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In 19 Ligaspielen für Mainz hat Lewis Holtby bisher drei Tore erzielt © getty

Der Mainzer Matchwinner erklärt nach dem Sieg in Lautern, warum er an das große Ziel glaubt. Beim FCK bekommt Lakic Ärger.

Kaiserslautern - Nach dem Spiel gab Lewis Holtby DFB-Sportdirektor Matthias Sammer artig die Hand, seine Bewerbung für das kommende Länderspiel hatte der Jungstar schon auf dem Platz abgegeben.

"Es wäre schön, wenn ich gegen Italien in Dortmund dabei wäre. Aber ich mache mir keinen Druck", sagte der Schütze des entscheidenden Treffers beim 1:0 (1:0) des FSV Mainz 05 im Derby beim 1. FC Kaiserslautern.

Ob Holtby das T-Shirt mit dem Bild seiner Kumpels, das er während der Begegnung unter seinem Dress trug, Anfang Februar gegen das DFB-Trikot eintauschen kann, ist offen 343547(DIASHOW: Der 20. Spieltag).

Sicher ist dagegen, dass der 20-Jährige mit seinem dritten Saisontor (23.), das von Sammer als "extraklasse" bezeichnet wurde, die Krise seines Klubs beendet hat (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Eine große Erleichterung"

"Der Sieg war sehr wichtig. Wir haben lange darauf hingearbeitet", sagte Holtby, der mit den"Bruchweg-Boys" zu Beginn der Rückrunde zwei Niederlagen kassiert hatte.

Und er fügte an: "Endlich haben wir wieder Punkte eingefahren. Das ist eine große Erleichterung."

Der zwischenzeitliche Tiefflug der ehemaligen Mainzer Überflieger soll durch den etwas glücklichen Derbysieg vor 46.649 Zuschauern beendet sein.

Mainz in der Champions League?

Holtby betonte erneut, dass er den selbsternannten Karnevalsverein in der kommenden Saison in der Königsklasse sehen will.

"Ich bin frech und sage, dass ich jedes Spiel gewinnen will. Und wenn das gelingt, dann können wir die Champions League schaffen. Davon habe ich immer geträumt. Warum sollten wir das mit Mainz nicht schaffen?"

Der vom Vizemeister Schalke 04 an die Rheinhessen ausgeliehene Holtby will allerdings nichts davon wissen, dass der Erfolg der Mainzer alleine von ihm abhängt.

"Das ist lächerlich", kommentierte Holtby die Diskussion um seine Rolle als Pendler zwischen Ersatzbank und Startformation:

"Wir sind hier beim FSV Mainz 05 und nicht beim FC Holtby. Der Trainer hat das Sagen. Es tut mir leid, dass er sich mit sowas beschäftigen muss. Ich bin keiner, der stänkert, wenn er mal auf der Bank sitzt."

Schürrle bremst Euphorie

Auf der Bank saß im Verlauf der Saison auch Andre Schürrle immer mal wieder. Im Gegensatz zu seinem Nationalmannschafts-Kollegen Holtby sieht Schürrle den Tabellenvierten aber noch nicht auf der Überholspur.

"Man wird erst in den nächsten Wochen sehen, was der Erfolg wert ist. Wir gehen nun aber voller Selbstvertrauen in die nächste Woche und wollen den Erfolg gegen Werder Bremen bestätigen", sagte Schürrle.

Gegen Bremen muss der FSV ohne Stürmer Adam Szalai auskommen. Der ungarische Nationalspieler erlitt wahrscheinlich eine Außenbandverletzung im rechten Knie.

Szalai war mit FCK-Torwart Tobias Sippel zusammengeprallt und musste ausgewechselt werden.

Keine Neuzugänge mehr

Dennoch wollen die Mainzer nicht mehr auf dem Transfermarkt aktiv werden.

"Das kann ich ausschließen", sagte Thomas Tuchel.

Während sich der FSV-Trainer nur um Szalai sorgen muss, geht sein Gegenüber Marco Kurz schweren Zeiten entgegen.

Kuntz: Lakic muss für Foto zahlen

Die Pfälzer haben erst einen Punkt in der Rückrunde geholt, sind im Viertelfinale des DFB-Pokals am Zweitligisten MSV Duisburg gescheitert und mussten die Nachricht vom Wechsel ihres Torjägers Srdjan Lakic im Sommer zum Ligarivalen VfL Wolfsburg verkraften.

Zudem sorgte Lakic durch ein Foto auf der VfL-Homepage mit dem Trikot seines künftigen Arbeitgebers für Unmut.

"Das ist eine Frechheit. Die Aktion ist unter der Gürtellinie. Dafür wird er zahlen", schimpfte FCK-Vorstandsboss Stefan Kuntz.

Trotz der negativen Entwicklung zeigte sich Kurz für den Abstiegskampf optimistisch.

"Wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Und wir wussten vorher, dass es eine harte Saison wird", sagte er:

"Wir hatten eine beschissene Woche, was die Ergebnisse angeht. Aber wir sind dennoch sicher, dass wir unser Endziel erreichen werden."

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