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Lucas Barrios (r.) erzielte in Wolfsburg sein neuntes Saisontor © getty

Borussia Dortmund fährt in Wolfsburg einen nie gefährdeten Sieg ein. Götze macht den verletzten Kagawa vergessen. Wolfsburg agiert schwach.

Wolfsburg - Herbstmeister Borussia Dortmund hat die Nachricht von der schweren Verletzung von Shinji Kagawa gut weggesteckt und seinen Weg zur siebten Meisterschaft souverän fortgesetzt.

Der Tabellenführer siegte am 20. Spieltag verdient mit 3:0 (2:0) bei Ex-Champion VfL Wolfsburg und demonstrierte dabei eindrucksvoll, dass der Punktverlust gegen den VfB Stuttgart in der Vorwoche nur ein Ausrutscher war (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Lucas Barrios schoss den Favoriten mit dem schnellsten BVB-Saisontor bereits in der zweiten Minute in Führung, Spielmacher Nuri Sahin (40.) erhöhte vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen-Arena kurz vor der Pause 343547(DIASHOW: Der 20. Spieltag).

Mats Hummels stellte in der 71. Minute den Endstand her.

McClaren lobt Gegner

"Dortmund war das beste Team, gegen das wir in dieser Saison gespielt haben. Wir hatten viele Probleme mit Verletzten, und man hat heute gesehen, dass unser Kader zu dünn besetzt ist", sprach Wolfsburg-Trainer Steve McClaren dem Gegner seine Anerkennung aus.

Sein Gegenüber Jürgen Klopp war begeistert: "Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir hier aufgetreten sind. Die Mannschaft hat richtig, richtig gut gespielt. Sie hat in keiner Phase nachgelassen und ist dafür belohnt worden."

Vorsprung bleibt konstant

Durch den Sieg liegt Dortmund weiterhin schier uneinholbare elf Punkte vor Verfolger Bayer Leverkusen.

BVB-Trainer Jürgen Klopp setzte im Sturm im Gegensatz zu den ersten beiden Rückrundenspielen auf Barrios, der Pole Robert Lewandowski nahm zunächst auf der Bank Platz.

Sven Bender kam nach überstandener Innenbanddehnung wieder in der Schaltzentrale neben Sahin zum Einsatz.

Hinter der Spitze setzte Klopp wie schon in den vergangenen Wochen auf Mario Götze, als der mittlerweile verletzte Japaner Kagawa noch beim Asien-Cup weilte.

Mbokani auf der Bank

Wolfsburg musste trotz größerer Befürchtungen nur auf Innenverteidiger Simon Kjaer (Knöchelverletzung) und Tolga Cigerci (Mittelfußbruch) verzichten.

Für das Duo rückten Alexander Madlung und Sascha Riether, der jedoch früh durch Thomas Kahlenberg ersetzt werden musste, in die Mannschaft.

Im Angriff erhielt der angeschlagene Grafite den Vorzug vor Neuzugang Dieudonne Mbokani.

Demonstartion durch Dortmund

Die erste Hälfte wurde zu einer fußballerischen Demonstration des BVB.

Die Gäste erwischten Wolfsburgs Abwehr kalt, als Sahin Götze auf der rechten Seite steil schickte.

Der Youngster passte den Ball in die Mitte, wo Barrios unbedrängt sein zehntes Saisontor erzielte.

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw kontrollierte Dortmund die Partie mit teilweise sehenswerten Kombinationen.

Wolfsburg ungefährlich

Klopps Truppe wirkte wacher, agiler und kreativer als der VfL, dessen Spiel statisch und ideenlos wirkte.

Neven Subotic (10.), Götze und Barrios (beide 23.) hatten sogar die Chance, das Spiel schon vor der Pause zu entscheiden.

Erst in der 26. Minute wurde es für den BVB gefährlich, als Roman Weidenfeller kurz hintereinander Schüsse von Diego und Grafite parierten musste.

Sahin staubt ab

Das zweite Tor war für Wolfsburgs Hintermannschaft ein Deja vu.

Götze setzte sich erneut auf der rechten Seite durch und passte flach ins Zentrum - doch diesmal blieb Barrios' Schuss hängen.

Sahin reagierte allerdings am schnellsten und staubte ab.

Götze überragt

Nach dem Wechsel schaltete Dortmund einen Gang zurück und beschränkte sich darauf, die Führung zu verwalten.

Wolfsburg wiederum wusste wenig mit den sich bietenen Räumen anzufangen, weshalb das Spiel zunächst an Tempo und Niveau verlor.

So fiel auch das 3:0 durch Hummels nach einer Flanke von Sahin aus dem Nichts, als der Verteidiger aus vier Metern ins leere Tor einschoss.

Defensiv-Abräumer Josue und Torhüter Diego Benaglio verdienten sich bei den größtenteils enttäuschenden Wolfsburgern gute Noten.

Auf Seite des BVB ragten einmal mehr der 18-jährige Götze und Sahin heraus.

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