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Arjen Robben (v.) und Franck Ribery haben bislang nur selten zusammengespielt © imago

Ribery steht im Kader, Robben muss passen. Und Bayern-Coach van Gaal will endlich den ersten Pflichtspielsieg über Köln.

Von Andreas Berten

München - Wenn der Franck jetzt noch zurückkommt...

Uli Hoeneß hatte schon wieder begeisternden Fußball vor den Augen, als er unter der Woche schwärmte, dass der FC Bayern künftig wieder mit seinen beiden Weltstars Arjen Robben und Ribery stürmen könne. Doch daraus wird erstmal nichts.

Das Abschlusstraining vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln (Samstag, ab 15 Uhr im LIVE-TICKER) hat Gewissheit gebracht: Ribery nimmt zwar zumindest wieder auf der Bank Platz. Dafür aber fällt Robben definitiv aus.

Statt der Flügelzange hätte es allerhöchstens die Super-Joker gegeben, sowohl Robben als auch Ribéry hätten allenfalls "als Einwechselspieler" Trainer Louis van Gaal zur Verfügung gestanden.

Den Niederländer plagt seit Tagen eine Erkältung. "Wenn er nicht laufen kann, wird er nicht spielen", sagte van Gaal vor dem Training und setzte auf eine realistische Selbsteinschätzung des Vize-Weltmeisters. Wenige Stunden später kam dann Robbens Absage.

Ribery nur Joker

Auch für Ribery, der nach einem Tritt von Wolfsburgs Josue zum Rückrunden-Auftakt ausfiel, käme ein Einsatz von Beginn an wohl zu früh.

"Eine Woche Pause macht nichts - zwei Wochen schon." Als Alternativen auf beiden Außenpositionen hat van Gaal Thomas Müller und Hamit Altintop in der Hinterhand.

Auch so möchte Louis van Gaal endlich den FC erstmals in einem Pflichtspiel besiegen. Nach einer Niederlage unter Jürgen Klinsmann gab es unter van Gaal zuletzt drei Unentschieden (0:0/1:1/0:0). "Für mich als Trainer ist Köln kein guter Gegner", weiß der Niederländer.

Nicht so ganz einschätzen kann er derzeit die Form der Kölner: "Gegen Werder haben sie sehr gut gespielt, gegen St. Pauli war es nicht so gut. Das ist die Frage, wie sie gegen uns auftreten."

Kein Dreier gegen Köln?

Warum es bisher mit drei Zählern nicht geklappt hat? "Eher Zufall", sagt der Coach aber und hält den Begriff "Angstgegner" für übertrieben: "Die gibt es nicht."

Um die drei Zähler Rückstand auf den aktuell Bundesliga-Zweiten Leverkusen aber mindestens zu halten, wenn nicht gar zu verringern, muss in Köln ein Sieg her.

Welche Gegenwehr die Domstädter dabei leisten können, kann van Gaal nicht abschätzen: "Was ich von Köln gegen Bremen gesehen habe, war sehr gut - eine Woche später waren sie das gegen St. Pauli nicht mehr."

Respekt vor Rensing

Mit Spannung wird das Duell der beiden jungen Torhüter erwartet: Michael Rensing auf Kölner Seite, Thomas Kraft bei den Bayern.

"Ich habe großen Respekt vor Michael Rensing", sagt van Gaal über den Keeper, den er Anfang der letzten Saison für Jörg Butt aus dem Tor. "Vielleicht war Butt in der Situation für Bayern besser als er. Das hätte in einem anderen Moment aber auch anders sein können."

Ob Rensing sich wohl anders zu seiner Bayern-Vergangenheit äußern wird? Der "Bild" verriet er jedenfalls: "Ich will Leistung bringen. Dann rede ich."

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