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Das Hinspiel gewann Mainz mit Radoslav Zabavnik (l.) am Bruchweg mit 2:1 © getty

Ein Krisenderby steigt zwischen dem FCK und Mainz. Tuchel sieht seine Elf gerüstet, Kurz beklagt fehlende Kampfbereitschaft.

Kaiserslautern/Mainz - Pokalversager gegen Fehlstarter: Das Duell der rheinland-pfälzischen Rivalen 1. FC Kaiserslautern und FSV Mainz 05 wird zum Krisenderby.

Der FCK will am Samstag (ab 18.15 Uhr im LIVE-TICKER) Wiedergutmachung für die Schmach im DFB-Pokal betreiben, Herbst-Vizemeister Mainz den Fall aus der Spitzengruppe der Bundesliga stoppen.

"Wir müssen Situationen erzwingen, damit der Knoten wieder platzt", fordert FSV-Trainer Thomas Tuchel. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Null Punkte, null Tore - das ist die Bilanz der Rheinhessen im Jahr 2011.

Tuchel: "Hätten auch sechs Punkte haben können"

Doch Tuchel ist weiter optimistisch. "Von unserer Leistung her hätten wir auch sechs Punkte haben können. Und wer die Mannschaft im Training sieht, hat nicht das Gefühl, dass sie zweimal verloren hat", sagte der 37-Jährige.

Zusätzliche Emotionen will Tuchel vor der brisanten Begegnung nicht ins Spiel bringen.

"Es ist nicht die Aufgabe des Trainers, so eine Partie anzuheizen. Alle Spieler wissen, dass sie ein Derby vor der Brust haben", sagte der Coach und versprach: "Man wird meiner Mannschaft den absoluten Siegeswillen ansehen." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Polanski und Soto fehlen

Personalsorgen haben die Mainzer, die das Hinspiel 2:1 gewonnen haben, im defensiven Mittelfeld. Eugen Polanski ist wegen seiner fünften gelben Karte gesperrt, Elkin Soto fällt verletzt aus.

"Ich glaube, wir haben eine gute Idee, um die Situation zu meistern", sagte Tuchel geheimnisvoll.

Trotz der Lauterer 0:2-Pleite im Pokal-Viertelfinale beim MSV Duisburg äußerte Tuchel Respekt vor dem viermaligen deutschen Meister: "Der FCK bleibt ein schwieriger Gegner - vor allem im Fritz-Walter-Stadion, vor allem abends."

Kurz fordert "Grund-Tugenden"

Doch in Kaiserslautern haben der geplatzte Pokal-Traum sowie der bevorstehende Abgang von Top-Torjäger Srdjan Lakic zum VfL Wolfsburg für Unruhe gesorgt. Eine weitere Niederlage würde den Tabellen-13. in Abstiegsnot stürzen.

"Für uns ist jede Partie ein Endspiel um den Klassenerhalt. Genau so müssen wir das annehmen", sagte FCK-Trainer Marco Kurz.

Er fordert beim Aufsteiger wieder die "Grund-Tugenden" ein.

"Die innere Einstellung, die Bereitschaft, sich zu quälen, den Kampf anzunehmen, die Gier nach Erfolg - das hat uns zuletzt gefehlt. Das muss gegen Mainz anders werden", sagte Kurz.

Lakic nach Sperre wieder dabei

Die Hoffnung auf einen Befreiungsschlag ruht nicht zuletzt auf Lakic, der nach seiner Gelb-Rot-Sperre in der Liga wieder auflaufen darf.

Der Kroate, der in dieser Saison in 21 Pflichtspielen 18 Tore für den FCK erzielt hat, will den Fans zum Abschied den Klassenerhalt schenken.

"Ich bin mit dem Kopf und Herzen zu 100 Prozent noch in Lautern", sagte Lakic und versprach: "Ich werde bis zum Saisonende alles geben, damit wir die Klasse halten."

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Kaiserslautern: Sippel - Dick, Amedick, Rodnei, Bugera - Tiffert, Petsos - Kirch, Moravek, Ilicevic - Lakic

Mainz: Müller - Zabavnik, Bungert, Noveski, Fuchs - Fathi, Caligiuri - Schürrle, Holtby - Szalai, Allagui

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