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Hoeneß' Einlassungen nun also in Reinform: "Eine Biografie? Von mir? Nein. Never ever! Wenn ich die Wahrheit über das, was ich alles erlebt habe, schreiben würde, müsste man etwa zehn Bände machen - und ich müsste nach der Veröffentlichung nach Australien auswandern." (Vor seinem  Abschied als Manager)
Uli Hoeneß war bei Amtsantritt mit 27 Jahren jüngster Manager der Bundesliga-Geschichte © getty

Hoeneß gibt die Meisterschaft noch nicht auf und fiebert dem Duell mit Inter entgegen. Auch Lahm formuliert eine Kampfansage.

Von Andreas Berten

München - Uli Hoeneß hat seine Angriffslust wiedergefunden.

Beflügelt von den zuletzt guten Leistungen des Rekordmeisters und der Aussicht, schon bald wieder mit beiden Weltklasse-Flügelflitzern spielen können, bläst der Präsident des FC Bayern zur Attacke.

"Wenn jetzt Franck Ribéry wieder dazu kommt - Arjen ist ja Gott sei Dank schon zurück -, werden wir konstant Fußball spielen können, so wie wir das in den letzten Wochen getan haben", hofft der 59-Jährige auf eine erfolgreiche Restsaison.

Hoeneß hofft noch auf Meisterschaft

Deshalb liebäugelt Hoeneß auch noch mit zwei Titeln: Das Champions-League-Achtelfinale gegen Inter Mailand (Hinspiel am 23. Februar) "ist eine tolle Herausforderung, die Revanche fürs Finale von Madrid zu spielen".

Und im DFB-Pokal soll Schalke keine Hürde auf dem Weg nach Berlin sein: "Ich bin überzeugt, dass wir ins Endspiel einziehen."

Hoeneß' forscher Ausblick geht nach den zuletzt guten Leistungen sogar soweit, dass er wieder zur Tabellenspitze schielt:

"Dortmund hatte noch keine Krise. Die müssen mal ein Heimspiel verlieren. Darauf baue ich", sagte er:

"Im Innersten hoffen wir immer noch, dass die Dortmunder irgendwann schwächeln. Und dann müssen wir da sein."

Eine vage Hoffnung, die die Spieler offenbar nicht mehr teilen.

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Lahm: "Kämpfen um Platz zwei"

Neu-Kapitän Philipp Lahm rechnet jedenfalls nicht damit, dass der FC Bayern den BVB noch einholt: "Mit dem gewaltigen Rückstand, den wir haben, kämpfen wir nur noch um Platz zwei", sagte er der "Bild".

Allerdings widerspricht er Kevin Großkreutz' Ankündigung, die Borussia werde in der Rückrunde kein Spiel mehr verlieren.

"Dortmund muss am 26. Februar noch zu uns nach München. Deswegen bin ich mir sicher, dass sie mindestens noch ein Spiel verlieren werden."

Hauptgegner Leverkusen

Als Hauptgegner hat Lahm ebenso wie Hoeneß den drei Punkte besseren Tabellenzweiten Bayer Leverkusen ausgemacht. "Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Leverkusen mzss auch noch nach München", meinte der FCB-Präsident.

"Ich denke, dass wir eine sehr realistische Chance haben, unser Mindestziel, Platz zwei und damit die direkt Champions-League-Qualifikation, zu erreichen."

Am Samstag gilt es erstmal, die Punkte beim 1.FC Köln (ab 15 Uhr im LIVETICKER) einzustreichen.

Robben erkältet

Dabei setzt Trainer Louis van Gaal auf die rechtzeitige Genesung von Robben, der an einer Erkältung laboriert.

Allerdings erneut ohne Toni Kroos, dessen verletzter linker Fuß weiter Probleme macht.

Der Mittelfeldspieler hofft auf ein Comeback frühestens beim Europapokalspiel bei Inter Mailand oder drei Tage später beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund.

Hoffen auf Ruhe

Bis dahin soll neben dem sportlichen Erfolg auch die interne Ruhe eine Konstante werden.

Die Würge-Attacke von Robben gegen Thomas Müller sieht Hoeneß jedenfalls nicht als großes Hindernis:

"Ich habe als junger Bursche im Training auch Schienbeinschoner getragen und dann hinterher im Spiel ohne gespielt."

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