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Bayerns Thomas Müller (vorne) wurde mit fünf Treffern Torschützenkönig bei der WM 2010 © getty

Bayern muss in Bremen punkten, allerdings tun sich die Münchner auf fremden Plätzen schwer. Van Gaal hat eine kuriose Erklärung.

München - Nach der Kritik aus den Klub-Gremien an Trainer Louis van Gaal und dem Abschied von Kapitän Mark van Bommel richtet sich bei Bayern München nun der Blick wieder auf das Sportliche.

In Bremen (ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) will der Rekordmeister die Aufholjagd fortsetzen und sich auf den Champions-League-Plätzen festsetzen.

Mit einem Sieg bei den Hanseaten könnte der Rekordmeister erstmals in dieser Saison den Sprung in die Top Drei schaffen - allerdings fernab von Tabellenführer Borussia Dortmund, der beim VfL Wolfsburg seinen komfortablen Vorsprung verteidigen will.

"Bayern München muss immer gewinnen, und wenn man gewinnt, dann ist auch wieder alles vorbei", sagte van Gaal zu dem öffentlichen verbalen Schlagabtausch mit Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Christian Nerlinger.

Van Gaal hat ganz andere Sorgen. Denn die Bayern fahren mit nur zwei Auswärtssiegen in der laufenden Saison in Richtung Bremen - und müssen anschließend nach Köln reisen.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Van Gaal hat auch eine Erklärung für die Misere parat: "Auswärts sind die Plätze nicht so gut wie in der Allianz-Arena. Wir müssen mit langen Bällen spielen, und das ist nicht so attraktiv."

Schaaf: "Wollen echter Gegner sein"

Und genau das unterscheidet die Bayern derzeit vom BVB. Die Westfalen streben den zehnten Sieg auf des Gegners Platz an und jagen einen Bundesliga-Rekord, den Werder und der HSV mit elf Auswärtssiegen in einer Saison teilen.

Werder als Tabellen-14. würde sich in seiner aktuellen Situation tierisch über einen Heimsieg freuen.

Coach Thomas Schaaf kommen die Bayern mitten in der tiefen Krise gerade recht.

"Da kann man sich beweisen und aufrichten. Die Erwartungen auf Traumkombinationen oder ein großes Fußballspiel sind nicht so groß. Da sind die Bayern gefordert, aber wir wollen ein echter Gegner sein."

[kaltura id="0_lngemuya" class="full_size" title="Abstiegsangst an der Weser"]

SPORT1 hat die Fakten zu den Samstagsspielen:

Werder Bremen - Bayern München:

Keines der letzten fünf Gastspiele in München verloren die Bremer, in den letzten drei Heimpartien gegen den FC Bayern punkteten sie aber nur mit einem 0:0 am 1. März 2009.

Fünf der letzten acht Duelle endeten unentschieden. Der Rekordsieger verlor nirgendwo so oft wie in Bremen (26 mal) und kassierte gegen Werder die meisten Gegentore (113).

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund:

Nur einen Punkt holten die "Wölfe" aus den letzten drei Duellen mit dem BVB.

Dessen Trainer Jürgen Klopp bejubelte in fünf Gastspielen in Wolfsburg elf Treffer und ging nur beim 0:3 am 12. Mai 2009 leer aus, als Kevin-Prince Boateng sich die bislang letzte Rote Karte für Dortmund einhandelte.

Kein Team ist so lange ohne Platzverweis.

Der VfL ist seit dem 1:3 in Frankfurt vom 6. November in acht Spielen ungeschlagen geblieben und verbuchte in drei der letzten fünf Ligapartien kein Gegentor.

Zu Hause haben die "Wölfe" mit den meisten Unentschieden der Liga (acht) seit dem 30. Oktober (2:0 gegen Stuttgart) nicht mehr gewonnen.

1.FC Nürnberg - Hamburger SV:

Kein Verein schoss so viele Tore in Nürnberg (49) und insgesamt (118) gegen die Franken wie der HSV, der nur eins der letzten 19 Duelle verlor: Am 28. Januar 2006 schoss Stefan Kießling das Siegtor zum 2:1.

In den sieben Vergleichen seither traf Nürnberg nur einmal, durch Javier Pinola beim 1:1 im Hinspiel. Die Hanseaten gewannen die letzten drei Ligapartien, jeweils nach einem 0:0 zur Pause, und als einziges Team beide Rückrundenspiele.

Schalke 04 - 1899 Hoffenheim:

Vier "Zu-Null"-Siege feierte Schalke in den letzten fünf Spielen, in denen nur der Hamburger Ruud van Nistelrooy gegen Nationaltorwart Manuel Neuer traf.

Raul erzielte die letzten vier sowie sieben der letzten zehn Schalker Tore. Nachdem der Spanier in seinen ersten zehn Ligaspielen nur einmal erfolgreich gewesen war, traf er in den folgenden neun Partien neunmal.

Die "Königsblauen" sind neben dem FC Bayern als einziges Team ohne "Jokertor".

FC St. Pauli - 1. FC Köln:

Mit einem 5:0 in St. Pauli gewannen die Kölner am 29. April 1978 zum bislang letzten Mal die Meisterschaft. Die Kiezkicker siegten nur in einem von elf Heimspielen gegen Köln (einschließlich Zweite Liga), beim 2:0 am 25. Mai 1991.

Nun sind sie seit vier Runden sieglos und gewannen nur eine der letzten elf Partien (1:0 gegen Kaiserslautern am 3. Dezember).

In beiden Rückrundenspielen führten die Hamburger, die mit dem schwächsten Angriff der Liga in den letzten drei Runden je zwei Treffer erzielten, 2:1 durch ein Tor von Gerald Asamoah, kassierten aber jeweils den Ausgleich zum 2:2-Endstand.

1.FC Kaiserslautern - FSV Mainz 05 (Sa., 18.30 Uhr):

Der FCK gewann nur eins der letzten fünf Spiele (2:1 in Bremen am 18. Dezember), ist aber zu Hause seit dem 0:3 gegen Frankfurt vom 17. Oktober fünfmal ungeschlagen geblieben.

In den beiden Rückrundenspielen sorgte Jan Moravek jeweils für das einzige Tor der Pfälzer.

Die Mainzer starteten mit zwei 0:1-Niederlagen und sind neben Frankfurt das einzige Team ohne Rückrundentor.

Drei der letzten vier Spiele verloren sie "zu Null", und in sechs der letzten zehn Aufgaben trafen sie nicht ins Netz. Mainz kassierte als einziges Team in der ersten Viertelstunde noch kein Gegentor.

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