris.

Der Defensiv-Allrounder ist sicherlich der kompletteste Fußballer im Team, aber auch extrem verletzungsanfällig. Als Chris in der vergangenen Rückrunde ausfiel, brach die Eintracht ein. Von seinem Gesundheitszustand hängt viel ab.

Hoffnungsträger im eigentlichen Sinne ist aber Martin Fenin. Der tschechische Nationalspieler deutete sein enormes Potenzial bereits an, muss aber noch konstanter werden.

Wie ist die Stimmung?

Starken Testspielen gegen Wigan (2:0) und Palermo (1:1) folgte ein blamabler Auftritt gegen den Oberligisten Walldorf (0:1). Doch seit Funkel und Bruchhagen in Frankfurt am Ruder sind, ist so etwas kein Grund zur Aufregung.

"So etwas passiert im Fußball", erklärte Funkel angesichts der Verletzungssorgen.Im Gegensatz zu den wilden Zeiten der "launischen Diva" kippt die Stimmung in Frankfurt nicht mehr so schnell.

Was sind die Ziele?

Während Bruchhagen und Funkel sich zurückhalten, formulierte der Aufsichtsratvorsitzende Herbert Becker die Ziele recht deutlich.

"Mit den Plätzen zwölf bis 18 haben wir nichts mehr zu tun. Für die ersten sechs reicht es auch nicht. Um sieben und acht gibt es Riesengedränge. Dazwischen bewegen wir uns, acht bis elf", erklärte Becker der "Bild".

Sport1.de-Prognose?

Die Mannschaft ist gefestigt, das Umfeld stabil. Bleib die Eintracht von schlimmeren Verletzungen verschont, ist wieder ein einstelliger Tabellenplatz drin.

Entwickeln sich die jungen Spieler gut weiter und schlagen die Neueinkäufe ein, kann es im Vergleich zum Vorjahr auch noch um ein, zwei Plätze nach oben gehen.

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